Nutzen

Substantiv (Nomen), maskulin (männlich)

 ➠ siehe auch: nut­zen (Verb)

Aussprache

Lautschrift (IPA):[ ˈnʊt͡sn̩ ]

Silbentrennung

Nutzen (Einzahl/Mehrzahl)

Definition bzw. Bedeutung

  • Anordnung bzw. Anzahl normalerweise identischer Einzelexemplare auf einem Basismaterial

  • Vorteil, den man aus dem Gebrauch einer Sache zieht

Deklination (Fälle)

SingularPlural
Nominativder Nutzendie Nutzen
Genitivdes Nutzensder Nutzen
Dativdem Nutzenden Nutzen
Akkusativden Nutzendie Nutzen

Anderes Wort für Nut­zen (Synonyme)

Gebrauchsfähigkeit
Nützlichkeit:
Eigenschaft, von Nutzen zu sein; häufig oder in einer wichtigen Situation benutzbar zu sein
Utilität (geh.)
Benefit (fachspr.):
positiver Ertrag, erzielter Gewinn
Gewinn:
Erlös oder Sachwert aus Spiel, Wetten, Lotto und Ähnlichem
Ertrag eines Unternehmens nach Abzug der Kosten
Nutzeffekt
Plus:
ein Pluszeichen
ohne Plural: erreichter und eventuell sogar unerwarteter Überschuss
Pluspunkt:
etwas, das jemandem positiv/als Verdienst angerechnet wird
positiver Aspekt
Vorteil:
im Mannschaftssport eine bestimmte Situation zugunsten einer beteiligten Mannschaft
positiver Aspekt oder Effekt einer Sache
Vorzug:
der Weg, den das Abzugszüngel bis zum Erreichen des Druckpunktes zurücklegt
ein Vorrecht oder eine Vergünstigung besitzen
Sinn:
bestimmte physiologische Fähigkeit zur Wahrnehmung von etwas
die Bedeutungen und Vorstellungen, die sich mit einem sprachlichen Ausdruck verbinden
Sinn der Sache (ugs.)
Sinn und Zweck
Sinnhaftigkeit (geh.):
Eigenschaft, sinnvoll zu sein
Ziel:
Ausrichtung oder Endpunkt einer Bestrebung
Objekt, das von einem Geschoss getroffen werden soll
Zweck:
kein Plural: Sinn oder Beweggrund, den eine Handlung, ein Vorgang oder eine andere Maßnahme haben soll
meistens im Plural: die Art der Verwendung, die für etwas Bestimmtes vorgesehen ist
Zweckhaftigkeit

Gegenteil von Nut­zen (Antonyme)

Nach­teil:
negative oder unerwünschte Folge oder negativer Nebeneffekt, zum Beispiel einer Lösung, eines Vorgehens, einer Überlegung
Nutz­lo­sig­keit:
Zustand, ohne Nutzen zu sein/zu nichts gut zu sein

Beispielsätze

  • Man hatte auf einem Druckbogen vier Nutzen untergebracht, so dass der Platz gut genutzt wurde.

  • Der Nutzen dieses Programms liegt in der Flexibilität und den vielen Erweiterungen.

  • Der Nutzen besteht aus 255 Einzelbauteilen.

  • In diesem Verein wird das Geld noch den größten Nutzen stiften.

  • Der Staatsdienst muß zum Nutzen derer geführt werden, die ihm anvertraut sind, nicht zum Nutzen derer, denen er anvertraut ist.

  • Lesen ist von großem Nutzen.

  • Dieses Buch wird euch bestimmt von großem Nutzen sein.

  • Dieses Buch wird dir bestimmt von großem Nutzen sein.

  • Nutzen Sie Ihre Zeit mit Bedacht.

  • Ich bin niemandem von Nutzen.

  • Menschen machen manchmal etwas, was keinen Nutzen hat.

  • Du hast keinen Nutzen mehr.

  • Französischkenntnisse könnten von Nutzen sein.

  • Ein wunderschönes Buch, doch von geringem Nutzen für den, der nicht lesen kann.

  • Aufgeschriebenes Wissen ist von Nutzen.

  • „Mit diesem Esperanto, das allein dem Kommerz und individuellem Nutzen dienen soll, haben wir nichts gemein.«

  • Findet ihr, dass es ohne Nutzen ist, wenn ich englische Sätze mit derselben Bedeutung beitrage, und dass ich dies unterlassen sollte?

  • Nutzen Sie die Möglichkeit mitzuentscheiden!

  • Nutzen Sie die Gelegenheit, um ihr zu danken.

  • Hast du einen Nutzen davon, wenn du diese Arbeit erledigst?

Praktische Beispiele aus der Medienlandschaft

  • Aber Alexa und die anderen Assistenten haben ihre Nische und ihren Nutzen gefunden.

  • Angesichts der Rückschläge an der Front hätten sie sich auf Angriffe verlegt, von denen kein unmittelbarer militärischer Nutzen ausgehe.

  • Aber gerade über den Nutzen von Masken wurde auch lange erbittert gestritten.

  • Aber weil der Kontakt zu den Bewohnern doch recht eng wäre, schätzt er das Risiko grösser ein als den Nutzen.

  • Also, was ist der Nutzen in diesem schrägen Konzept, das wohl nur den Gastgebern nützt und die Umwelt belastet?

  • Aber der Nutzen dieser Ausgaben zeigt sich bereits.

  • Aber auch für die, die in der Hinrunde lange verletzt waren, wäre eine längere Pause von Nutzen", sagt Heynckes.

  • Also wäre es doch mal angesagt zu fragen, was ist denn das für ein Nutzen?

  • Aber wenn es kaum Beweise für den Nutzen gibt und die Firmen sich selbst damit eher schaden – warum wird es dann trotzdem so oft getan?

  • Aber allein in der Ergebnisqualität erschöpft sich der Nutzen von Projekten sicher nicht.

  • Aktionärsvertreter Hans-Martin Buhlmann nahm es von der humorvollen Seite: "Das ist eine Farce mit Nutzen, immerhin gibt es Wasser."

  • Nutzen will die Firma dazu japanische Technologie.

  • Aber vom Staat bezahlte V-Leute, die ja selbst Extremisten sind, richten oft mehr Schaden an, als sie Nutzen bringen.

  • Denn es bot anfangs mehr Versprechen als praktischen Nutzen: Es gab schlicht keine Programme, die Windows unterstützten.

  • Der Nutzen dieser Maßnahme sei bisher nicht ausreichend in Studien nachgewiesen.

Häufige Wortkombinationen

  • Nutzen stiften

Wortbildungen

Übergeordnete Begriffe

Untergeordnete Begriffe

Übersetzungen

Was reimt sich auf Nut­zen?

Wortaufbau

Das zweisilbige Substantiv Nut­zen be­steht aus sechs Buch­sta­ben und setzt sich wie folgt zu­sammen: 2 × N, 1 × E, 1 × T, 1 × U & 1 × Z

  • Vokale: 1 × E, 1 × U
  • Konsonanten: 2 × N, 1 × T, 1 × Z

Eine Worttrennung ist nach dem T mög­lich.

Das Alphagramm von Nut­zen lautet: ENNTUZ

Buchstabiertafel

Entsprechend der deut­schen Buch­sta­bier­ta­fel für Wirt­schaft und Ver­wal­tung (DIN 5009:​2022-06) wird das Wort fol­gen­der­maßen buch­sta­biert:

  1. Nürn­berg
  2. Unna
  3. Tü­bin­gen
  4. Zwickau
  5. Essen
  6. Nürn­berg

In Deutschland ebenfalls ge­läufig ist die Buch­sta­bie­rung nach dem pos­ta­li­schen Buch­sta­bier­al­pha­bet von 1950:

  1. Nord­pol
  2. Ulrich
  3. Theo­dor
  4. Zacharias
  5. Emil
  6. Nord­pol

International ist das eng­lischs­spra­chige ICAO-Alpha­bet (kein „ẞ“ und keine Umlaute) an­er­kannt:

  1. Novem­ber
  2. Uni­form
  3. Tango
  4. Zulu
  5. Echo
  6. Novem­ber

Heute vorwiegend nur noch als Funk­feuer in der Luft- und Schiff­fahrt ge­bräuch­lich ist der Mor­se­code (auch Mor­se­al­pha­bet oder Mor­se­zei­chen genannt):

  1. ▄▄▄▄ ▄
  2. ▄ ▄ ▄▄▄▄
  3. ▄▄▄▄
  4. ▄▄▄▄ ▄▄▄▄ ▄ ▄
  5. ▄▄▄▄ ▄

Scrabble

Beim Scrabble gibt es 8 Punkte für das Wort.

Nutzen

Bitte je­doch stets das offi­zielle Scrabble-Regel­werk (z. B. zu Vor- und Nach­silben) beachten!

Worthäufigkeit

Das Nomen Nut­zen ent­spricht dem Sprach­niveau C1 (Sprach­ni­veau­stu­fen nach dem Ge­mein­sa­men euro­pä­ischen Re­fe­renz­rah­men für Sprachen ) und kam im letz­ten Jahr häu­fig in deutsch­spra­chi­gen Tex­ten vor. Die Wort­häu­fig­keit ist un­ge­fähr gleich­blei­bend. Dies hat eine Aus­wer­tung meh­re­rer Mil­lio­nen Bei­spiel­sätze ergeben.

Vorkommnisse im Sprachwörterbuch

aus­nut­zen:
etwas ausnutzen: Vorteil oder Nutzen aus etwas ziehen
die­nen:
einer Sache von Nutzen sein
er­gie­big:
viel, großen Nutzen bringend
Lüf­tungs­ef­fi­zi­enz:
Wirtschaftlichkeit (die sich aus dem Verhältnis zwischen Nutzen und Aufwand ergibt) wenn die Raumluft von einer Lüftungsanlage ausgetauscht wird
Mehr­wert:
zusätzlicher (ökonomischer, finanzieller) Nutzen
Nutz:
Vorteil, den man aus dem Gebrauch einer Sache zieht; Nutzen
Nutz­wert:
Wirtschaft: der Nutzen oder die Nützlichkeit, die eine Ware für den jeweiligen Nutzer hat
Re­zi­pi­ent:
Linguistik, speziell in der Kasusgrammatik: Begriff für die semantische Rolle desjenigen, der Nutzen oder Schaden von einer Handlung hat
Tou­ris­ten­fal­le:
Ort, Betrieb oder Einrichtung, in der unbedarfte Touristen dazu verleitet werden, für Dienstleistungen mit überhöhten Preisen zu bezahlen oder Geld für Gegenstände von geringem Nutzen oder Wert auszugeben.
wert­voll:
einen Nutzen habend

Buchtitel

  • Die Insekten nach ihrem Schaden und Nutzen Ernst Ludwig Taschenberg | ISBN: 978-3-38652-796-5
  • Nutzen Sie Ihr zweites Gehirn Tiago Forte | ISBN: 978-3-86881-920-5
  • Quantifizierung des Nutzens der Immersion für die Verfahrensschulung Ajith Sowndararajan | ISBN: 978-6-20739-281-0
  • Vom Nutzen der Feindschaft Wilhelm Schmid | ISBN: 978-3-45820-509-8
  • Was wichtig ist. Vom Nutzen des Scheiterns und der Kraft der Fantasie J. K. Rowling | ISBN: 978-3-55158-777-0

Film- & Serientitel

  • Lebensraum Kopfbaum: Vom nachhaltigen Nutzen des Baumschnitts (Doku, 2017)
Quellen:
  1. [Allgemeine Datenbasis] Wiktionary-Autoren: Nutzen. In: Wiktionary – Das freie Wörterbuch, 2023, [online] de.wiktionary.org, CC BY-SA 3.0
  2. [Thesaurus] OpenThesaurus-User: Nutzen. In: OpenThesaurus – Das freie Wörterbuch für Synonyme, 2024, [online] openthesaurus.de, CC BY-SA 4.0
  3. [erweiterte Beispielsätze] User-generated content: Satz-Nr. 2167780, 12420741, 12407227, 12407226, 12393791, 12278981, 12091551, 10558900, 10138647, 9207581, 9037670, 8683687, 8607274, 7873134, 7729014 & 7093137. In: tatoeba.org, CC BY 2.0 FR
  4. [Newskorpus] D. Goldhahn, T. Eckart & U. Quasthoff: Building Large Monolingual Dictionaries at the Leipzig Corpora Collection: From 100 to 200 Languages. In: Proceedings of the 8th International Language Resources and Evaluation (LREC'12), 2012, CC BY 4.0
  5. [Filme & Serien] Vgl. Internet Movie Database (IMDb), imdb.com
  1. heise.de, 11.02.2023
  2. brf.be, 18.09.2022
  3. n-tv.de, 27.01.2021
  4. solothurnerzeitung.ch, 08.09.2020
  5. zeit.de, 03.08.2019
  6. focus.de, 29.09.2018
  7. rp-online.de, 25.12.2017
  8. schwerin-news.de, 11.08.2016
  9. fr-online.de, 05.09.2015
  10. computerwoche.de, 28.07.2014
  11. feedsportal.com, 12.04.2013
  12. zeit.de, 13.06.2012
  13. finanznachrichten.de, 18.11.2011
  14. heute.de, 20.11.2010
  15. aerztezeitung.de, 18.11.2009
  16. feedsportal.com, 02.07.2008
  17. tagesspiegel.de, 20.10.2007
  18. berlinonline.de, 13.01.2006
  19. fr-aktuell.de, 10.08.2005
  20. abendblatt.de, 26.03.2004
  21. berlinonline.de, 04.11.2003
  22. f-r.de, 15.10.2002
  23. DIE WELT 2001
  24. Berliner Zeitung 2000
  25. Die Zeit (19/1998)
  26. Welt 1997
  27. Die Zeit 1996
  28. Die Zeit 1995