Rufzeichen

Substantiv (Nomen), Neutrum (sächlich)

Aussprache

Lautschrift (IPA): [ˈʁuːfˌt͡saɪ̯çn̩]

Silbentrennung

Rufzeichen (Einzahl/Mehrzahl)

Definition bzw. Bedeutung

  • akustisches Signal, das anzeigt, dass die Leitung der angerufenen Person frei ist

  • akustisches, elektronisches Signal, an dem eine Funkstation zu erkennen oder zu identifizieren ist

  • optischer Hinweis auf die imperative Bedeutung eines Satzes

Begriffsursprung

Determinativkompositum aus dem Stamm des Verbs rufen und dem Substantiv Zeichen.

Deklination (Fälle)

SingularPlural
Nominativdas Rufzeichendie Rufzeichen
Genitivdes Rufzeichensder Rufzeichen
Dativdem Rufzeichenden Rufzeichen
Akkusativdas Rufzeichendie Rufzeichen

Anderes Wort für Ruf­zei­chen (Synonyme)

Ausrufezeichen:
Linguistik: Satzzeichen, das einen Satz als Aufforderungssatz oder Ausrufesatz kennzeichnet
Ausrufungszeichen:
Linguistik: Satzzeichen, das dazu dient, Sätze als Aufforderungssätze, Ausrufesätze oder Befehlssätze zu kennzeichen
Zoologie: Nachtfalter aus der Familie der Eulenfalter
Ausrufzeichen (schweiz.)
Funkstellenkennung
Kennung:
akustisches, elektronisches Signal, an dem eine Funkstation zu erkennen oder zu identifizieren ist
Landmarke
Stationskennung
Freiton (fachspr.):
Tonsignal im Telefon, das anzeigt, dass der/die Angerufene nicht gerade einen anderen Anruf hat
Freizeichen:
Tonsignal im Telefon, das anzeigt, dass der/die Angerufene nicht gerade einen anderen Anruf hat
Funkkennung

Beispielsätze

  • In der Region Emilia-Romagna sei er als Bataillonskommandeur unter dem Rufzeichen „Teufel“ bekannt gewesen.

  • Wenn Bork funkt, meldet er sich mit seinem Rufzeichen DM4AB, Zimmermann mit DL1WOL.

  • Das ist eine Ehe – Punkt, oder besser: Rufzeichen!

  • Das Rufzeichen hinter der eigentlichen Frage ist beabsichtigt.

  • Während der Punkt immer öfter weggelassen wird, werden Rufzeichen zur Betonung einer Aussage ("Sehr gut!

  • Die Shift-Taste für das Rufzeichen befindet sich im Normalfall zu linker und zu rechter Hand ca. 2 cm oberhalb des unteren Tastaturendes.

  • Der einzige waschechte Swissair-Mann an diesem Mittag ist Walter Sieber, Rufzeichen HB9BHY.

  • Am Sonntag (14.00) will Schumacher beim GP von Belgien ein Rufzeichen setzen.

  • Ihr Rufzeichen, das sie beim Funken mit anderen Funkstellen identifiziert, ist DBAP.

  • Dieter Ulrich sammelt Rufzeichen, genauer gesagt: QSL-Karten, die Funkkontakte bestätigen.

  • In den USA sind so viele Rufzeichen gemeldet, wie auf der ganzen Welt zusammen.

  • Unvermittelt ertönen Vivaldis "Vier Jahreszeiten" - der Herr in der ersten Reihe hat versehentlich sein Rufzeichen ausgelöst.

  • "Jake 03", so das Rufzeichen der Maschine, fliegt in Richtung Balkan.

  • Und morgen nun wird Mr. Newman siebzig - und sieht aus, immer noch so, daß wir daran kein Rufzeichen werden zurücknehmen müssen.

Übersetzungen

Wortaufbau

Das dreisilbige Substantiv Ruf­zei­chen be­steht aus zehn Buch­sta­ben und setzt sich wie folgt zu­sammen: 2 × E, 1 × C, 1 × F, 1 × H, 1 × I, 1 × N, 1 × R, 1 × U & 1 × Z

  • Vokale: 2 × E, 1 × I, 1 × U
  • Konsonanten: 1 × C, 1 × F, 1 × H, 1 × N, 1 × R, 1 × Z

Eine Worttrennung ist nach dem F und I mög­lich.

Das Alphagramm von Ruf­zei­chen lautet: CEEFHINRUZ

Buchstabiertafel

Entsprechend der deut­schen Buch­sta­bier­ta­fel für Wirt­schaft und Ver­wal­tung (DIN 5009:​2022-06) wird das Wort fol­gen­der­maßen buch­sta­biert:

  1. Ros­tock
  2. Unna
  3. Frank­furt
  4. Zwickau
  5. Essen
  6. Ingel­heim
  7. Chem­nitz
  8. Ham­burg
  9. Essen
  10. Nürn­berg

In Deutschland ebenfalls ge­läufig ist die Buch­sta­bie­rung nach dem pos­ta­li­schen Buch­sta­bier­al­pha­bet von 1950:

  1. Richard
  2. Ulrich
  3. Fried­rich
  4. Zacharias
  5. Emil
  6. Ida
  7. Cäsar
  8. Hein­reich
  9. Emil
  10. Nord­pol

International ist das eng­lischs­spra­chige ICAO-Alpha­bet (kein „ẞ“ und keine Umlaute) an­er­kannt:

  1. Romeo
  2. Uni­form
  3. Fox­trot
  4. Zulu
  5. Echo
  6. India
  7. Char­lie
  8. Hotel
  9. Echo
  10. Novem­ber

Heute vorwiegend nur noch als Funk­feuer in der Luft- und Schiff­fahrt ge­bräuch­lich ist der Mor­se­code (auch Mor­se­al­pha­bet oder Mor­se­zei­chen genannt):

  1. ▄ ▄▄▄▄ ▄
  2. ▄ ▄ ▄▄▄▄
  3. ▄ ▄ ▄▄▄▄ ▄
  4. ▄▄▄▄ ▄▄▄▄ ▄ ▄
  5. ▄ ▄
  6. ▄▄▄▄ ▄ ▄▄▄▄ ▄
  7. ▄ ▄ ▄ ▄
  8. ▄▄▄▄ ▄

Scrabble

Beim Scrabble gibt es 19 Punkte für das Wort.

Rufzeichen

Bitte je­doch stets das offi­zielle Scrabble-Regel­werk (z. B. zu Vor- und Nach­silben) beachten!

Worthäufigkeit

Das Nomen Ruf­zei­chen kam im letz­ten Jahr sel­ten in deutsch­spra­chi­gen Tex­ten vor. Die Wort­häu­fig­keit ist un­ge­fähr gleich­blei­bend. Dies hat eine Aus­wer­tung meh­re­rer Mil­lio­nen Bei­spiel­sätze ergeben.

Quellen:
  1. [Allgemeine Datenbasis] Wiktionary-Autoren: Rufzeichen. In: Wiktionary – Das freie Wörterbuch, 2023, [online] de.wiktionary.org, CC BY-SA 3.0
  2. [Thesaurus] OpenThesaurus-User: Rufzeichen. In: OpenThesaurus – Das freie Wörterbuch für Synonyme, 2023, [online] openthesaurus.de, CC BY-SA 4.0
  3. [Newskorpus] D. Goldhahn, T. Eckart & U. Quasthoff: Building Large Monolingual Dictionaries at the Leipzig Corpora Collection: From 100 to 200 Languages. In: Proceedings of the 8th International Language Resources and Evaluation (LREC'12), 2012, CC BY 4.0
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  2. augsburger-allgemeine.de, 10.09.2019
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  12. DIE WELT 2001
  13. Welt 1996
  14. Stuttgarter Zeitung 1995