zerebral

Adjektiv (Wiewort)

Aussprache

Lautschrift (IPA): [t͡seʁeˈbʁaːl]

Silbentrennung

zerebral

Definition bzw. Bedeutung

Begriffsursprung

Abgeleitet von lateinisch cerebrum „Gehirn“

Anderes Wort für ze­re­b­ral (Synonyme)

Gehirn-
geistig:
Alkohol enthaltend
den menschlichen Geist, die Gedanken betreffend
intellektuell:
den Geist/Intellekt/Verstand betreffend
kakuminal
retroflex
seelisch:
die Seele, die innere Verfassung des Menschen betreffend

Gegenteil von ze­re­b­ral (Antonyme)

ab­do­mi­nal:
den Bauch des Menschen betreffend
den Hinterleib des Insekts betreffend
al­ve­o­lar:
Linguistik: mit Zunge und Alveolen (Zahndamm) gebildet
alveolopalatal
anal:
zum After gehörend, den After betreffend
bi­la­bi­al:
mit beiden Lippen gebildet
bra­chi­al:
bildungssprachlich: rohe körperliche Gewalt einsetzend, handgreiflich
keine Steigerung, Anatomie: zum Oberarm gehörig, den Arm betreffend
bron­chi­al:
die Bronchien betreffend, zu den Bronchien gehörend
den­tal:
Anatomie: zu den Zähnen gehörig, die Zähne betreffend
Linguistik: mit Zunge und (oberen) Zähnen gebildet
der­mal:
die Haut betreffend, von der Haut abstammend, an der Haut liegend
dermatisch
dor­sal:
Anatomie: die Rückseite eines Organs oder Körperteils betreffend
Linguistik: Artikulation von Lauten mit dem Zungenrücken
gas­t­ral:
Anatomie: den Magen betreffend, zum Magen gehörend
gas­t­ro­en­te­risch:
Magen und Darm betreffend
gas­t­ro­in­tes­ti­nal:
Anatomie: Magen und Darm betreffend
ge­fühls­be­tont:
von Gefühlen geleitet
ge­fühls­mä­ßig:
nicht dem Verstand, sondern inneren Emotionen folgend
glot­tal:
Linguistik: an der Glottis (= Stimmritze) gebildet
he­pa­tisch:
zur Leber gehörend, die Leber betreffend
in­tes­ti­nal:
zum Darmkanal gehörend
kar­dio­vas­ku­lär:
das Herz und die Gefäße betreffend
Ko­hy­p­o­nym:
Linguistik: eines von mehreren Hyponymen des gleichen Hyperonyms (also einer von mehreren Unterbegriffen zu demselben Oberbegriff)
ko­ro­nar:
die Herzkranzgefäße betreffend, zu den Herzkranzgefäßen gehörend
la­bi­al:
die Lippen betreffend
mit Beteiligung der Lippen gebildet
la­bio­den­tal:
Linguistik: mit (Unter-)Lippe und (oberen) Zähnen gebildet
labiovelar
lym­pha­tisch:
zum Lymphsystem gehörig, das Lymphsystem betreffend
mus­ku­lär:
Anatomie: zu den Muskeln gehörig, die Muskulatur betreffend
na­sal:
Artikulationsweise von Nasalkonsonanten und Nasalvokalen, bei der der Luftstrom ganz oder teilweise über den Nasenraum entweicht
die Nase (Nasus) betreffend; via Nase
öso­pha­gisch:
die Speiseröhre (Ösophagus) betreffend; zur Speiseröhre gehörend
oku­lar:
Medizin: das Auge betreffend
ok­zi­pi­tal:
Lagebezeichnung am Hinterhaupt gelegen; sich auf das Hinterhaupt beziehend
oph­thal­misch:
Anatomie: zum Auge gehörend, das Auge betreffend
oral:
den Mund betreffend; mit dem Mund
ein artikulatorisches Merkmal, das diejenigen Laute auszeichnet, bei denen der Luftstrom nur durch den Mundraum und nicht durch den Nasenraum geführt wird
or­bi­tal:
den Orbit betreffend, im Orbit befindlich
die Augenhöhle (Orbita) betreffend, zur Augenhöhle gehörend
ova­ri­al:
den Eierstock (das Ovarium) betreffend
pa­la­tal:
Linguistik: mit Zunge und Palatum (harter Gaumen) gebildet
palpebral
pa­ri­e­tal:
Anatomie, Lagebezeichnung, allgemein: nach der Körper- oder Organwand hingelegen, zur Körper- oder Organwand gehörend
Anatomie, Lagebezeichnung, im Bereich des Kopfes: zum Scheitelbein gehörig (das Scheitelbein bildet in gewisser Weise eine „Wand“ des Schädels)
pharyngal
post­al­ve­o­lar:
Linguistik: hinter den Alveolen, dem (Zahndamm) gebildet
rek­tal:
Medizin: zum Mastdarm zugehörig; durch den Mastdarm; über den Mastdarm
re­nal:
Anatomie: die Nieren betreffend, zur Niere gehörig
spi­nal:
Anatomie: die Wirbelsäule, das Rückenmark betreffend
tem­po­ral:
Anatomie der Säugetiere: den Temporallappen betreffend, zum Temporallappen gehörig
Anatomie, Lagebezeichnung: schläfenwärts gelegen
uvu­lar:
Linguistik: an der Uvula (Zäpfchen) gebildet
va­gi­nal:
die Vagina betreffend
vas­ku­lär:
zu den (kleinen) Blutgefäßen gehörend oder von ihnen ausgehend, allgemein diese betreffend
vas­ku­lar:
die (Blut-)Gefäße betreffend
ve­lar:
Linguistik: mit dem hinteren Teil der Zunge am Velum (= weicher Gaumen) gebildet
ver­te­b­ral:
die Wirbel, die Wirbelsäule betreffend; zu Wirbeln, der Wirbelsäule gehörend; aus Wirbeln bestehend
zerebellar

Beispielsätze

Retroflexe Konsonanten werden speziell in der Indologie auch zerebrale Konsonanten genannt.

Praktische Beispiele aus der Medienlandschaft

  • Nur ein Beispiel von vielen: Der elfjährige Ali hat zerebrale Lähmung.

  • Im Wissen um diese zerebrale Qualität gab Kraftwerk optischen Bildern von Anbeginn so viel Gewicht wie ihren musikalischen Szenerien.

  • Zeichen für eine schwere Beeinträchtigung waren beispielsweise Blindheit oder eine zerebrale Lähmung.

  • Am liebsten aber würde dieser Mann nur denken, sich ganz in zerebrale Energie verwandeln.

  • Dahinter steht ein Prinzip, das man als zerebralen Realismus bezeichnen kann.

  • Eine neu entdeckte Krankheit ist ein heilbares Erbleiden, wurde aber bisher immer als unheilbare zerebrale Kinderlähmung diagnostiziert.

  • Doch auch kopflos bewegt sich Greco durch den Raum, so als wäre die zerebrale Schalt-und Kommandozentrale außer Kraft gesetzt.

Häufige Wortkombinationen

  • zerebrale Blutung, Durchblutungsstörung, Dysfunktion, Herdstörungen, Herniation, Hyperperfusionssyndrom, Hypoxämie, Kinderlähmung, Sprechstörung, Vaskulitis; zerebrales Aneurysma, Anfallsleiden, Erbrechen, Fieber, Hämatom, Kavernom, Lymphom, Ödem, Residualsyndrom; zerebraler Insult

Wortbildungen

Übergeordnete Begriffe

Übersetzungen

Was reimt sich auf ze­re­b­ral?

Wortaufbau

Das viersilbige Adjektiv ze­re­b­ral be­steht aus acht Buch­sta­ben und setzt sich wie folgt zu­sammen: 2 × E, 2 × R, 1 × A, 1 × B, 1 × L & 1 × Z

  • Vokale: 2 × E, 1 × A
  • Konsonanten: 2 × R, 1 × B, 1 × L, 1 × Z

Eine Worttrennung ist nach dem ers­ten E, zwei­ten E und B mög­lich.

Das Alphagramm von ze­re­b­ral lautet: ABEELRRZ

Buchstabiertafel

Entsprechend der deut­schen Buch­sta­bier­ta­fel für Wirt­schaft und Ver­wal­tung (DIN 5009:​2022-06) wird das Wort fol­gen­der­maßen buch­sta­biert:

  1. Zwickau
  2. Essen
  3. Ros­tock
  4. Essen
  5. Ber­lin
  6. Ros­tock
  7. Aachen
  8. Leip­zig

In Deutschland ebenfalls ge­läufig ist die Buch­sta­bie­rung nach dem pos­ta­li­schen Buch­sta­bier­al­pha­bet von 1950:

  1. Zacharias
  2. Emil
  3. Richard
  4. Emil
  5. Berta
  6. Richard
  7. Anton
  8. Lud­wig

International ist das eng­lischs­spra­chige ICAO-Alpha­bet (kein „ẞ“ und keine Umlaute) an­er­kannt:

  1. Zulu
  2. Echo
  3. Romeo
  4. Echo
  5. Bravo
  6. Romeo
  7. Alfa
  8. Lima

Heute vorwiegend nur noch als Funk­feuer in der Luft- und Schiff­fahrt ge­bräuch­lich ist der Mor­se­code (auch Mor­se­al­pha­bet oder Mor­se­zei­chen genannt):

  1. ▄▄▄▄ ▄▄▄▄ ▄ ▄
  2. ▄ ▄▄▄▄ ▄
  3. ▄▄▄▄ ▄ ▄ ▄
  4. ▄ ▄▄▄▄ ▄
  5. ▄ ▄▄▄▄
  6. ▄ ▄▄▄▄ ▄ ▄

Scrabble

Beim Scrabble gibt es 13 Punkte für das Wort.

zerebral

Bitte je­doch stets das offi­zielle Scrabble-Regel­werk (z. B. zu Vor- und Nach­silben) beachten!

Worthäufigkeit

Das Wie­wort ze­re­b­ral kam im letz­ten Jahr äußerst sel­ten in deutsch­spra­chi­gen Tex­ten vor. Dies hat eine Aus­wer­tung meh­re­rer Mil­lio­nen Bei­spiel­sätze ergeben.

Quellen:
  1. [Allgemeine Datenbasis] Wiktionary-Autoren: zerebral. In: Wiktionary – Das freie Wörterbuch, 2022, [online] de.wiktionary.org, CC BY-SA 3.0
  2. [Thesaurus] OpenThesaurus-User: zerebral. In: OpenThesaurus – Das freie Wörterbuch für Synonyme, 2023, [online] openthesaurus.de, CC BY-SA 4.0
  3. [Newskorpus] D. Goldhahn, T. Eckart & U. Quasthoff: Building Large Monolingual Dictionaries at the Leipzig Corpora Collection: From 100 to 200 Languages. In: Proceedings of the 8th International Language Resources and Evaluation (LREC'12), 2012, CC BY 4.0
  1. Brockhaus: Kleines Konversations-Lexikon
  2. bo.de, 30.12.2022
  3. tagesspiegel.feedsportal.com, 09.01.2015
  4. aerzteblatt.de, 20.06.2012
  5. faz.net, 25.07.2011
  6. sz, 07.11.2001
  7. DLF - aus Naturwissenschaft und Technik 1998
  8. Tagesspiegel 1998