strafen

Verb (Tunwort)

Aussprache

Lautschrift (IPA):[ ˈʃtʁaːfn̩ ]

Silbentrennung

strafen

Definition bzw. Bedeutung

Eine unangenehme Erfahrung machen lassen, als Folge einer nicht erwünschten Handlung; eine Strafe auferlegen; jemanden strafen mit etwas.

Begriffsursprung

Mit der Bedeutung „tadeln“ belegt seit der Zeit um 1200, in heutiger Bedeutung ab 15. Jahrhundert

Konjugation

  • Präsens: strafe, du strafst, er/sie/es straft
  • Präteritum: ich straf­te
  • Konjunktiv II: ich straf­te
  • Imperativ: strafe/​straf! (Einzahl), straft! (Mehrzahl)
  • Partizip II: ge­straft
  • Hilfsverb: haben

Anderes Wort für stra­fen (Synonyme)

abstrafen (geh.):
eine Strafe an jemandem vollziehen
(jemanden) abwatschen (ugs.)
belangen:
veraltet, heute nur in einigen oberdeutschen Dialekten, meistens als [bəˈlaŋə]/[bˈlaŋə]/[pˈlaŋə]: mit Sehnsucht warten. Vergleiche: „es verlangt mich“
zur Rechenschaft ziehen
bestrafen:
jemandem aufgrund einer schlechten Handlung negative Konsequenzen zuführen
disziplinieren:
jemanden zur Ordnung erziehen
maßregeln:
jemanden nachdrücklich auf Fehlverhalten hinweisen, oft in Verbindung mit einer Bestrafung
züchtigen:
jemanden (meist ein Kind) durch Schläge körperlich bestrafen
zur Verantwortung ziehen

Gegenteil von stra­fen (Antonyme)

be­loh­nen:
jemandem für eine gute Handlung etwas geben, das er haben möchte

Beispielsätze

  • Eltern strafen ihre Kinder mit körperlicher Gewalt oder Liebesentzug.

  • Mein Freund strafte mich mit Missachtung.

  • Maria straft mich schon wieder durch Nichtbeachtung.

  • Tom straft mich schon wieder durch Nichtbeachtung.

  • „Wenn man wissen will, wie Gott Hochmut straft, dann braucht man sich nur mich anzusehen“, seufzte Tom, die Arme gesenkten Hauptes auf die Kommode gestützt.

  • Maria strafte Tom für den Rest des Tages mit Missachtung, nachdem er sie mit einer unbedachten Bemerkung verstimmt hatte.

  • Sie strafen sich nur selbst.

  • Du strafst dich nur selbst.

  • Gott gibt Fürsten, je nachdem, ob er die Untertanen strafen oder züchtigen will.

  • Wer seine Daten nicht sichert, den straft das Leben.

  • Wenn du ohne Licht fährst, strafen sie dich.

  • Wenn du ihnen nicht sympathisch bist, strafen sie dich auch.

  • Die Fakten strafen seine Behauptung Lügen.

  • Maria strafte Tom den ganzen Abend mit Nichtbeachtung.

  • Maria straft Tom nach einem Streit gewöhnlich mit Schweigen.

  • Ich denke, Tom ist gestraft genug.

  • Selber schuldig ist der Tat, wer nicht straft die Missetat.

  • Maria strafte Tom mit Liebesentzug, und das setzte ihm sehr zu.

  • Maria strafte Tom für sein Verhalten mit Freundschaftsentzug.

  • Gesetze überzeugen nicht, nur weil sie strafen.

Praktische Beispiele aus der Medienlandschaft

  • Die wurde monatelang ausgeschlossen, galt dann, ohne dass gestraft wurde, und wurde nun bis auf unbestimmte Zeit wieder abgeschafft.

  • Die Eltern seien bereits durch den Tod des Kindes gestraft.

  • Bislang haben stets die Optimisten recht behalten, und die Warner wurden Lügen gestraft.

  • In der Steiermark wurden 18.874 erwischt, im vergleichbar großen Oberösterreich wurden nur 13.377 Handy-Lenker gestraft.

  • Als je iemand zoiets aandoet, moet je daarvoor gestraft worden.

  • Dabei ist eine solche Verbotstafel keine Voraussetzung, um Falschparker auf dem eigenen Grund strafen zu können.

  • Der TV Kalbach ist besonders gestraft.

  • Männer, die breitbeinig sitzen, werden öffentlich angefeindet oder mit Verachtung gestraft.

  • Bilder und Gedanken, für die du und ich mit Verachtung gestraft werden würden: wie kannst du nur so grausam denken?

  • Sicher haben bereits die Tat und der Tod von Tim K. seinen Vater mehr als erträglich gestraft.

  • Das gilt auch für die These, dass die konservativen Wähler ihre Partei für die Ablösung Edmund Stoibers strafen.

  • Ausgerechnet im Bundesliga-Spitzenspiel gegen Bayern München strafen die Fans von Schalke 04 ihre Stars mit einer Protestaktion.

  • Der Verein sieht deshalb keinen Grund, die domestizierten Nager als Ekel-Exoten mit Verachtung zu strafen.

  • Wenn die Sprößlinge nicht brav seien, würde der Mann mit dem Rauschebart und dem roten Gewand jedoch mit einer Rute strafen.

  • Nicht mehr mit Raddatz- Gift, er wird mit Gleichgültigkeit gestraft.

  • Als Rakover geht Kolitz auf die Thora zurück, wo es heißt, Gott möge den Dieb härter strafen als den Räuber.

  • Olsen hat das System der gegenseitigen Gefälligkeiten mit Mißachtung gestraft und die Quittung erhalten.

Wortbildungen

Übersetzungen

Was reimt sich auf stra­fen?

Wortaufbau

Das zweisilbige Isogramm stra­fen be­steht aus sieben Buch­sta­ben und setzt sich wie folgt zu­sammen: 1 × A, 1 × E, 1 × F, 1 × N, 1 × R, 1 × S & 1 × T

  • Vokale: 1 × A, 1 × E
  • Konsonanten: 1 × F, 1 × N, 1 × R, 1 × S, 1 × T

Eine Worttrennung ist nach dem A mög­lich.

Das Alphagramm von stra­fen lautet: AEFNRST

Buchstabiertafel

Entsprechend der deut­schen Buch­sta­bier­ta­fel für Wirt­schaft und Ver­wal­tung (DIN 5009:​2022-06) wird das Verb fol­gen­der­maßen buch­sta­biert:

  1. Salz­wedel
  2. Tü­bin­gen
  3. Ros­tock
  4. Aachen
  5. Frank­furt
  6. Essen
  7. Nürn­berg

In Deutschland ebenfalls ge­läufig ist die Buch­sta­bie­rung nach dem pos­ta­li­schen Buch­sta­bier­al­pha­bet von 1950:

  1. Samuel
  2. Theo­dor
  3. Richard
  4. Anton
  5. Fried­rich
  6. Emil
  7. Nord­pol

International ist das eng­lischs­spra­chige ICAO-Alpha­bet (kein „ẞ“ und keine Umlaute) an­er­kannt:

  1. Sierra
  2. Tango
  3. Romeo
  4. Alfa
  5. Fox­trot
  6. Echo
  7. Novem­ber

Heute vorwiegend nur noch als Funk­feuer in der Luft- und Schiff­fahrt ge­bräuch­lich ist der Mor­se­code (auch Mor­se­al­pha­bet oder Mor­se­zei­chen genannt):

  1. ▄ ▄ ▄
  2. ▄▄▄▄
  3. ▄ ▄▄▄▄ ▄
  4. ▄ ▄▄▄▄
  5. ▄ ▄ ▄▄▄▄ ▄
  6. ▄▄▄▄ ▄

Scrabble

Beim Scrabble gibt es 10 Punkte für das Wort.

strafen

Bitte je­doch stets das offi­zielle Scrabble-Regel­werk (z. B. zu Vor- und Nach­silben) beachten!

Worthäufigkeit

Das Tu­wort stra­fen kam im letz­ten Jahr sel­ten in deutsch­spra­chi­gen Tex­ten vor. Die Wort­häu­fig­keit ist un­ge­fähr gleich­blei­bend. Dies hat eine Aus­wer­tung meh­re­rer Mil­lio­nen Bei­spiel­sätze ergeben.

Vorkommnisse im Sprachwörterbuch

Peit­schen­hieb:
Schlag mit einer Knute (Peitsche), zum Beispiel um anzutreiben oder um zu strafen
Sünd­flut:
biblisches Ereignis, bei dem Gott die Erde überflutete, um die Menschheit für ihr sündiges Leben zu strafen
Quellen:
  1. [Allgemeine Datenbasis] Wiktionary-Autoren: strafen. In: Wiktionary – Das freie Wörterbuch, 2023, [online] de.wiktionary.org, CC BY-SA 3.0
  2. [Thesaurus] OpenThesaurus-User: strafen. In: OpenThesaurus – Das freie Wörterbuch für Synonyme, 2024, [online] openthesaurus.de, CC BY-SA 4.0
  3. [erweiterte Beispielsätze] User-generated content: Satz-Nr. 10179162, 10179161, 8036374, 8021792, 7290122, 7290121, 6200563, 6140182, 5720611, 5720536, 4748155, 3943694, 3549715, 3440520, 3163369, 3150939, 3150937 & 2866800. In: tatoeba.org, CC BY 2.0 FR
  4. [Newskorpus] D. Goldhahn, T. Eckart & U. Quasthoff: Building Large Monolingual Dictionaries at the Leipzig Corpora Collection: From 100 to 200 Languages. In: Proceedings of the 8th International Language Resources and Evaluation (LREC'12), 2012, CC BY 4.0
  1. Gerd Fritz: Bedeutungswandel im Deutschen – Neuere Methoden der diachronen Semantik. Niemeyer, Tübingen 1974. ISBN 3-484-25014-3
  2. derstandard.at, 15.03.2022
  3. morgenpost.de, 15.09.2021
  4. luzernerzeitung.ch, 13.08.2020
  5. nachrichten.at, 10.05.2019
  6. wr.de, 04.02.2017
  7. wetterauer-zeitung.de, 13.06.2016
  8. fr-online.de, 27.12.2015
  9. spiegel.de, 07.11.2012
  10. fm4.orf.at, 10.08.2011
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  12. szon.de, 04.03.2008
  13. spiegel.de, 05.11.2006
  14. berlinonline.de, 07.11.2003
  15. Berliner Zeitung 1998
  16. Berliner Zeitung 1997
  17. Berliner Zeitung 1996
  18. Süddeutsche Zeitung 1995