greifbar

Adjektiv (Wiewort)

Aussprache

Lautschrift (IPA):[ ˈɡʁaɪ̯fbaːɐ̯ ]

Silbentrennung

greifbar

Definition bzw. Bedeutung

  • greifbar nahe sein: sehr gut zu sehen sein

  • konkret, offensichtlich

  • so nahe, dass man es leicht finden kann

Steigerung (Komparation)

  1. greifbar (Positiv)
  2. greifbarer (Komparativ)
  3. am greifbarsten (Superlativ)

Anderes Wort für greif­bar (Synonyme)

anschaulich:
allgemein verständlich (zum Beispiel bei Weitergabe von Informationen)
in bildlicher, plastischer Art und Weise
anwendungsbezogen
auf den Gegenstand bezogen
bereit:
auf etwas vorbereitet, mit der Vorbereitung fertig
bestimmt:
eindeutig bestimmbar
für etwas vorgesehen
disponibel (geh.):
sofort verfügbar
Soziologie: vielseitig einsetzbar, auf Grund der Bildung
echt:
aufrichtig, wahr
ohne Steigerung: typisch
einsatzbereit:
dazu bereit, eingesetzt zu werden
einsatzfähig
fassbar:
geistig, mit dem Verstand wahrzunehmen; begreiflich, verständlich
körperlich greifbar, mit den Sinnen wahrzunehmen
fertig:
eine Fertigkeit beherrschend
servierfertig gegart
fix und fertig
fixfertig (ugs., schweiz., vorarlbergerisch)
gegenständlich:
konkret zum Anfassen vorhanden
so als Kunstobjekt gestaltet, dass der Betrachter einen Bezug zu wiedererkennbaren Dingen (Gegenständen) der Umwelt herstellen kann
handfest (ugs.):
deftig, herzhaft
ohne weitere Hebel oder Verlängerungen
komplett:
adverbielle Verwendung: völlig
bezogen auf eine Gesamtheit aus gleichartig Abzählbarem: vollzählig
konkret:
deutlich formuliert, sachlich, bestimmt, genau
sinnlich erfahrbar, anschaulich; wirklich; gegenständlich
parat:
erzeugt (zum Beispiel aus einem bestimmten Material)
zur Hand, fertig zur Verwendung/Anwendung
reell:
auf angemessene Weise, in angemessenem Umfang
auf die Wirklichkeit bezogen
sachbezogen:
an der Sache orientiert; unter Zurückstellung persönlicher/emotionaler Faktoren
startfertig
startklar (ugs.):
dafür vorbereitet, mit einer Sache beginnen zu können
verfügbar:
zur Verfügung stehend, so dass man darüber verfügen, es nutzen, verändern, weitergeben oder vernichten kann
wirklich:
den Erwartungen und Wertvorstellungen entsprechend
tatsächlich existierend und nicht nur in der Einbildung vorhanden seiend
zu Diensten (Person) (geh.)

Beispielsätze

  • Der Sieg scheint greifbar zu sein.

  • Bei gutem Wetter sind die Berge greifbar nahe.

  • Denn alle Eigenschaften des greifbaren Objekts, eben weil es greifbar ist, nehmen wir mit dem Tastsinn wahr.

  • Für einige Amerikaner ist es ein Statussymbol, ein großes Haus zu besitzen, der greifbare Beweis, dass sie es im Leben zu etwas gebracht haben.

  • Der riesige Wal schwamm in greifbarer Nähe vorbei.

  • Ein eigenes Haus zu besitzen gilt vielen Amerikanern seit Jahrzehnten als greifbares Symbol des amerikanischen Traums.

  • Diese Sache ist nicht greifbar.

  • Überm Meer schwebt eine Möve, einem Traum gleich niemals greifbar.

  • Die Barrikade wurde mit jeglichen greifbaren Mitteln befestigt, einschließlich von Holztüren, Metallzaunresten und Reifen.

  • Zweifel sind Verräter, die Gutes uns entziehn, das greifbar oft, durch Furcht vor dem Versuch.

  • Die Adventszeit ist in greifbare Nähe gerückt.

Praktische Beispiele aus der Medienlandschaft

  • Auch damals wurde im Gremium die „gute Idee“ des Modellprojektes unterstrichen, aber genauso der greifbare Erfolg vermisst.

  • Ähnlich verhalte es sich bei Gesundheitsbelangen, und ästhetische Ansichten seien ohnehin nur schwer rechtlich greifbar zu machen.

  • Dabei bleiben ihre Arbeiten meist ungegenständlich, abgesehen von den greifbaren Gegenständen, die integriert werden.

  • An der Sponsoren-Suche wird – wenn auch bisher ohne greifbaren Erfolg – gearbeitet.

  • Auf diese Weise versuchten die Forscher, den sehr individuellen Faktor Stress greifbar zu machen.

  • Als nächstes wird bestellt – und damit rückt die Zukunftsvision von der automatisierten Fortbewegung ohne Lärm und Abgas in greifbare Nähe.

  • Bislang hat es bei den Gesprächen kaum greifbare Ergebnisse gegeben.

  • Am Tag danach ist der Schock im Unternehmen greifbar.

  • Angesichts ihres Erfolges vor einem Jahr in den Zürcher Gemeinderatswahlen erscheinen 5 Sitze für sie in greifbarer Nähe.

  • Also alles in Butter bei den Dunkelroten und Rot-Rot-Grün in greifbarer Nähe?

  • Aber die Finanzministerin hat die Hosen gestrichen voll, dass vor der Wahl noch etwas greifbar wird.

  • Die Fortsetzung der Rally kommt damit in greifbare Nähe!

  • Das Ziel 2011 1,6 Millionen Autos zu verkaufen ist in greifbarer Nähe.

  • Die Negation des Systems also, dass in keiner Sekunde greifbar und genau deshalb das ist, was Jean Baudrillard Ereignis nennt.

  • Dabei ist der Hungertod für die Verantwortlichen doch viel greifbarer als die Szenarien über mögliche Klimafolgen.

Übersetzungen

Anagramme

Wortaufbau

Das zweisilbige Adjektiv greif­bar be­steht aus acht Buch­sta­ben und setzt sich wie folgt zu­sammen: 2 × R, 1 × A, 1 × B, 1 × E, 1 × F, 1 × G & 1 × I

  • Vokale: 1 × A, 1 × E, 1 × I
  • Konsonanten: 2 × R, 1 × B, 1 × F, 1 × G

Eine Worttrennung ist nach dem F mög­lich.

Das Alphagramm von greif­bar lautet: ABEFGIRR

Buchstabiertafel

Entsprechend der deut­schen Buch­sta­bier­ta­fel für Wirt­schaft und Ver­wal­tung (DIN 5009:​2022-06) wird das Wort fol­gen­der­maßen buch­sta­biert:

  1. Gos­lar
  2. Ros­tock
  3. Essen
  4. Ingel­heim
  5. Frank­furt
  6. Ber­lin
  7. Aachen
  8. Ros­tock

In Deutschland ebenfalls ge­läufig ist die Buch­sta­bie­rung nach dem pos­ta­li­schen Buch­sta­bier­al­pha­bet von 1950:

  1. Gus­tav
  2. Richard
  3. Emil
  4. Ida
  5. Fried­rich
  6. Berta
  7. Anton
  8. Richard

International ist das eng­lischs­spra­chige ICAO-Alpha­bet (kein „ẞ“ und keine Umlaute) an­er­kannt:

  1. Golf
  2. Romeo
  3. Echo
  4. India
  5. Fox­trot
  6. Bravo
  7. Alfa
  8. Romeo

Heute vorwiegend nur noch als Funk­feuer in der Luft- und Schiff­fahrt ge­bräuch­lich ist der Mor­se­code (auch Mor­se­al­pha­bet oder Mor­se­zei­chen genannt):

  1. ▄▄▄▄ ▄▄▄▄ ▄
  2. ▄ ▄▄▄▄ ▄
  3. ▄ ▄
  4. ▄ ▄ ▄▄▄▄ ▄
  5. ▄▄▄▄ ▄ ▄ ▄
  6. ▄ ▄▄▄▄
  7. ▄ ▄▄▄▄ ▄

Scrabble

Beim Scrabble gibt es 14 Punkte für das Wort.

greifbar

Bitte je­doch stets das offi­zielle Scrabble-Regel­werk (z. B. zu Vor- und Nach­silben) beachten!

Worthäufigkeit

Das Wie­wort greif­bar kam im letz­ten Jahr regel­mäßig in deutsch­spra­chi­gen Tex­ten vor. Die Wort­häu­fig­keit ist un­ge­fähr gleich­blei­bend. Dies hat eine Aus­wer­tung meh­re­rer Mil­lio­nen Bei­spiel­sätze ergeben.

Vorkommnisse im Sprachwörterbuch

flüch­tig:
nicht greifbar, immateriell
Kunst­lied:
Musik: ein Lied, dessen Urheber, Textdichter und Komponist klar bestimmbar ist und das meist über einen Verlag veröffentlicht ist; daher (im Gegensatz zum Volkslied) besser greifbar, dokumentierbar und als Gattung fassbarer
Ma­te­ri­a­li­tät:
Eigenschaft, einen Körper zu besitzen (der Raum einnimmt und der greifbar ist)
Phy­si­ka­li­tät:
Zustand/Eigenschaft, physisch präsent / materiell / greifbar / sinnlich erfahrbar zu sein
un­greif­bar:
nicht greifbar
Quellen:
  1. [Allgemeine Datenbasis] Wiktionary-Autoren: greifbar. In: Wiktionary – Das freie Wörterbuch, 2023, [online] de.wiktionary.org, CC BY-SA 3.0
  2. [Thesaurus] OpenThesaurus-User: greifbar. In: OpenThesaurus – Das freie Wörterbuch für Synonyme, 2024, [online] openthesaurus.de, CC BY-SA 4.0
  3. [erweiterte Beispielsätze] User-generated content: Satz-Nr. 12275464, 11573835, 8990767, 8816695, 5635557, 3433915, 3233378, 1789072 & 1242579. In: tatoeba.org, CC BY 2.0 FR
  4. [Newskorpus] D. Goldhahn, T. Eckart & U. Quasthoff: Building Large Monolingual Dictionaries at the Leipzig Corpora Collection: From 100 to 200 Languages. In: Proceedings of the 8th International Language Resources and Evaluation (LREC'12), 2012, CC BY 4.0
  1. merkur.de, 19.08.2023
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  5. spiegel.de, 02.09.2019
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  11. wirtschaftsblatt.at, 19.09.2013
  12. finanznachrichten.de, 20.07.2012
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  15. rp-online.de, 08.12.2009
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  18. bkz-online.de, 22.09.2006
  19. archiv.tagesspiegel.de, 28.03.2005
  20. Die Zeit (49/2004)
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  23. Die Zeit (24/2001)
  24. Junge Welt 2000
  25. BILD 1998
  26. Rhein-Neckar Zeitung, 07.06.1997
  27. Berliner Zeitung 1996
  28. Süddeutsche Zeitung 1995