Lamäng

Substantiv (Nomen), feminin (weiblich)

Aussprache

Lautschrift (IPA): [ˌlaˈmɛŋ]

Silbentrennung

Lamäng

Definition bzw. Bedeutung

umgangssprachlich, scherzhaft: Hand

Begriffsursprung

Im frühen 19. Jahrhundert wohl von Berlin ausgegangen; Entlehnung mitsamt Artikel aus französisch la main „die Hand“, gleichwohl der deutsche Artikel hinzugesetzt wird; französisch main entstammt gleichbedeutend lateinisch manus

Alternative Schreibweisen

  • Lamain (Nbf.)
  • Lameng (Nbf.)

Deklination (Fälle)

SingularPlural
Nominativdie Lamäng
Genitivdie Lamäng
Dativder Lamäng
Akkusativdie Lamäng

Anderes Wort für La­mäng (Synonyme)

Fasse
Flosse:
allgemeiner Sprachgebrauch, Tieranatomie: Antriebs- und Stabilisierungsorgan bei im Wasser lebenden Tieren
die Hand oder Fuß
fünfzackige Krone
fünfzinkige Gabel
Gabelersatz
Gottes Gabel
Grapsche
Greife
Griff:
das Beherrschen einer Aufgabe, oft in der Formulierung: im Griff
das Erfassen der Beute durch einen Raubvogel
Griffe
Klaue:
eine hakenartige Form bei Werkzeugen, Geräten und Vorrichtungen um Gegenstände besser Greifen zu können
häufig bei Insekten: scheren-, zangenähnlicher Fuß-Fortsatz
Kralle:
aus Horn gewachsene, gebogene, spitz zulaufende Hautbildung an den Zehen und Vorderzehen von Wirbeltieren
Gebilde an den Extremitäten von Gliederfüßern
NATO-Schaufel einfach
Oberfuß
Patsche:
Gerät zum Schlagen
kurz für: Feuerpatsche, Gerät zur Bekämpfung von Bränden
Pfote:
(mit Ausnahme der Huftiere – vom Rind, Schaf, Schwein abgesehen, deren Extremitäten gelegentlich »Pfoten« anstatt »Klauen« genannt werden – und Primaten) bei landlebigen Säugetieren (zumeist Raubtieren) in Zehen gespaltenes Ende der Extremitäten
ohne Plural; abwertend: (nicht oder schlecht lesbare) Handschrift
Vorderflosse
Vorderpfote:
Pfote von einem Vorderbein

Sinnverwandte Wörter

Pran­ke:
umgangssprachlich: große menschliche Hand
Zoologie: Tatze großer Raubtiere
Prat­ze:
große, starke Hand
großer Handschuh, der beim Boxen und bei anderen Kampfsportarten zur Abwehr von Schlägen im Training eingesetzt wird
Tat­ze:
Fuß bestimmter Tierarten wie Katzen und Bären

Redensarten & Redewendungen

  • aus der Lamäng
  • aus der freien Lamäng
  • aus der kalten Lamäng
  • nicht in die Lamäng
  • nicht in die kalte Lamäng
  • nicht in die nackte Lamäng

Beispielsätze

Darin erklärt sie, was es mit Wortschöpfungen wie "Lamäng", "Dalli" oder "Dusel" auf sich hat.

Übergeordnete Begriffe

Was reimt sich auf La­mäng?

Wortaufbau

Das zweisilbige Isogramm La­mäng be­steht aus sechs Buch­sta­ben und setzt sich wie folgt zu­sammen: 1 × A, 1 × Ä, 1 × G, 1 × L, 1 × M & 1 × N

  • Vokale: 1 × A, 1 × Ä
  • Konsonanten: 1 × G, 1 × L, 1 × M, 1 × N
  • Umlaute: 1 × Ä

Eine Worttrennung ist nach dem A mög­lich.

Das Alphagramm von La­mäng lautet: AÄGLMN

Buchstabiertafel

Entsprechend der deut­schen Buch­sta­bier­ta­fel für Wirt­schaft und Ver­wal­tung (DIN 5009:​2022-06) wird das Substantiv fol­gen­der­maßen buch­sta­biert:

  1. Leip­zig
  2. Aachen
  3. Mün­chen
  4. Umlaut-Aachen
  5. Nürn­berg
  6. Gos­lar

In Deutschland ebenfalls ge­läufig ist die Buch­sta­bie­rung nach dem pos­ta­li­schen Buch­sta­bier­al­pha­bet von 1950:

  1. Lud­wig
  2. Anton
  3. Martha
  4. Ärger
  5. Nord­pol
  6. Gus­tav

International ist das eng­lischs­spra­chige ICAO-Alpha­bet (kein „ẞ“ und keine Umlaute) an­er­kannt:

  1. Lima
  2. Alfa
  3. Mike
  4. Alfa
  5. Echo
  6. Novem­ber
  7. Golf

Heute vorwiegend nur noch als Funk­feuer in der Luft- und Schiff­fahrt ge­bräuch­lich ist der Mor­se­code (auch Mor­se­al­pha­bet oder Mor­se­zei­chen genannt):

  1. ▄ ▄▄▄▄ ▄ ▄
  2. ▄ ▄▄▄▄
  3. ▄▄▄▄ ▄▄▄▄
  4. ▄ ▄▄▄▄ ▄ ▄▄▄▄
  5. ▄▄▄▄ ▄
  6. ▄▄▄▄ ▄▄▄▄ ▄

Scrabble

Beim Scrabble gibt es 15 Punkte für das Wort.

Lamäng

Bitte je­doch stets das offi­zielle Scrabble-Regel­werk (z. B. zu Vor- und Nach­silben) beachten!

Worthäufigkeit

Das Nomen La­mäng kam im letz­ten Jahr äußerst sel­ten in deutsch­spra­chi­gen Tex­ten vor. Dies hat eine Aus­wer­tung meh­re­rer Mil­lio­nen Bei­spiel­sätze ergeben.

Quellen:
  1. [Allgemeine Datenbasis] Wiktionary-Autoren: Lamäng. In: Wiktionary – Das freie Wörterbuch, 2023, [online] de.wiktionary.org, CC BY-SA 3.0
  2. [Thesaurus] OpenThesaurus-User: Lamäng. In: OpenThesaurus – Das freie Wörterbuch für Synonyme, 2023, [online] openthesaurus.de, CC BY-SA 4.0
  3. [Newskorpus] D. Goldhahn, T. Eckart & U. Quasthoff: Building Large Monolingual Dictionaries at the Leipzig Corpora Collection: From 100 to 200 Languages. In: Proceedings of the 8th International Language Resources and Evaluation (LREC'12), 2012, CC BY 4.0
  1. Heinz Küpper: Wörterbuch der deutschen Umgangssprache. Klett, Stuttgart
  2. Wissenschaftlicher Rat der Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Deutsches Universalwörterbuch. 6. Auflage. Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2007, ISBN 978-3-411-05506-7
  3. Wissenschaftlicher Rat der Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Das große Fremdwörterbuch. Herkunft und Bedeutung der Fremdwörter. 4. Auflage. Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2007, ISBN 978-3-411-04164-0, DNB 982603452
  4. archiv.tagesspiegel.de, 13.08.2005