Befürchtung

Substantiv (Nomen), feminin (weiblich)

Aussprache

Lautschrift (IPA): [bəˈfʏʁçtʊŋ]

Silbentrennung

Befürchtung (Mehrzahl:Befürchtungen)

Definition bzw. Bedeutung

Furchtvolle, schreckliche oder schlimme Erwartung bzw. Annahme.

Begriffsursprung

Ableitung zum Stamm des Verbs befürchten mit dem Suffix (Derivatem) -ung.

Deklination (Fälle)

SingularPlural
Nominativdie Befürchtungdie Befürchtungen
Genitivdie Befürchtungder Befürchtungen
Dativder Befürchtungden Befürchtungen
Akkusativdie Befürchtungdie Befürchtungen

Anderes Wort für Be­fürch­tung (Synonyme)

Ahnung:
ohne Artikel: Wissen oder Vorstellung von etwas
unbestimmtes, undeutliches Vorgefühl
Besorgnis:
über eine längere Zeit andauerndes quälendes, bedrückendes Gefühl wegen bestimmter unangenehmer Erwartungen an die Zukunft
dunkle Vorahnung
Gefühl:
das subjektive Erleben von Erregung und hirnchemischer Aktivität
Einschätzung, die nicht auf Überlegung beruht
Vorahnung:
undeutliches Gefühl, dass etwas geschehen wird
Vorgefühl:
Ahnung/Gefühl dafür, was später sein könnte

Beispielsätze

  • Die Befürchtung, dass nichts unmöglich ist, findet täglich in den Medien ihre Bestätigung.

  • Seine Befürchtung die Prüfung nicht zu bestehen, ist glücklicherweise nicht eingetroffen.

  • Wenn wir uns so sehen würden, wie uns andere sehen, würde das unsere schlimmsten Befürchtungen über sie bestätigen.

  • Hole dir nie Rat bei deinen Befürchtungen.

  • Der Anblick, der sich ihm darbot, bestätigte seine schlimmsten Befürchtungen.

  • Ich konnte meine Befürchtungen mit jemand anderem teilen.

  • Toms Befürchtungen bewahrheiteten sich.

  • Marias Befürchtungen bewahrheiteten sich.

  • Sie hatten die Befürchtung, dass du einen Fehler gemacht hattest.

  • Viele Befürchtungen sind die Folge von Erschöpfung und Einsamkeit.

  • Unsere Befürchtungen waren gerechtfertigt.

  • Deine Befürchtungen waren gerechtfertigt.

  • Meine Befürchtungen waren gerechtfertigt.

  • Ihre Befürchtungen waren gerechtfertigt.

  • Seine Befürchtungen waren gerechtfertigt.

  • Deine Befürchtungen haben keinen Grund.

  • Toms Befürchtungen waren wohlbegründet.

  • Ich habe die Befürchtung, dass ich meinen Pass im Flugzeug liegengelassen habe.

  • Diese Befürchtung ist unbegründet.

  • Es bestehen Gründe für die Befürchtung, dass der König krank ist.

Praktische Beispiele aus der Medienlandschaft

  • Befürchtungen hinsichtlich möglicher erneuter Probleme wegen des Coronavirus hätten sich nicht bestätigt.

  • Corona-Labore am Anschlag – Virologe hat düsterere Befürchtung: „Das aktuelle Geschehen anzweifeln

  • Aber ich verhehle nicht meine Befürchtung, dass uns das vom Kern der Sache ablenken wird.

  • Am Freitag wird der amerikanische Aussenminister Mike Pompeo in Jerusalem erwartet, um die israelischen Befürchtungen zu zerstreuen.

  • Als er gewählt worden sei, habe sie ihm eine Chance geben wollen, sie habe gehofft, ihre Befürchtungen seien übertrieben.

  • Ähnliche Befürchtungen äusserten 62 ehemalige türkische Diplomaten.

  • Bei TTIP hatten wir aber von Anfang an die Befürchtung, dass Sozialstandards unterlaufen werden.

  • Aber da sind die Ansichten und Befürchtungen wahrscheinlich auch unterschiedlich.

  • Aber die Befürchtungen von Experten, der Negativzins könnte in Deutschland Schule machen, sind durchaus berechtigt.

  • Aber ich habe die Befürchtung, dass Marc Marquez zu Bradls Biaggi werden könnte.

  • Doch bis heute sagte er unsere Verabredung, trotz aller Befürchtungen nicht ab. Aber auch nicht fest zu.

  • Ähnliche Befürchtungen haben auch deutsche Behörden.

  • pr. In ihren Befürchtungen sehen sich die Mitglieder durch zahlreiche Anrufe bei ihnen von Rintelnern vollauf bestätigt.

  • Der iranische Staatschef Ahmadinedschad während seiner Rede in Genf, die starke Kritik auslöste und Deutschlands Befürchtungen bestätigte.

  • Damit bestätigten sich die Befürchtungen, wonach das Vereinigte Königreich am Rande einer Rezession steht.

  • Vor einigen Jahren hatte man bei den Bürgern und Gewerbetreibenden im Gummersbacher Stadtteil Niederseßmar dir größten Befürchtungen.

  • Die erneuten Feindseligkeiten hatten Befürchtungen vor einem abermaligen Abgleiten in den Bürgerkrieg geweckt.

  • Diese Befürchtungen erhalten nach einer neuen Wahlprognose des Internet-Portals Election.de neue Nahrung.

  • Die Befürchtung: Die Maschine aus Frankfurt müsse in Hamburg landen, ohne ihr Bugrad ausfahren zu können.

  • Aus dem Bericht der Kommission geht nun hervor, dass die Wahrheit mitunter noch grausamer ist als die schlimmsten Befürchtungen.

  • Ihre Befürchtungen mögen nicht ganz unbegründet gewesen sein.

  • Dass Befürchtungen um einen Arbeitsplatzabbau einen realen Hintergrund haben, machte SPD-Bundestagsabgeordneter Markus Meckel klar.

  • Alle Befürchtungen, Deutschland könne sich zu einem neuen Koloss im Herzen Europas entwickeln, haben sich nicht bewahrheitet.

  • Seine Befürchtungen erwiesen sich aber als überflüssig.

  • "Die Befürchtung, daß sich das Defizit vergrößert, teilen wir nicht", so ADAC-Sprecher Eberhard Lange.

  • Mit dem starken Anstieg des Deutschen Aktienindex wächst die Befürchtung vor einem Rückschlag.

  • Die Befürchtungen kann auch Eckhard Steinhaeuser, Geschäftsführender Direktor des Diakonischen Werkes Berlin-Brandenburg, gut verstehen.

  • Befürchtungen, mit dem neuen Technikangebot nicht zurecht zu kommen, seien grundlos, betont die LG.

Übersetzungen

  • Bokmål: frykt (männlich)
  • Bosnisch:
    • bojazan (weiblich)
    • strahovanje (sächlich)
  • Bulgarisch: опасение (sächlich)
  • Englisch:
    • apprehension
    • fear
    • misgiving
  • Französisch:
    • appréhension (weiblich)
    • crainte (weiblich)
  • Italienisch:
    • paura (weiblich)
    • timore (männlich)
  • Japanisch: 危惧
  • Kroatisch: bojazan (weiblich)
  • Mazedonisch: бојазан (bojazan) (weiblich)
  • Nynorsk: frykt (weiblich)
  • Polnisch: obawa (weiblich)
  • Portugiesisch: receio (männlich)
  • Russisch: опасение (sächlich)
  • Schwedisch: farhåga
  • Serbisch:
    • бојазан (bojazan) (weiblich)
    • страховање (strahovanje) (sächlich)
  • Serbokroatisch:
    • бојазан (bojazan) (weiblich)
    • страховање (strahovanje) (sächlich)
  • Slowakisch: obava (weiblich)
  • Slowenisch: bojazen (weiblich)
  • Spanisch: temor (männlich)
  • Tschechisch: obava (weiblich)
  • Ungarisch:
    • aggodalom
    • félelem

Wortaufbau

Das dreisilbige Isogramm Be­fürch­tung be­steht aus elf Buch­sta­ben und setzt sich wie folgt zu­sammen: 1 × B, 1 × C, 1 × E, 1 × F, 1 × G, 1 × H, 1 × N, 1 × R, 1 × T, 1 × U & 1 × Ü

  • Vokale: 1 × E, 1 × U, 1 × Ü
  • Konsonanten: 1 × B, 1 × C, 1 × F, 1 × G, 1 × H, 1 × N, 1 × R, 1 × T
  • Umlaute: 1 × Ü

Eine Worttrennung ist nach dem E und H mög­lich. Im Plu­ral Be­fürch­tun­gen zu­dem nach dem ers­ten N.

Das Alphagramm von Be­fürch­tung lautet: BCEFGHNRTUÜ

Buchstabiertafel

Entsprechend der deut­schen Buch­sta­bier­ta­fel für Wirt­schaft und Ver­wal­tung (DIN 5009:​2022-06) wird das Substantiv fol­gen­der­maßen buch­sta­biert:

  1. Ber­lin
  2. Essen
  3. Frank­furt
  4. Umlaut-Unna
  5. Ros­tock
  6. Chem­nitz
  7. Ham­burg
  8. Tü­bin­gen
  9. Unna
  10. Nürn­berg
  11. Gos­lar

In Deutschland ebenfalls ge­läufig ist die Buch­sta­bie­rung nach dem pos­ta­li­schen Buch­sta­bier­al­pha­bet von 1950:

  1. Berta
  2. Emil
  3. Fried­rich
  4. Über­mut
  5. Richard
  6. Cäsar
  7. Hein­reich
  8. Theo­dor
  9. Ulrich
  10. Nord­pol
  11. Gus­tav

International ist das eng­lischs­spra­chige ICAO-Alpha­bet (kein „ẞ“ und keine Umlaute) an­er­kannt:

  1. Bravo
  2. Echo
  3. Fox­trot
  4. Uni­form
  5. Echo
  6. Romeo
  7. Char­lie
  8. Hotel
  9. Tango
  10. Uni­form
  11. Novem­ber
  12. Golf

Heute vorwiegend nur noch als Funk­feuer in der Luft- und Schiff­fahrt ge­bräuch­lich ist der Mor­se­code (auch Mor­se­al­pha­bet oder Mor­se­zei­chen genannt):

  1. ▄▄▄▄ ▄ ▄ ▄
  2. ▄ ▄ ▄▄▄▄ ▄
  3. ▄ ▄ ▄▄▄▄ ▄▄▄▄
  4. ▄ ▄▄▄▄ ▄
  5. ▄▄▄▄ ▄ ▄▄▄▄ ▄
  6. ▄ ▄ ▄ ▄
  7. ▄▄▄▄
  8. ▄ ▄ ▄▄▄▄
  9. ▄▄▄▄ ▄
  10. ▄▄▄▄ ▄▄▄▄ ▄

Scrabble

Beim Scrabble gibt es 26 Punkte für das Wort Be­fürch­tung (Sin­gu­lar) bzw. 28 Punkte für Be­fürch­tun­gen (Plural).

Befürchtung

Bitte je­doch stets das offi­zielle Scrabble-Regel­werk (z. B. zu Vor- und Nach­silben) beachten!

Worthäufigkeit

Das Nomen Be­fürch­tung kam im letz­ten Jahr regel­mäßig in deutsch­spra­chi­gen Tex­ten vor. Die Wort­häu­fig­keit ist un­ge­fähr gleich­blei­bend. Dies hat eine Aus­wer­tung meh­re­rer Mil­lio­nen Bei­spiel­sätze ergeben.

Vorkommnisse im Sprachwörterbuch

Ab­stiegs­angst:
die Befürchtung einer Mannschaft oder deren Fans, von einer höheren Liga in eine niedrigere aufgrund einer schlechten Platzierung in der Tabelle wechseln zu müssen
die Befürchtungen einer Person/Personengruppe, zu verarmen und daraufhin ein bereits erreichtes soziales und wirtschaftliches Niveau zu verlieren. Ursache für diese Befürchtungen können eine empfundene Bedrohung oder schon das tatsächliche Ausüben einer schlecht/gering bezahlten Arbeit oder das Angewiesensein auf Sozialhilfe sein
ah­nen:
eine Befürchtung haben
ein­tref­fen:
real werden, oft über eine Befürchtung oder Vorhersage
Ein­tref­fen:
Erfüllung einer Voraussage, Wahrwerden einer Befürchtung
Ent­war­nung:
Erklärung, dass Befürchtungen zu Unrecht bestehen
rechts­po­pu­lis­tisch:
sich mit seinen politischen Forderungen nach den jeweils aktuellen Befürchtungen der konservativen bis extrem rechts gesinnten Bevölkerungsteile richtend, um die Unterstützung möglichst vieler Wähler zu erhalten
zie­ren:
sich aus persönlichen Gründen wie mangelndem Selbstvertrauen oder gewissen Befürchtungen weigern, etwas direkt zu tun
Zu­kunfts­angst:
Befürchtung, in Zukunft könnten negative Entwicklungen eintreten
zu­rück­schre­cken:
etwas, zum Beispiel eine Einsicht oder Befürchtung, hält einen davon ab, etwas zu tun

Buchtitel

  • Don't Worry – 90 Prozent deiner Befürchtungen treten gar nicht ein! Shunmyo Masuno | ISBN: 978-3-77878-308-5
Quellen:
  1. [Allgemeine Datenbasis] Wiktionary-Autoren: Befürchtung. In: Wiktionary – Das freie Wörterbuch, 2022, [online] de.wiktionary.org, CC BY-SA 3.0
  2. [Thesaurus] OpenThesaurus-User: Befürchtung. In: OpenThesaurus – Das freie Wörterbuch für Synonyme, 2023, [online] openthesaurus.de, CC BY-SA 4.0
  3. [erweiterte Beispielsätze] User-generated content: Satz-Nr. 10282187, 10219316, 9944941, 9264963, 8626321, 8626305, 8097429, 6712638, 5609465, 5609464, 5609458, 5609457, 5609454, 5083329, 4908792, 3276617, 3248909 & 2921212. In: tatoeba.org, CC BY 2.0 FR
  4. [Newskorpus] D. Goldhahn, T. Eckart & U. Quasthoff: Building Large Monolingual Dictionaries at the Leipzig Corpora Collection: From 100 to 200 Languages. In: Proceedings of the 8th International Language Resources and Evaluation (LREC'12), 2012, CC BY 4.0
  1. nordkurier.de, 19.12.2022
  2. derwesten.de, 30.11.2021
  3. euractiv.de, 16.12.2020
  4. nzz.ch, 18.10.2019
  5. spiegel.de, 17.09.2018
  6. nzz.ch, 18.01.2017
  7. rp-online.de, 03.10.2016
  8. frag-mutti.de, 06.05.2015
  9. presseportal.de, 03.11.2014
  10. spox.com, 29.10.2013
  11. blogigo.de, 06.07.2012
  12. welt.de, 10.04.2011
  13. schaumburger-zeitung.de, 28.03.2010
  14. abendblatt.de, 21.04.2009
  15. n-tv.de, 24.10.2008
  16. oberberg-aktuell.de, 11.06.2007
  17. de.today.reuters.com, 16.08.2006
  18. archiv.tagesspiegel.de, 01.08.2005
  19. abendblatt.de, 30.06.2004
  20. heise.de, 31.08.2003
  21. Die Zeit (16/2002)
  22. fr, 24.11.2001
  23. Berliner Zeitung 2000
  24. Berliner Zeitung 1999
  25. Berliner Zeitung 1998
  26. Welt 1997
  27. Berliner Zeitung 1996
  28. Stuttgarter Zeitung 1995