Kundgabe

Substantiv (Nomen), feminin (weiblich)

Aussprache

Lautschrift (IPA): [ˈkʊntˌɡaːbə]

Silbentrennung

Kundgabe (Mehrzahl:Kundgaben)

Definition bzw. Bedeutung

Handlung, etwas zu verkünden/kundzutun

Begriffsursprung

Substantiv zum Verb kundgeben

Deklination (Fälle)

SingularPlural
Nominativdie Kundgabedie Kundgaben
Genitivdie Kundgabeder Kundgaben
Dativder Kundgabeden Kundgaben
Akkusativdie Kundgabedie Kundgaben

Anderes Wort für Kund­ga­be (Synonyme)

Bekanntgabe:
eine mündliche oder schriftliche Aussage, die Leute/die Öffentlichkeit über etwas informiert
Bekanntmachung:
öffentliche Mitteilung
Mitteilung:
Nachricht über etwas, Weitergabe einer Information
Publikation (fachspr.):
das Veröffentlichen von etwas
Schriftstück, das veröffentlicht wurde
Publizieren
Unterrichtung:
das Informieren/die Benachrichtigung von jemanden über einen Sachverhalt
Verkündigung:
öffentlich getätigte Aussage, die einer Tatsache entspricht oder auch eine religiöse Botschaft birgt
Verlautbarung:
Veröffentlichung einer Information
Veröffentlichen
Veröffentlichung:
gemäß veröffentlichtes Medium selbst
Vorgang der Verfügbarmachung eines Mediums der breiten Masse

Beispielsätze

  • Nicht die Kundgabe einer Meinung, die Betätigung als Bürger lockt in den Tiergarten, sondern der Rausch des Ich-Gefühls im Wir-Getümmel.

  • Beleidigung ist, so sagt es die juristische Definition, die Kundgabe von Missachtung und Nichtachtung.

Wortaufbau

Das dreisilbige Isogramm Kund­ga­be be­steht aus acht Buch­sta­ben und setzt sich wie folgt zu­sammen: 1 × A, 1 × B, 1 × D, 1 × E, 1 × G, 1 × K, 1 × N & 1 × U

  • Vokale: 1 × A, 1 × E, 1 × U
  • Konsonanten: 1 × B, 1 × D, 1 × G, 1 × K, 1 × N

Eine Worttrennung ist nach dem D und A mög­lich. Im Plu­ral Kund­ga­ben an glei­cher Stelle.

Das Alphagramm von Kund­ga­be lautet: ABDEGKNU

Buchstabiertafel

Entsprechend der deut­schen Buch­sta­bier­ta­fel für Wirt­schaft und Ver­wal­tung (DIN 5009:​2022-06) wird das Substantiv fol­gen­der­maßen buch­sta­biert:

  1. Köln
  2. Unna
  3. Nürn­berg
  4. Düssel­dorf
  5. Gos­lar
  6. Aachen
  7. Ber­lin
  8. Essen

In Deutschland ebenfalls ge­läufig ist die Buch­sta­bie­rung nach dem pos­ta­li­schen Buch­sta­bier­al­pha­bet von 1950:

  1. Kauf­mann
  2. Ulrich
  3. Nord­pol
  4. Dora
  5. Gus­tav
  6. Anton
  7. Berta
  8. Emil

International ist das eng­lischs­spra­chige ICAO-Alpha­bet (kein „ẞ“ und keine Umlaute) an­er­kannt:

  1. Kilo
  2. Uni­form
  3. Novem­ber
  4. Delta
  5. Golf
  6. Alfa
  7. Bravo
  8. Echo

Heute vorwiegend nur noch als Funk­feuer in der Luft- und Schiff­fahrt ge­bräuch­lich ist der Mor­se­code (auch Mor­se­al­pha­bet oder Mor­se­zei­chen genannt):

  1. ▄▄▄▄ ▄ ▄▄▄▄
  2. ▄ ▄ ▄▄▄▄
  3. ▄▄▄▄ ▄
  4. ▄▄▄▄ ▄ ▄
  5. ▄▄▄▄ ▄▄▄▄ ▄
  6. ▄ ▄▄▄▄
  7. ▄▄▄▄ ▄ ▄ ▄

Scrabble

Beim Scrabble gibt es 14 Punkte für das Wort Kund­ga­be (Sin­gu­lar) bzw. 15 Punkte für Kund­ga­ben (Plural).

Kundgabe

Bitte je­doch stets das offi­zielle Scrabble-Regel­werk (z. B. zu Vor- und Nach­silben) beachten!

Worthäufigkeit

Das Nomen Kund­ga­be kam im letz­ten Jahr äußerst sel­ten in deutsch­spra­chi­gen Tex­ten vor. Dies hat eine Aus­wer­tung meh­re­rer Mil­lio­nen Bei­spiel­sätze ergeben.

Vorkommnisse im Sprachwörterbuch

Be­lei­di­gung:
deutsches Strafrecht: nach § 185 StGB strafbare vorsätzliche Kundgabe der Missachtung oder Nichtachtung einer (natürlichen oder juristischen) Person, wodurch deren Ehre (Wert, der ihr aufgrund der Personenwürde und dem sittlich-sozialen Verhalten zukommt) verletzt wird
Quellen:
  1. [Allgemeine Datenbasis] Wiktionary-Autoren: Kundgabe. In: Wiktionary – Das freie Wörterbuch, 2023, [online] de.wiktionary.org, CC BY-SA 3.0
  2. [Thesaurus] OpenThesaurus-User: Kundgabe. In: OpenThesaurus – Das freie Wörterbuch für Synonyme, 2023, [online] openthesaurus.de, CC BY-SA 4.0
  3. [Newskorpus] D. Goldhahn, T. Eckart & U. Quasthoff: Building Large Monolingual Dictionaries at the Leipzig Corpora Collection: From 100 to 200 Languages. In: Proceedings of the 8th International Language Resources and Evaluation (LREC'12), 2012, CC BY 4.0
  1. bz, 21.07.2001
  2. sz, 29.08.2001