sublim

Adjektiv (Wiewort)

Aussprache

Lautschrift (IPA): [zuˈbliːm]

Silbentrennung

sublim

Definition bzw. Bedeutung

Erhaben, verfeinert, nur einem feineren Verständnis oder Empfinden zugänglich.

Begriffsursprung

Am Ende des 17. Jahrhunderts von lateinisch sublīmis ‚in der Luft befindlich, in die Höhe gehoben, schwebend, erhaben‘ entlehnt.

Steigerung (Komparation)

  1. sublim (Positiv)
  2. sublimer (Komparativ)
  3. am sublimsten (Superlativ)

Anderes Wort für su­b­lim (Synonyme)

erhaben:
(als Mensch) darüberstehend, unangreifbar; andere weit übertreffend
aus der Fläche nach oben gewölbt
fein:
die soziale Stellung betreffend: feine Leute, feine Herrschaften
gute Qualität bezeichnend: genau, scharf
nur mit Feinsinn wahrnehmbar
subtil:
auf eine differenzierte und feine Art vorhanden, angelegt oder gegliedert; in die Feinheiten gehend
feinsinnig auf eine positive Art; mit Zartgefühl, Fingerspitzengefühl versehen
unterschwellig:
unter der Oberfläche, unter der Wahrnehmungsgrenze

Weitere mögliche Alternativen für su­b­lim

erlaucht:
von herausragender Art, Bedeutung
von hohem Stand
raffiniert:
durchtrieben, ausgeklügelt
von Rohstoffen: gereinigt und veredelt
verfeinert

Beispielsätze

  • An sublim apokalyptischem Schauder ist die Halle der kleinen Insel Malta nicht zu überbieten.

  • Auch sublime Botschaften werden eingesetzt, wie Details am Bildrand oder im Hintergrund, die kaum auffallen.

  • Bis zuletzt ist der malende und sublim zeichnende Prinz ein aufmerksamer Beobachter, ein genau analysierender Geist, gewesen.

  • Der Nutzer, so Apples sublime Message, ist bei uns König.

  • Die sublimsten Dinge, sie gehen auch gerne vergessen.

  • Vielleicht auch, meint man zu spüren, ist es die Einsicht der Resignation, das sublime Glück der Aussichtslosigkeit.

  • Dadurch werden sie zu höchst sublimen Machtmitteln, denn sie bedienen sich unbemerkt moralischer Ängste.

  • Daniel Hope präsentiert sie als eine Art zeitüberschreitende Weltmusik, als Folkore-Echo, als sublimen Volksmusik-Relaunch.

  • Diese ebenso hochnotpeinliche wie sublim vertrottelte Konstellation hat die nächste Nähe zu Marthalers Poetik.

  • Doch der sublimen Raffinesse seines Vorbilds ist er nun wieder ein Stückchen näher gerückt.

  • Vielleicht hat sich Collodi aus der Toskana auch nur einer besonders sublimen Kant-Widerlegung gewidmet.

  • Die bürgerliche Frage nach der Berufswahl ist der eigentliche Sitz im Leben für das sublime, typisch deutsche Genre des Bildungsromans.

  • Sie taten es nicht, weil ihr Sensorium für sublime Widerständigkeit taub war: Kommerell sprach in den Worten der literarischen Tradition.

  • Diese Blätter sind noch sublimer, noch offener.

  • Um wirklich sublim zu sein, muss die Kunst das Religiöse tragen und dementierend zur Anschauung bringen, was nicht darstellbar ist.

  • Seine Bilder zeigen Figuren in sublimen, gestaffelten Räumen, in einem Zustand zwischen Realem und Irrealem.

  • Denn abstrakt wissen wir ja alle: Auch im westlichen Journalismus wird mit gleichen Mitteln, höchstens sublimer gearbeitet.

  • Am Übergang zu einem, ungalant gesprochen, Altersstil, hat der Autor sein Ich beklemmende Erfahrungen und sublime Verse machen lassen.

  • Also klar: Feinabstimmungen würde Otto uns als diffizil und sublim verifizieren.

  • Zwischen ihm als politischem Kopf der Innenverwaltung und den Beamten gebe es "ein sublimes Spannungsverhältnis".

  • Die Show ist natürlich sublime.

Übersetzungen

Was reimt sich auf su­b­lim?

Anagramme

Wortaufbau

Das dreisilbige Isogramm su­b­lim be­steht aus sechs Buch­sta­ben und setzt sich wie folgt zu­sammen: 1 × B, 1 × I, 1 × L, 1 × M, 1 × S & 1 × U

  • Vokale: 1 × I, 1 × U
  • Konsonanten: 1 × B, 1 × L, 1 × M, 1 × S

Eine Worttrennung ist nach dem U und B mög­lich.

Das Alphagramm von su­b­lim lautet: BILMSU

Buchstabiertafel

Entsprechend der deut­schen Buch­sta­bier­ta­fel für Wirt­schaft und Ver­wal­tung (DIN 5009:​2022-06) wird das Adjektiv fol­gen­der­maßen buch­sta­biert:

  1. Salz­wedel
  2. Unna
  3. Ber­lin
  4. Leip­zig
  5. Ingel­heim
  6. Mün­chen

In Deutschland ebenfalls ge­läufig ist die Buch­sta­bie­rung nach dem pos­ta­li­schen Buch­sta­bier­al­pha­bet von 1950:

  1. Samuel
  2. Ulrich
  3. Berta
  4. Lud­wig
  5. Ida
  6. Martha

International ist das eng­lischs­spra­chige ICAO-Alpha­bet (kein „ẞ“ und keine Umlaute) an­er­kannt:

  1. Sierra
  2. Uni­form
  3. Bravo
  4. Lima
  5. India
  6. Mike

Heute vorwiegend nur noch als Funk­feuer in der Luft- und Schiff­fahrt ge­bräuch­lich ist der Mor­se­code (auch Mor­se­al­pha­bet oder Mor­se­zei­chen genannt):

  1. ▄ ▄ ▄
  2. ▄ ▄ ▄▄▄▄
  3. ▄▄▄▄ ▄ ▄ ▄
  4. ▄ ▄▄▄▄ ▄ ▄
  5. ▄ ▄
  6. ▄▄▄▄ ▄▄▄▄

Scrabble

Beim Scrabble gibt es 11 Punkte für das Wort.

sublim

Bitte je­doch stets das offi­zielle Scrabble-Regel­werk (z. B. zu Vor- und Nach­silben) beachten!

Worthäufigkeit

Das Wie­wort su­b­lim kam im letz­ten Jahr äußerst sel­ten in deutsch­spra­chi­gen Tex­ten vor. Dies hat eine Aus­wer­tung meh­re­rer Mil­lio­nen Bei­spiel­sätze ergeben.

Quellen:
  1. [Allgemeine Datenbasis] Wiktionary-Autoren: sublim. In: Wiktionary – Das freie Wörterbuch, 2023, [online] de.wiktionary.org, CC BY-SA 3.0
  2. [Thesaurus] OpenThesaurus-User: sublim. In: OpenThesaurus – Das freie Wörterbuch für Synonyme, 2023, [online] openthesaurus.de, CC BY-SA 4.0
  3. [Newskorpus] D. Goldhahn, T. Eckart & U. Quasthoff: Building Large Monolingual Dictionaries at the Leipzig Corpora Collection: From 100 to 200 Languages. In: Proceedings of the 8th International Language Resources and Evaluation (LREC'12), 2012, CC BY 4.0
  1. Wolfgang Pfeifer et al.: Etymologisches Wörterbuch des Deutschen. 1. Auflage. Edition Kramer im Rhenania-Buchversand, Koblenz 2010, ISBN 978-3-941960-03-9 (Lizenzausgabe des Akademie Verlag, Berlin)
  2. faz.net, 21.04.2022
  3. extremnews.com, 05.12.2022
  4. die-glocke.de, 30.03.2020
  5. manager-magazin.de, 12.09.2018
  6. blog.derbund.ch, 06.04.2017
  7. fr-online.de, 06.02.2011
  8. nachrichten.finanztreff.de, 27.04.2009
  9. welt.de, 01.04.2005
  10. fr-aktuell.de, 27.07.2005
  11. berlinonline.de, 12.10.2005
  12. archiv.tagesspiegel.de, 13.03.2003
  13. sueddeutsche.de, 09.04.2003
  14. sz, 17.10.2001
  15. Tagesspiegel 1999
  16. Berliner Zeitung 1999
  17. Tagesspiegel 1998
  18. Berliner Zeitung 1997
  19. Die Zeit 1996
  20. TAZ 1996
  21. Süddeutsche Zeitung 1995