Ganeff

Substantiv (Nomen), maskulin (männlich)

Aussprache

Lautschrift (IPA):[ ˈɡanɛf ]

Silbentrennung

Einzahl:Ganeff
Mehrzahl:Ganeffe / Ganeffs

Definition bzw. Bedeutung

Jemand, der andere betrügt und/oder schwere Straftaten begeht; jemand, der der Unterwelt angehört.

Begriffsursprung

Seit dem 19. Jahrhundert bezeugt; Entlehnung aus dem Rotwelschen, wo es seit dem 18. Jahrhundert bezeugt ist, dessen Verb genffen „stehlen“ jedoch schon seit dem frühen 16. Jahrhundert nachweisbar ist; das rotwelsche Wort wiederum entstammt dem Westjiddischen b=Dieb, das seinerseits auf das gleichbedeutende Hebräisch d-heb=gannāv zurückgeht; dasselbe Wort ergibt aus seiner westjiddischen Pluralform d-yid=ganovim das Wort Ganove

Deklination (Fälle)

SingularPlural
Nominativder Ganeffdie Ganeffe/​Ganeffs
Genitivdes Ganeffsder Ganeffe/​Ganeffs
Dativdem Ganeffden Ganeffen/​Ganeffs
Akkusativden Ganeffdie Ganeffe/​Ganeffs

Anderes Wort für Ga­neff (Synonyme)

Ganove:
umgangssprachlich abwertend: jemand, der andere betrügt und/oder schwere Straftaten begeht; jemand, der der Unterwelt angehört
Gauner:
eine Person, die auf Kosten eines anderen versucht, sich durch Betrug einen Vorteil zu verschaffen, in dem die Unwissenheit bzw. Unaufmerksamkeit des anderen ausgenutzt wird
umgangssprachlich, im weitesten Sinne: schlauer, durchtriebener Mensch
kleiner Fisch (ugs., fig.)
Kleinkrimineller (Hauptform):
Krimineller, der nur kleinere Delikte begeht
Schlawack (ugs.)
Schlawuzi (ugs., bayr.)
Strauchdieb (veraltet):
heruntergekommene Person, die aus einem Versteck heraus kriminell aktiv wird

Sinnverwandte Wörter

Ban­dit:
Verbrecher, Straßenräuber, der meist einer kriminellen Gruppe angehört
Bau­ern­fän­ger:
jemand, der die mangelnde Erfahrung und Vertrauensseligkeit anderer zum Betrug ausnutzt und daher auch mit plumpen Mitteln erfolgreich ist; ursprünglich jemand, der Unerfahrene, besonders solche vom Lande, zum Glücksspiel verleitet und dabei übervorteilt
Be­trü­ger:
Person, die andere täuscht, um sich einen Vorteil zu verschaffen; jemand, der betrügt
Dieb:
Buckelkäfer; (Gibbium psylloides)
Dekanter
Gangs­ter:
Mitglied einer Verbrecherbande
Ha­lun­ke:
kleiner frecher Junge
Hoch­stap­ler:
derb: Angeber
eine Person, die bewusst (mit oder ohne betrügerische Absicht) vorgibt, eine Person höheren Ansehens (meist akademischer Grad) zu sein, um persönliche Vorteile daraus zu ziehen
Lump:
gemeiner Mensch, Mensch mit schlechtem Charakter
Preller
Schar­la­tan:
Betrüger, Schwindler, der besonderes Wissen, magische Fähigkeiten oder übernatürliche Gaben zu besitzen vorgibt
Schur­ke:
jemand, der moralisch verwerflich handelt
Schwind­ler:
jemand, der lügt, täuscht, blufft oder betrügt
Un­ter­welt­ler:
Person, die zur Unterwelt gehört
Ver­bre­cher:
allgemeiner Sprachgebrauch: jemand, der [ein] Verbrechen begeht oder begangen hat

Gegenteil von Ga­neff (Antonyme)

Eh­ren­mann:
Mann, den eine ehrenhafte Gesinnung und Handlungsweise auszeichnet und auf dessen Wort man sich verlassen kann
Wohl­tä­ter:
jemand, der gutes tut

Häufige Wortkombinationen

  • einen Ganeff festnehmen

Übergeordnete Begriffe

Übersetzungen

Anagramme

Wortaufbau

Das zweisilbige Substantiv Ga­neff be­steht aus sechs Buch­sta­ben und setzt sich wie folgt zu­sammen: 2 × F, 1 × A, 1 × E, 1 × G & 1 × N

  • Vokale: 1 × A, 1 × E
  • Konsonanten: 2 × F, 1 × G, 1 × N

Eine Worttrennung ist nach dem A mög­lich. Im Plu­ral Ga­nef­fe zu­dem nach dem ers­ten F.

Das Alphagramm von Ga­neff lautet: AEFFGN

Buchstabiertafel

Entsprechend der deut­schen Buch­sta­bier­ta­fel für Wirt­schaft und Ver­wal­tung (DIN 5009:​2022-06) wird das Wort fol­gen­der­maßen buch­sta­biert:

  1. Gos­lar
  2. Aachen
  3. Nürn­berg
  4. Essen
  5. Frank­furt
  6. Frank­furt

In Deutschland ebenfalls ge­läufig ist die Buch­sta­bie­rung nach dem pos­ta­li­schen Buch­sta­bier­al­pha­bet von 1950:

  1. Gus­tav
  2. Anton
  3. Nord­pol
  4. Emil
  5. Fried­rich
  6. Fried­rich

International ist das eng­lischs­spra­chige ICAO-Alpha­bet (kein „ẞ“ und keine Umlaute) an­er­kannt:

  1. Golf
  2. Alfa
  3. Novem­ber
  4. Echo
  5. Fox­trot
  6. Fox­trot

Heute vorwiegend nur noch als Funk­feuer in der Luft- und Schiff­fahrt ge­bräuch­lich ist der Mor­se­code (auch Mor­se­al­pha­bet oder Mor­se­zei­chen genannt):

  1. ▄▄▄▄ ▄▄▄▄ ▄
  2. ▄ ▄▄▄▄
  3. ▄▄▄▄ ▄
  4. ▄ ▄ ▄▄▄▄ ▄
  5. ▄ ▄ ▄▄▄▄ ▄

Scrabble

Beim Scrabble gibt es 13 Punkte für das Wort Ga­neff (Sin­gu­lar) bzw. 14 Punkte für Ga­nef­fe oder Ga­neffs (Plural).

Ganeff

Bitte je­doch stets das offi­zielle Scrabble-Regel­werk (z. B. zu Vor- und Nach­silben) beachten!

Worthäufigkeit

Das Nomen Ga­neff kam im letz­ten Jahr äußerst sel­ten in deutsch­spra­chi­gen Tex­ten vor. Dies hat eine Aus­wer­tung meh­re­rer Mil­lio­nen Bei­spiel­sätze ergeben.

Quellen:
  1. [Allgemeine Datenbasis] Wiktionary-Autoren: Ganeff. In: Wiktionary – Das freie Wörterbuch, 2023, [online] de.wiktionary.org, CC BY-SA 3.0
  2. [Thesaurus] OpenThesaurus-User: Ganeff. In: OpenThesaurus – Das freie Wörterbuch für Synonyme, 2023, [online] openthesaurus.de, CC BY-SA 4.0
  1. Friedrich Kluge, bearbeitet von Elmar Seebold: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. 24., durchgesehene und erweiterte Auflage. Walter de Gruyter, Berlin/New York 2001, ISBN 978-3-11-017473-1, DNB 965096742