Prominenz

Substantiv (Nomen), feminin (weiblich)

Aussprache

Lautschrift (IPA):[ pʁomiˈnɛnt͡s ]

Silbentrennung

Einzahl:Prominenz
Mehrzahl:Prominenzen

Definition bzw. Bedeutung

  • diejenigen Personen in ihrer Gesamtheit, die sich aus vielen anderen herausheben

  • Eigenschaft von Personen, sich aus vielen anderen herauszuheben

  • Höhendifferenz eines Gipfels zur verbindenden Gebirgslücke

Begriffsursprung

Im 20. Jahrhundert von gleichbedeutend englisch prominence entlehnt, das auf lateinisch prōminentia „das Hervorragen“ zurückgeht

Deklination (Fälle)

SingularPlural
Nominativdie Prominenzdie Prominenzen
Genitivdie Prominenzder Prominenzen
Dativder Prominenzden Prominenzen
Akkusativdie Prominenzdie Prominenzen

Anderes Wort für Pro­mi­nenz (Synonyme)

Höhe über Isohypse
relative Einsattelung
Schartenhöhe
Schartentiefe
Bekanntheit:
Ausmaß des Gekanntwerdens
prominente Person
(die) Berühmtheiten (Hauptform)
(die) Rang und Namen haben (variabel)
A-Prominenz
bekannte Leute
Person des öffentlichen Lebens

Sinnverwandte Wörter

Haute­vo­lee:
abwertend: vornehme Gesellschaft

Beispielsätze

  • Zu dieser Feier hat sich die örtliche Prominenz nahezu vollzählig eingefunden.

  • Prominenz ist ein Leben mit falscher Münze, ein Handel mit falschen Papieren.

  • Prominenz ist eine Eigenschaft, die nicht durch Auslese, sondern durch Beifall zustande kommt.

  • Durch häufiges Händeschütteln mit der Prominenz werden auch die schmutzigsten Hände allmählich sauber.

Praktische Beispiele aus der Medienlandschaft

  • An Prominenz mangelte es nicht in der Kommentarspalte, auch Maria Höfl-Riesch, Kai Pflaume und Ted Ligety haben geschrieben.

  • Bei der Prominenz kommt das Alternativ-Produkt jedenfalls nicht gut an.

  • Auch da ging es um die immer gleiche Prominenz, denn wirklich objektive Kriterien gibt es nicht.

  • Aber dafür einer ganzen Reihe von Prominenz.

  • Dafür steht fest, dass erneut viel Prominenz am Start sein wird.

  • Auch viel Prominenz wird darunter sein.

  • Am gestrigen Abend traf sich die deutsche Prominenz zur Verleihung des ECHO 2017.

  • Auch in Muri sei es eine würdige Feier gewesen mit viel Prominenz und noch mehr «normalen» Leuten.

  • Aber aus ihrer Model-Vergangenheit scheint sie etwas gelernt zu haben über Prominenz und Vergänglichkeit.

  • Bei den Live-Übertragungen am Freitag begrüßt Kohl an seiner Seite gleich doppelte Prominenz.

  • Also allemal ein Grund, das Zehnjährige mit kunstsinniger Prominenz in den Räumen an der Südstraße zu feiern.

  • Das größte richtet alljährlich der Bundespräsident aus - 5000 Gäste, Prominenz und einfache Bürger.

  • Angesichts dieser Prominenz bekam die Gala im New Yorker Metropolitan Museum eine zusätzliche Dynamik.

  • Und auch 2010 wurde in St. Tropez wieder allerlei Prominenz gesichtet.

  • Daher reist auch die Prominenz aus Politik, Wirtschaft und Kultur oft hierher

  • Die Basis zeigt sich ob der aktuellen Vorgänge erschüttert, auch die Prominenz wägt ihr weiteres Handeln ab.

  • Die gute Laune schwappte auch auf die Anwesende Prominenz hinüber.

  • Prominenz ist nicht mehr Voraussetzung.

  • Lange schon gab es an der Dennewitzstraße in Schöneberg keine herzeigbare Prominenz mehr.

  • Prominenz entsteht durch die massenhaft gespendete Aufmerksamkeit der vielen anderen, kombiniert mit dem gegenseitigen Wissen darüber.

Übersetzungen

Was reimt sich auf Pro­mi­nenz?

Wortaufbau

Das dreisilbige Substantiv Pro­mi­nenz be­steht aus neun Buch­sta­ben und setzt sich wie folgt zu­sammen: 2 × N, 1 × E, 1 × I, 1 × M, 1 × O, 1 × P, 1 × R & 1 × Z

  • Vokale: 1 × E, 1 × I, 1 × O
  • Konsonanten: 2 × N, 1 × M, 1 × P, 1 × R, 1 × Z

Eine Worttrennung ist nach dem O und I mög­lich. Im Plu­ral Pro­mi­nen­zen zu­dem nach dem zwei­ten N.

Das Alphagramm von Pro­mi­nenz lautet: EIMNNOPRZ

Buchstabiertafel

Entsprechend der deut­schen Buch­sta­bier­ta­fel für Wirt­schaft und Ver­wal­tung (DIN 5009:​2022-06) wird das Wort fol­gen­der­maßen buch­sta­biert:

  1. Pots­dam
  2. Ros­tock
  3. Offen­bach
  4. Mün­chen
  5. Ingel­heim
  6. Nürn­berg
  7. Essen
  8. Nürn­berg
  9. Zwickau

In Deutschland ebenfalls ge­läufig ist die Buch­sta­bie­rung nach dem pos­ta­li­schen Buch­sta­bier­al­pha­bet von 1950:

  1. Paula
  2. Richard
  3. Otto
  4. Martha
  5. Ida
  6. Nord­pol
  7. Emil
  8. Nord­pol
  9. Zacharias

International ist das eng­lischs­spra­chige ICAO-Alpha­bet (kein „ẞ“ und keine Umlaute) an­er­kannt:

  1. Papa
  2. Romeo
  3. Oscar
  4. Mike
  5. India
  6. Novem­ber
  7. Echo
  8. Novem­ber
  9. Zulu

Heute vorwiegend nur noch als Funk­feuer in der Luft- und Schiff­fahrt ge­bräuch­lich ist der Mor­se­code (auch Mor­se­al­pha­bet oder Mor­se­zei­chen genannt):

  1. ▄ ▄▄▄▄ ▄▄▄▄ ▄
  2. ▄ ▄▄▄▄ ▄
  3. ▄▄▄▄ ▄▄▄▄ ▄▄▄▄
  4. ▄▄▄▄ ▄▄▄▄
  5. ▄ ▄
  6. ▄▄▄▄ ▄
  7. ▄▄▄▄ ▄
  8. ▄▄▄▄ ▄▄▄▄ ▄ ▄

Scrabble

Beim Scrabble gibt es 17 Punkte für das Wort Pro­mi­nenz (Sin­gu­lar) bzw. 19 Punkte für Pro­mi­nen­zen (Plural).

Prominenz

Bitte je­doch stets das offi­zielle Scrabble-Regel­werk (z. B. zu Vor- und Nach­silben) beachten!

Worthäufigkeit

Das Nomen Pro­mi­nenz ent­spricht dem Sprach­niveau C2 (Sprach­ni­veau­stu­fen nach dem Ge­mein­sa­men euro­pä­ischen Re­fe­renz­rah­men für Sprachen ) und kam im letz­ten Jahr regel­mäßig in deutsch­spra­chi­gen Tex­ten vor. Die Wort­häu­fig­keit ist stei­gend. Dies hat eine Aus­wer­tung meh­re­rer Mil­lio­nen Bei­spiel­sätze ergeben.

Vorkommnisse im Sprachwörterbuch

Re­gen­bo­gen­pres­se:
Teil der Presse, der sich vorrangig mit Vorgängen bei der Prominenz befasst
Sei­ten­bli­cke-Ge­sell­schaft:
österreichische Prominenz
VIP:
sehr wichtige Person; Prominenz
Quellen:
  1. [Allgemeine Datenbasis] Wiktionary-Autoren: Prominenz. In: Wiktionary – Das freie Wörterbuch, 2023, [online] de.wiktionary.org, CC BY-SA 3.0
  2. [Thesaurus] OpenThesaurus-User: Prominenz. In: OpenThesaurus – Das freie Wörterbuch für Synonyme, 2024, [online] openthesaurus.de, CC BY-SA 4.0
  3. [erweiterte Beispielsätze] User-generated content: Satz-Nr. 10699070, 2880235 & 2742297. In: tatoeba.org, CC BY 2.0 FR
  4. [Newskorpus] D. Goldhahn, T. Eckart & U. Quasthoff: Building Large Monolingual Dictionaries at the Leipzig Corpora Collection: From 100 to 200 Languages. In: Proceedings of the 8th International Language Resources and Evaluation (LREC'12), 2012, CC BY 4.0
  1. Wolfgang Pfeifer (Leitungs): Etymologisches Wörterbuch des Deutschen. 2. durchgesehene und erweiterte Auflage. Deutscher Taschenbuch Verlag, München 1993. ISBN 3-423-03358-4
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  10. spiegel.de, 07.07.2015
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  24. Die Welt 2001
  25. DIE WELT 2000
  26. Berliner Zeitung 1998
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  29. Süddeutsche Zeitung 1995