Klub

Substantiv (Nomen), maskulin (männlich)

Aussprache

Lautschrift (IPA):[ klʊp ]

Silbentrennung

Klub

Definition bzw. Bedeutung

Begriffsursprung

  • andere Deutung: – von gleichbedeutend englisch club zu lateinisch conciliabulum „geschlossene Gesellschaft“

  • Die Übernahme aus dem Englischen in den deutschen Sprachraum geschah im 18. Jahrhundert vor allem im Norden, teilweise in Konkurrenz zu Loge (Freimaurerloge) oder Casino (Offizierskasino). Komplementär dazu und wahrscheinlich dominanter, aber auch unterdrückt und dann oft abwertend verwendet, fand der Import aus dem Französischen statt: Debattierclubs als Vorarbeit der Revolution.

  • wurde im 18. Jahrhundert aus dem gleichbedeutenden englischen Wort club (mittelenglisch clubbe) entlehnt, das eigentlich „Keule“ bedeutet und seinerseits wohl auf das altisländische klubba – Knüppel, Stock, Keule (verwandt mit dem deutschen Klumpen) zurückgeht. Die Bedeutungsübertragung auf Vereinigung erklärt sich aus dem alten Brauch, Einladungen zu Zusammenkünften durch das Herumsenden eines Kerbstockes, eines Brettes oder einer Keule zu übermitteln.

Alternative Schreibweise

Deklination (Fälle)

SingularPlural
Nominativder Klubdie Klubs
Genitivdes Klubsder Klubs
Dativdem Klubden Klubs
Akkusativden Klubdie Klubs

Anderes Wort für Klub (Synonyme)

Verein:
Organisation von Menschen mit einem gemeinsamen Ziel oder gemeinsamen Interessen
Personengruppe oder Organisation, die kritisiert wird

Sinnverwandte Wörter

Frak­ti­on:
derjenige Teil der Abendmahlsliturgie, in dem der Priester das Brot bricht
Destillationsprodukte, die innerhalb bestimmter Temperaturbereiche gewonnen werden (Fraktionierung)
Ka­si­no:
Glücksspielmöglichkeit im Rahmen eines Restaurations- und Variétébetriebs
Kantine für Offiziere oder in Firmen
Lo­ge:
Gebäude der Freimaurer
kleiner abgetrennter Arbeitsraum, Schalter

Beispielsätze

  • Gehen wir heute Abend in den Klub?

  • Wenn sie diesem Klub beitreten, bekommen sie das Nutzungsrecht für sämtliche Einrichtungen des Klubs.

  • Willkommen im Klub, Tom.

  • Einem Klub, der jemanden wie mich als Mitglied aufnähme, dem träte ich nie bei!

  • Tom ist kein Mitglied unseres Klubs.

  • Bei welchem Klub bist du Mitglied?

  • Herr Johnson, der Präsident des Klubs, wird gleich erscheinen.

  • Willst du Mitglied in unserem Klub werden?

  • Tom wusste nicht, dass Maria im Klub war.

  • Tom ist ein Mitglied in diesem Klub.

  • Tom ist nicht mehr Mitglied in unserem Klub.

  • Tom ist nicht länger Mitglied in diesem Klub.

  • Gibt es einen Klub im Dorf?

  • Der Klub akzeptierte ihn als Mitglied.

  • Die Geschichte ist kein Klub, aus dem man nach Belieben austreten kann.

  • Dieser Klub ist nur für Mitglieder.

  • Tom wusste nicht, dass Maria im Klub ist.

  • Ich kenne den Vorsitzenden von diesem Klub.

  • Wenn du dem Klub angehören willst, musst du zuerst diesen Antrag ausfüllen.

  • Ich treffe ihn gelegentlich im Klub.

Praktische Beispiele aus der Medienlandschaft

  • Aber am Ende war der Klub wieder drin im Inferno, wie immer.

  • Aber der Klub setzt mich unter Druck, dass ich mich entscheide“, so seine Aussage.

  • Ab den 1990er-Jahren veröffentlichte er mehrere Soloalben und spielte bis kurz vor seinem Tod in englischen Klubs und bei Festivals.

  • Aber auch andere Klubs haben Interesse signalisiert.

  • Aber das wollte der Klub nicht.

  • Ab da wusste ich, das ist der richtige Klub für mich, um mich weiterzuentwickeln.

  • Aber das Gespräch enthärtet sich, und das ist seltsam, als es um das Gewaltproblem des Klubs Borussia Dortmund geht.

  • Aber es gibt mit Sicherheit keinen anderen Klub auf der Welt, der mit einem ähnlichen Budget so viele Punkte und Titel geholt hat wie wir.

  • Ist es jetzt eigentlich zu spät für die Klubs, noch schnell eine Versicherung gegen das Ausscheiden im Halbfinale abzuschließen?

  • Aber da gibt es andere Gruppierungen, die ich nicht als Fans bezeichnen will, die weder auf den Klub noch auf vernünftige Fans hören wollen.

  • Aber einen Klub vom Format Chelseas in dessen Haus zu schlagen, das ist selbst für die erfolgsverwöhnten Basler neu.

  • Er ist keine Spielerpersönlichkeit, die einen Klub prägen und führen kann.

  • Aber man muss Realist sein und sehen, was für den Klub möglich ist.

  • Den Klub verließ er 2009 nach der Meisterschaft, weil die Verantwortlichen nicht so wollten wie er.

  • Am vorvergangnen Sonntag war Jürgen Grabowski im Kaisersaal des Frankfurter Römers, als sein Klub alte Meister ehrte.

Häufige Wortkombinationen

  • einem Klub beitreten
  • in einen Klub gehen

Wortbildungen

Untergeordnete Begriffe

Übersetzungen

Homophone

Was reimt sich auf Klub?

Wortaufbau

Das Isogramm Klub be­steht aus vier Buch­sta­ben und setzt sich wie folgt zu­sammen: 1 × B, 1 × K, 1 × L & 1 × U

  • Vokale: 1 × U
  • Konsonanten: 1 × B, 1 × K, 1 × L

Das Alphagramm von Klub lautet: BKLU

Buchstabiertafel

Entsprechend der deut­schen Buch­sta­bier­ta­fel für Wirt­schaft und Ver­wal­tung (DIN 5009:​2022-06) wird das Substantiv fol­gen­der­maßen buch­sta­biert:

  1. Köln
  2. Leip­zig
  3. Unna
  4. Ber­lin

In Deutschland ebenfalls ge­läufig ist die Buch­sta­bie­rung nach dem pos­ta­li­schen Buch­sta­bier­al­pha­bet von 1950:

  1. Kauf­mann
  2. Lud­wig
  3. Ulrich
  4. Berta

International ist das eng­lischs­spra­chige ICAO-Alpha­bet (kein „ẞ“ und keine Umlaute) an­er­kannt:

  1. Kilo
  2. Lima
  3. Uni­form
  4. Bravo

Heute vorwiegend nur noch als Funk­feuer in der Luft- und Schiff­fahrt ge­bräuch­lich ist der Mor­se­code (auch Mor­se­al­pha­bet oder Mor­se­zei­chen genannt):

  1. ▄▄▄▄ ▄ ▄▄▄▄
  2. ▄ ▄▄▄▄ ▄ ▄
  3. ▄ ▄ ▄▄▄▄
  4. ▄▄▄▄ ▄ ▄ ▄

Scrabble

Beim Scrabble gibt es 10 Punkte für das Wort Klub (Sin­gu­lar) bzw. 11 Punkte für Klubs (Plural).

Klub

Bitte je­doch stets das offi­zielle Scrabble-Regel­werk (z. B. zu Vor- und Nach­silben) beachten!

Worthäufigkeit

Das Nomen Klub kam im letz­ten Jahr häu­fig in deutsch­spra­chi­gen Tex­ten vor. Die Wort­häu­fig­keit ist un­ge­fähr gleich­blei­bend. Dies hat eine Aus­wer­tung meh­re­rer Mil­lio­nen Bei­spiel­sätze ergeben.

Vorkommnisse im Sprachwörterbuch

Club­mit­glied:
Mitglied in einem Klub
Fuß­ball­li­ga:
Wettkampf- oder auch Spielklasse in der Sportart Fußball, die eine bestimmte Anzahl Klubs aufweist
Ge­schäfts­stel­le:
Büro eines Vereins oder Klubs
Ke­gel­klub:
ein Klub für Keglers
Klub­ob­frau:
Vorsitzende eines Klubs (einer Fraktion)
Klub­ob­mann:
Österreich, Politik: Vorsitzender eines Klubs (einer Fraktion)
Ru­der­klub:
Klub, dessen Mitglieder sich zur gemeinsamen Ausübung des Rudersports treffen
Schach­klub:
Klub, dessen Mitglieder sich zum Schachspielen treffen
Tra­di­ti­ons­club:
Klub (Zusammenschluss bestimmter Personen) mit einer langen Historie

Buchtitel

  • Der Klub der Krokodile Owen Davey | ISBN: 978-3-95728-585-0
  • Die Stadt – Die Klubs – Die Fans Mika Rissanen | ISBN: 978-3-96423-120-8
  • Die zwischen dem Berliner und Posener Klub durch Correspondenz gespielten Schach-Partieen L. E. Bledow | ISBN: 978-3-38653-401-7
  • Klub Drushba Rebecca Maria Salentin | ISBN: 978-3-86391-297-0

Film- & Serientitel

  • Klub 2000 (Kurzfilm, 1998)
  • Klub Kecanduan Mantan (Miniserie, 2020)
  • Klub Konkret (TV-Serie, 2012)
  • Olafs Klub (TV-Serie, 2019)
  • Quatsch Quark Klub (TV-Serie, 2012)
  • Showder Klub (TV-Serie, 2008)
  • Willkommen im Klub (Film, 2014)
Quellen:
  1. [Allgemeine Datenbasis] Wiktionary-Autoren: Klub. In: Wiktionary – Das freie Wörterbuch, 2024, [online] de.wiktionary.org, CC BY-SA 3.0
  2. [Thesaurus] OpenThesaurus-User: Klub. In: OpenThesaurus – Das freie Wörterbuch für Synonyme, 2024, [online] openthesaurus.de, CC BY-SA 4.0
  3. [erweiterte Beispielsätze] User-generated content: Satz-Nr. 1104169, 10650780, 10046087, 8804815, 8667081, 8523449, 8310786, 7915837, 7644790, 7636432, 7489798, 7018042, 6130289, 5984852, 5347249, 4724347, 4561531, 3660274 & 3282724. In: tatoeba.org, CC BY 2.0 FR
  4. [Newskorpus] D. Goldhahn, T. Eckart & U. Quasthoff: Building Large Monolingual Dictionaries at the Leipzig Corpora Collection: From 100 to 200 Languages. In: Proceedings of the 8th International Language Resources and Evaluation (LREC'12), 2012, CC BY 4.0
  5. [Filme & Serien] Vgl. Internet Movie Database (IMDb), imdb.com
  1. Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Das Herkunftswörterbuch. Etymologie der deutschen Sprache. In: Der Duden in zwölf Bänden. 4. Auflage. Band 7, Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2006, ISBN 978-3-411-04074-2
  2. sueddeutsche.de, 30.11.2023
  3. derwesten.de, 22.03.2022
  4. kurier.at, 26.09.2021
  5. sport1.de, 10.07.2020
  6. abendzeitung-muenchen.de, 12.08.2019
  7. blick.ch, 09.07.2018
  8. fr-online.de, 20.02.2017
  9. welt.de, 05.10.2016
  10. tagesspiegel.feedsportal.com, 25.04.2015
  11. kurier.at, 12.11.2014
  12. nzz.ch, 20.09.2013
  13. blick.ch, 18.11.2012
  14. kurier.at, 08.07.2011
  15. ftd.de, 19.08.2010
  16. feedsportal.com, 06.07.2009
  17. de.eurosport.yahoo.com, 29.12.2008
  18. abendblatt.de, 08.08.2007
  19. welt.de, 22.11.2006
  20. handelsblatt.com, 09.09.2005
  21. berlinonline.de, 04.11.2004
  22. welt.de, 12.06.2003
  23. berlinonline.de, 20.11.2002
  24. DIE WELT 2001
  25. Berliner Zeitung 2000
  26. BILD 1998
  27. Rhein-Neckar Zeitung, 19.06.1997
  28. Süddeutsche Zeitung 1996
  29. Stuttgarter Zeitung 1995