Analphabetismus

Substantiv (Nomen), maskulin (männlich)

Aussprache

Lautschrift (IPA): [anʔalfabeˈtɪsmʊs]

Silbentrennung

Analphabetismus (Mehrzahl:Analphabetismen)

Definition bzw. Bedeutung

Zustand, in dem Jemand nicht Lesen und Schreiben kann, Zustand eines Analphabeten.

Begriffsursprung

Ableitung zu Analphabet mit dem Derivatem -ismus.

Deklination (Fälle)

SingularPlural
Nominativder Analphabetismusdie Analphabetismen
Genitivdes Analphabetismusder Analphabetismen
Dativdem Analphabetismusden Analphabetismen
Akkusativden Analphabetismusdie Analphabetismen

Anderes Wort für An­al­pha­be­tis­mus (Synonyme)

Schriftunkundigkeit

Gegenteil von An­al­pha­be­tis­mus (Antonyme)

Schriftkundigkeit

Beispielsätze

  • Die Statistik verschweigt die Häufigkeit funktionaler Analphabetismen.

  • Das Bildungsministerium startet eine Kampagne gegen Analphabetismus.

Praktische Beispiele aus der Medienlandschaft

  • Damit ist die ‚Orientierung‘ ein Bollwerk gegen Ignoranz, Jubelfunk und religiösen Analphabetismus und wird mehr denn je gebraucht.

  • Dieser politische Analphabetismus spiegelt sich auf der deutschen Linken: Sozialpädagogen, Lehrer, wasmitMedien, wasmitKultur.

  • Je weiter man die Definition von Analphabetismus fasst, um so höhere Prozentzahlen bekommt man.

  • Weitere Erfolge sind in der Bildung, im Kampf gegen den Analphabetismus und in der medizinischen Versorgung zu verzeichnen.

  • Diese Fehlinformation ist Ihrem funktionellen Analphabetismus geschuldet.

  • Damit sind hierzulande doppelt so viel Menschen vom funktionalen Analphabetismus betroffen als bislang gedacht.

  • In der Gesellschaft ist Analphabetismus noch immer ein Tabu-Thema.

  • Der Wirtschaftswissenschaftler Hickel nannte die schwarz-rote Wirtschaftspolitik von "gesamtwirtschaftlichem Analphabetismus" geprägt.

  • Klaus-Dieter P. und Michael M. sind zwei Beispiele für ein Problem, das in Deutschland lange Zeit ignoriert wurde: Analphabetismus.

  • Analphabetismus bedeutet nicht, keinen einzigen Buchstaben zu kennen, sondern am alltäglichen Lesen und Schreiben zu scheitern.

  • Der "digitale Analphabetismus" sei noch weit verbreitet in seinem Land, das seit dem 1. Mai zur EU gehört.

  • Was wir zurzeit sehen, ist ja ein Analphabetismus des Glaubens: Heiliger Krieg, göttlicher Segen für eine Nation im Krieg und so weiter.

  • Ebenso die Schlussfolgerung, dass der finanzielle Analphabetismus zwangsläufig zu einem Alter in Armut führen muss.

  • Sie nicht zu kennen, das ist kultureller Analphabetismus.

  • Heute spricht sie locker von ihrer "Lernbehinderung", wie sie den Analphabetismus nennt.

  • Den "Analphabetismus der Angst" verdunkeln selbst die hellsten Scheinwerfer.

  • Forscher unterscheiden zwischen drei Formen von Analphabetismus, dem totalen, dem funktionalen und dem sekundären Analphabetismus.

  • Der naturwissenschaftliche Analphabetismus der Deutschen ist indes auch in internationalen Studien aktenkundig geworden.

  • Einen modernen Analphabetismus könne sich niemand leisten.

  • In der Folge haben wir einen enormen Anstieg von Analphabetismus; Zehntausenden Kindern wird das Recht verweigert, eine Schule zu besuchen.

  • Auch beträgt der Analphabetismus nur noch rund 13 Prozent in Mexiko.

  • Die Folgen des Analphabetismus seien schwerwiegend, sagte Unicef-Exekutivdirektorin Carol Bellamy am Dienstag in London.

  • Der Verfasser des vor Rechtschreibfehlern strotzenden Flugblattes unterstellt den Adressaten "Analphabetismus".

  • Als wären die Kinderarmut, die Frauenschicksale und der Analphabetismus, die sich ausbreiten, der Normalzustand.

  • Sonst entsteht ein neuer Typ von 'Analphabetismus'.

  • Wahrscheinlich korrelieren Analphabetismus und Delinquententum tatsächlich (Sanders behauptet es nur vage).

Übergeordnete Begriffe

Untergeordnete Begriffe

  • Cyber-Analphabetismus
  • funktionaler Analphabetismus
  • funktioneller Analphabetismus
  • primärer Analphabetismus
  • sekundärer Analphabetismus

Übersetzungen

Was reimt sich auf An­al­pha­be­tis­mus?

Wortaufbau

Das sechssilbige Substantiv An­al­pha­be­tis­mus be­steht aus 15 Buch­sta­ben und setzt sich wie folgt zu­sammen: 3 × A, 2 × S, 1 × B, 1 × E, 1 × H, 1 × I, 1 × L, 1 × M, 1 × N, 1 × P, 1 × T & 1 × U

  • Vokale: 3 × A, 1 × E, 1 × I, 1 × U
  • Konsonanten: 2 × S, 1 × B, 1 × H, 1 × L, 1 × M, 1 × N, 1 × P, 1 × T

Eine Worttrennung ist nach dem N, L, drit­ten A, E und ers­ten S mög­lich. Im Plu­ral An­al­pha­be­tis­men nach dem ers­ten N, L, zwei­ten A, ers­ten E und S.

Das Alphagramm von An­al­pha­be­tis­mus lautet: AAABEHILMNPSSTU

Buchstabiertafel

Entsprechend der deut­schen Buch­sta­bier­ta­fel für Wirt­schaft und Ver­wal­tung (DIN 5009:​2022-06) wird das Wort fol­gen­der­maßen buch­sta­biert:

  1. Aachen
  2. Nürn­berg
  3. Aachen
  4. Leip­zig
  5. Pots­dam
  6. Ham­burg
  7. Aachen
  8. Ber­lin
  9. Essen
  10. Tü­bin­gen
  11. Ingel­heim
  12. Salz­wedel
  13. Mün­chen
  14. Unna
  15. Salz­wedel

In Deutschland ebenfalls ge­läufig ist die Buch­sta­bie­rung nach dem pos­ta­li­schen Buch­sta­bier­al­pha­bet von 1950:

  1. Anton
  2. Nord­pol
  3. Anton
  4. Lud­wig
  5. Paula
  6. Hein­reich
  7. Anton
  8. Berta
  9. Emil
  10. Theo­dor
  11. Ida
  12. Samuel
  13. Martha
  14. Ulrich
  15. Samuel

International ist das eng­lischs­spra­chige ICAO-Alpha­bet (kein „ẞ“ und keine Umlaute) an­er­kannt:

  1. Alfa
  2. Novem­ber
  3. Alfa
  4. Lima
  5. Papa
  6. Hotel
  7. Alfa
  8. Bravo
  9. Echo
  10. Tango
  11. India
  12. Sierra
  13. Mike
  14. Uni­form
  15. Sierra

Heute vorwiegend nur noch als Funk­feuer in der Luft- und Schiff­fahrt ge­bräuch­lich ist der Mor­se­code (auch Mor­se­al­pha­bet oder Mor­se­zei­chen genannt):

  1. ▄ ▄▄▄▄
  2. ▄▄▄▄ ▄
  3. ▄ ▄▄▄▄
  4. ▄ ▄▄▄▄ ▄ ▄
  5. ▄ ▄▄▄▄ ▄▄▄▄ ▄
  6. ▄ ▄ ▄ ▄
  7. ▄ ▄▄▄▄
  8. ▄▄▄▄ ▄ ▄ ▄
  9. ▄▄▄▄
  10. ▄ ▄
  11. ▄ ▄ ▄
  12. ▄▄▄▄ ▄▄▄▄
  13. ▄ ▄ ▄▄▄▄
  14. ▄ ▄ ▄

Scrabble

Beim Scrabble gibt es 24 Punkte für das Wort An­al­pha­be­tis­mus (Sin­gu­lar) bzw. für An­al­pha­be­tis­men (Plural).

Analphabetismus

Bitte je­doch stets das offi­zielle Scrabble-Regel­werk (z. B. zu Vor- und Nach­silben) beachten!

Worthäufigkeit

Das Nomen An­al­pha­be­tis­mus kam im letz­ten Jahr sel­ten in deutsch­spra­chi­gen Tex­ten vor. Die Wort­häu­fig­keit ist un­ge­fähr gleich­blei­bend. Dies hat eine Aus­wer­tung meh­re­rer Mil­lio­nen Bei­spiel­sätze ergeben.

Vorkommnisse im Sprachwörterbuch

An­al­pha­bet:
jemand, der nicht lesen und/oder schreiben kann; jemand, der an Analphabetismus leidet

Buchtitel

  • Funktionaler Analphabetismus als Gegenstand Sozialer Arbeit? Margit Kreikenbom | ISBN: 978-3-63923-196-0
Quellen:
  1. [Allgemeine Datenbasis] Wiktionary-Autoren: Analphabetismus. In: Wiktionary – Das freie Wörterbuch, 2023, [online] de.wiktionary.org, CC BY-SA 3.0
  2. [Thesaurus] OpenThesaurus-User: Analphabetismus. In: OpenThesaurus – Das freie Wörterbuch für Synonyme, 2023, [online] openthesaurus.de, CC BY-SA 4.0
  3. [Newskorpus] D. Goldhahn, T. Eckart & U. Quasthoff: Building Large Monolingual Dictionaries at the Leipzig Corpora Collection: From 100 to 200 Languages. In: Proceedings of the 8th International Language Resources and Evaluation (LREC'12), 2012, CC BY 4.0
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  21. Tagesspiegel 1999
  22. Berliner Zeitung 1998
  23. Berliner Zeitung 1997
  24. Süddeutsche Zeitung 1996
  25. Die Zeit 1995