Heckmeck

Substantiv (Nomen), maskulin (männlich)

Aussprache

Lautschrift (IPA):[ ˈhɛkmɛk ]

Silbentrennung

Einzahl:Heckmeck
Mehrzahl:Heckmecks

Definition bzw. Bedeutung

Umgangssprachlich für unnötige Aufregung, Hektik, Durcheinander, unnötige Umstände.

Begriffsursprung

Kluge sieht in Heckmeck lediglich eine Reduplikation (genauer: Reimdoppelung) des 18. Jahrhunderts in Anlehnung an meckern; vorauf ging seit dem 15. Jahrhundert Hackemack und Hack und Mack „Gesindel, Gerede“

Deklination (Fälle)

SingularPlural
Nominativder Heckmeckdie Heckmecks
Genitivdes Heckmecksder Heckmecks
Dativdem Heckmeckden Heckmecks
Akkusativden Heckmeckdie Heckmecks

Anderes Wort für Heck­meck (Synonyme)

Banane (ugs.):
bananenförmige Gürteltasche
längliche, meist gelbe tropische Frucht
Blödsinn:
Quatsch; unsinnige Idee; unglaubhafte Aussage
störende Handlung
Bockmist (ugs.)
Bullshit (derb, engl.)
Driss (ugs.):
Mist, Scheiße
dümmliches Gerede (variabel)
dummes Zeug (ugs.)
Dummfug (ugs.)
Fez (ugs.):
orientalische Kopfbedeckung
Firlefanz (ugs.):
ohne Plural: gedanklicher Unsinn, Spinnerei
ohne Plural: überflüssiges, unnützes Zeug
Gefasel (ugs., abwertend):
unsinniges, irrelevantes oder nerviges Gerede
geistiger Dünnschiss (derb)
geistiger Durchfall (derb)
gequirlte Scheiße (derb)
Hokuspokus (ugs.):
Unfug, Unsinn, Überflüssiges oder Nutzloses
Zauber, Hexerei, heute: fauler Zauber, der den Aberglauben an etwas ansprechen soll
Humbug:
salopp, abwertend: etwas Unglaubwürdiges, Törichtes
Käse (ugs.):
ein festes Milchprodukt
Quark, vor allem in Verbindungen wie Käsekuchen, Käsetorte
Kappes (ugs.):
Botanik: Gemüsepflanze Weißkohl
dummes Zeug
Kasperletheater (ugs.):
kindische Aufführung bei einer ernsthaften Sache
volkstümliche Puppenbühne, auf der Stücke mit dem Kasperle als Hauptfigur aufgeführt werden
Kiki (ugs.):
dummes Zeug, Belanglosigkeiten, Unfug, Unsinn, dumme Kindereien, dummes Gerede, Leichtigkeiten, Kinderspiel, Wertlosigkeiten, wertlose Zugaben, Zutaten
mehr oder minder wertloses Spielzeug, Kinderei, Kinderspiel, Kinderspielzeug, Leichtigkeit
Killefit(t) (ugs., rheinisch):
rheinisch: nutzloses Zeug, Kleinkram
rheinisch: Unfug, Unsinn
Kohl (ugs.):
Speise, die aus der unter beschriebenen Gemüsepflanze besteht
zu den Kreuzblütengewächsen (Brassicaceae) gehörende Gemüsepflanze (Brassica oleracea)
Kokolores (ugs.):
umgangssprachlich: etwas Unsinniges, Törichtes (Geschwätz)
Krampf (ugs.):
erfolglose oder unverhältnismäßige Bemühung
harte Arbeit, mühselige Anstrengung
Larifari (ugs.):
sinnloses Gerede
umgangssprachlich: unsinniges Tun
Mist (ugs.):
als Schimpfwort bzw. Fluch verwendeter Ausdruck
Mumpitz (ugs.):
Unsinn, den man nicht zu beachten braucht
Narretei (geh., veraltet):
närrisches Verhalten und Ergebnis eines solchen Verhaltens
Nonsens:
etwas Sinnloses; Quatsch
Nonsense (engl.)
Papperlapapp (ugs.):
unsinniges Geschwätz, belangloses Gerede
Pillepalle (ugs.):
eine Kleinigkeit, etwas Unbedeutendes
Pipifax (ugs.):
unwichtige Sache, überflüssiges Beiwerk, (lächerliche) Kleinigkeit, Unsinn
Quark (ugs.):
belanglose, unwichtige Sache
geronnenes, weiß ausgeflocktes Eiweiß (Kasein) der Kuhmilch
Quatsch (ugs.):
Alberei, kindisches Benehmen
breiiger Matsch
Quatsch mit Soße (ugs., berlinerisch)
saudummes Zeug (ugs., süddt.)
Scheiß (derb):
vulgärer Kraftausdruck: Sache, Ding, unangenehme Verhaltensweise oder Situation (meist: über die man sich gerade aufregt)
Scheiße (derb):
etwas Schlechtes, Wertloses, Unsinniges oder auch: Schwierigkeiten
meist feste Ausscheidung des Darmes, Kot
Schmäh (ugs., österr.):
Fähigkeit zu
irreführende Bemerkung
Schmarren (ugs.):
geschmacklose oder minderwertige Ware
süddeutsch, österreichisch: Gericht aus der österreichischen Küche; meist süß, es gibt aber auch deftige Varianten
Schmarrn (ugs.):
geschmacklose oder minderwertige Ware
süddeutsch, österreichisch: Gericht aus der bayrisch-österreichischen Küche; meist süß, es gibt aber auch deftige Varianten
Schmonzes (ugs.):
belangloses, leeres Gerede; Vortäuschungen; Worte, die ergreifen und gefügig stimmen sollen
unnützes Zeug; wertloses Zeug; Kitsch
Schmu (ugs.):
umgangssprachlich: etwas nicht ganz Korrektes; verhältnismäßig harmlose Schwindelei; leichter, kleiner Betrug
Schwachfug (derb)
Schwachsinn (ugs.):
etwas Unsinniges
Geistige Behinderung: Intelligenzquotient von unter 70
Sottise(n) (geh., franz.):
abfällige, stichelnde, verletzende Bemerkung
Dummheit
Stuss (ugs.):
umgangssprachlich, abwertend: etwas, das (ärgerlicherweise) unsinnig geäußert oder getan wurde; etwas Unsinniges, Sinnloses, Törichtes
Tinnef (ugs.):
umgangssprachlich, abwertend: etwas Unsinniges, Sinnloses, Törichtes
umgangssprachlich, abwertend: nutzloses Zeug
Unfug:
unsinniger oder ungehöriger Zustand; unsinnige oder ungehörige Handlung
Unsinn (Hauptform):
etwas, das keinen Sinn hat
unüberlegte Handlung
(das) Rumlärmen (ugs.)
Affentheater (ugs.):
in einem bestimmten Kontext als sinnlos, lästig, albern empfundenes Tun
Affenzirkus (ugs.):
in einem bestimmten Kontext als sinnlos, lästig, albern empfundenes Tun
Gelärm
Gelärme
Herumlärmen
Lärmerei
Zirkus (ugs.):
großes Zelt oder Gebäude, in dem Tierdressuren und Ähnliches gezeigt werden
in der römischen Antike: kreisförmige Rennbahn
Blabla (ugs.):
abwertend: leeres Gerede, Nichtssagendes, aber trotzdem oft eine anspruchsvoll klingende Äußerung
Blaschwafel (ugs.)
(sinnloses) Gelaber (ugs.):
seichtes Gerede oder unüberlegt Dahergesagtes
(endloses) Gerede:
abfälliges Reden
sinnloses Reden
Hickhack (ugs.):
überflüssiger, entnervender Streit
Hin-und-her-Gerede
(großes) Palaver:
endlos scheinendes, meist ergebnisloses Gespräch, Debatte, Verhandlung
gerichtliche oder religiöse Versammlung
Schwadronade
Schwafelei (ugs.)

Sinnverwandte Wörter

Kud­del­mud­del:
chaotischer, ungeordneter Zustand

Beispielsätze

Mach nicht so einen Heckmeck!

Praktische Beispiele aus der Medienlandschaft

  • Parteitag der Schweizer Sozialdemokraten zwischen Heckmeck und »Wirtschaftsdemokratie«

  • Damals ein einziges Heckmeck gegen die Polizeiverordnung, weil sie ohne Konzession tanzte.

  • Zum "Heckmeck in Mecklenbeck", wie studentischer Frohsinn im Münsteraner Studentenwohnheim hieß, kam Middelhoff gerne und im Cabrio.

Übersetzungen

  • Französisch:
    • baratin (männlich)
    • chichis (männlich)
  • Katalanisch: gatzara (weiblich)
  • Kroatisch:
    • vreva (weiblich)
    • gungula (weiblich)
    • besmislica (weiblich)
  • Niederländisch: soesa (männlich)
  • Schwedisch:
    • spektakel
    • väsen
    • rabalder
  • Tschechisch:
    • povyk (männlich)
    • bugr (männlich)
    • tóčo (sächlich)

Wortaufbau

Das zweisilbige Substantiv Heck­meck be­steht aus acht Buch­sta­ben und setzt sich wie folgt zu­sammen: 2 × C, 2 × E, 2 × K, 1 × H & 1 × M

  • Vokale: 2 × E
  • Konsonanten: 2 × C, 2 × K, 1 × H, 1 × M

Eine Worttrennung ist nach dem ers­ten K mög­lich. Im Plu­ral Heck­mecks an glei­cher Stelle.

Das Alphagramm von Heck­meck lautet: CCEEHKKM

Buchstabiertafel

Entsprechend der deut­schen Buch­sta­bier­ta­fel für Wirt­schaft und Ver­wal­tung (DIN 5009:​2022-06) wird das Wort fol­gen­der­maßen buch­sta­biert:

  1. Ham­burg
  2. Essen
  3. Chem­nitz
  4. Köln
  5. Mün­chen
  6. Essen
  7. Chem­nitz
  8. Köln

In Deutschland ebenfalls ge­läufig ist die Buch­sta­bie­rung nach dem pos­ta­li­schen Buch­sta­bier­al­pha­bet von 1950:

  1. Hein­reich
  2. Emil
  3. Cäsar
  4. Kauf­mann
  5. Martha
  6. Emil
  7. Cäsar
  8. Kauf­mann

International ist das eng­lischs­spra­chige ICAO-Alpha­bet (kein „ẞ“ und keine Umlaute) an­er­kannt:

  1. Hotel
  2. Echo
  3. Char­lie
  4. Kilo
  5. Mike
  6. Echo
  7. Char­lie
  8. Kilo

Heute vorwiegend nur noch als Funk­feuer in der Luft- und Schiff­fahrt ge­bräuch­lich ist der Mor­se­code (auch Mor­se­al­pha­bet oder Mor­se­zei­chen genannt):

  1. ▄ ▄ ▄ ▄
  2. ▄▄▄▄ ▄ ▄▄▄▄ ▄
  3. ▄▄▄▄ ▄ ▄▄▄▄
  4. ▄▄▄▄ ▄▄▄▄
  5. ▄▄▄▄ ▄ ▄▄▄▄ ▄
  6. ▄▄▄▄ ▄ ▄▄▄▄

Scrabble

Beim Scrabble gibt es 23 Punkte für das Wort Heck­meck (Sin­gu­lar) bzw. 24 Punkte für Heck­mecks (Plural).

Heckmeck

Bitte je­doch stets das offi­zielle Scrabble-Regel­werk (z. B. zu Vor- und Nach­silben) beachten!

Worthäufigkeit

Das Nomen Heck­meck kam im letz­ten Jahr sel­ten in deutsch­spra­chi­gen Tex­ten vor. Die Wort­häu­fig­keit ist un­ge­fähr gleich­blei­bend. Dies hat eine Aus­wer­tung meh­re­rer Mil­lio­nen Bei­spiel­sätze ergeben.

Quellen:
  1. [Allgemeine Datenbasis] Wiktionary-Autoren: Heckmeck. In: Wiktionary – Das freie Wörterbuch, 2022, [online] de.wiktionary.org, CC BY-SA 3.0
  2. [Thesaurus] OpenThesaurus-User: Heckmeck. In: OpenThesaurus – Das freie Wörterbuch für Synonyme, 2023, [online] openthesaurus.de, CC BY-SA 4.0
  3. [Newskorpus] D. Goldhahn, T. Eckart & U. Quasthoff: Building Large Monolingual Dictionaries at the Leipzig Corpora Collection: From 100 to 200 Languages. In: Proceedings of the 8th International Language Resources and Evaluation (LREC'12), 2012, CC BY 4.0
  1. jungewelt.de, 05.12.2016
  2. sz, 09.02.2002
  3. Berliner Zeitung 1998