schlüpfrig

Adjektiv (Wiewort)

Aussprache

Lautschrift (IPA): [ˈʃlʏp͡fʁɪç]

Silbentrennung

schlüpfrig

Definition bzw. Bedeutung

Steigerung (Komparation)

  1. schlüpfrig (Positiv)
  2. schlüpfriger (Komparativ)
  3. am schlüpfrigsten (Superlativ)

Anderes Wort für schlüpf­rig (Synonyme)

anzüglich:
auf etwas Unangenehmes anspielend
ungehörig, anstößig
eindeutig-zweideutig
frivol:
frech, schamlos
veraltend: leichtfertig
glatt:
Mathematik, von Funktionen: unendlich oft (stetig) differenzierbar
adverbieller Gebrauch: ohne Umstände, schlichtweg, schlechterdings
glitschig:
umgangssprachlich: schlüpfrig, so beschaffen, dass Gegenstände darüber gleiten oder Personen darauf ausgleiten können, meist durch eine reibungsmindernde Schmier- oder Schleimschicht
nicht (ganz) stubenrein
pikant:
Speisen: gut oder kräftig gewürzt, scharf
übertragen: anstößig, schlüpfrig, obszön
Rutschbahn (fig.):
glatte, entweder ebene oder abschüssige, begrenzte Fläche, auf der man rutschen/herunterrutschen kann
rutschig:
so beschaffen, dass jemand/etwas rutschen, ausgleiten kann
schmierig:
feucht klebrig, glatt rutschig
übertragen: glatt, widerlich, unangenehm freundlich
spiegelglatt:
sehr glatt, rutschig
über Wasser oder Eis: ohne Kräuselung oder Unebenheit, mit so glatter Oberfläche, dass sich Objekte spiegeln
unanständig:
den guten Sitten widersprechend, gegen sie verstoßend
zweideutig:
auf Sexuelles anspielend
zwei Deutungen zulassend; auf zwei Arten zu interpretieren

Sinnverwandte Wörter

obs­zön:
das Schamgefühl verletzend, sittliche Entrüstung hervorrufend
schweinisch
ver­saut:
unanständig, zotig

Beispielsätze

  • Er erzählt ständig irgendwelche schlüpfrigen Witze.

  • Der Beckenrand ist sehr schlüpfrig.

Praktische Beispiele aus der Medienlandschaft

  • Der zweite schwule TV-Bachelor verrät in BILD, wie schlüpfrig die zweite Staffel wird und welche Männer bei ihm direkt abblitzen.

  • Es wurde sinnlich und ein kleines bisschen schlüpfrig am Einfelder See.

  • Als »very fishy«, »ziemlich schlüpfrig« bezeichnete er den Selbstmord von Vince Foster, einem ehemaligen Berater von Präsident Bill Clinton.

  • Der 71-Jährige wurde vor allem als Moderator der Spielshow "Geh' aufs Ganze" bekannt - dort ging es jedoch weitaus wenig schlüpfriger zu.

  • Yavbou ist, wenn man die Silben in umgekehrter Reihenfolge liest, abgeleitet von bouillave, was ein schlüpfriger Slangausdruck ist.

  • Und dabei wurde es ganz schön schlüpfrig und emotional.

  • Dieses System überwacht die Vorderräder und greift immer dann ein, wenn es schlüpfrig wird.

  • Das Stück gewinnt rasch an Fahrt, die Sprache ist deftig, direkt und manchmal sogar schlüpfrig.

  • "Sie sind in keiner Weise schlüpfrig", sagte sie.

  • Da zog wohl der Kultfaktor und es versprach schlüpfrig zu werden.

  • Der Humor der Woesner Brothers ist schlüpfrig, aber nicht billig.

  • Das Bekanntwerden neuer, schlüpfriger Details muss Sven-Göran Eriksson allerdings nicht befürchten.

  • Seine anderen Geschäftsinteressen sind eher schlüpfriger Natur.

  • Den ganz peinlichen Part überlässt er aber lieber seinem Bongo-Spieler, der einen romantischen Liedtext mit schlüpfriger Gestik nachspielt.

  • Paradoxerweise erweist sich das Glück als umso schlüpfriger, je gezielter der Mensch nach ihm greift.

  • Ihnen kommt das alles zu schlüpfrig vor.

  • Andere werden sich am englischen Titel stoßen: Aber wäre "Wie sie es tun" nicht doch zu schlüpfrig gewesen?

  • Bonn - Schlank, schwarz und schlüpfrig steht der Vogel vor dem Wissenschaftszentrum in Bonn, als wolle er gleich abheben.

  • Nichts ist zu schlüpfrig.

Untergeordnete Begriffe

Übersetzungen

Wortaufbau

Das zweisilbige Adjektiv »schlüpf­rig« be­steht aus zehn Buch­sta­ben und setzt sich wie folgt zu­sammen: 1 × C, 1 × F, 1 × G, 1 × H, 1 × I, 1 × L, 1 × P, 1 × R, 1 × S & 1 × Ü

  • Vokale: 1 × I, 1 × Ü
  • Konsonanten: 1 × C, 1 × F, 1 × G, 1 × H, 1 × L, 1 × P, 1 × R, 1 × S
  • Umlaute: 1 × Ü

Eine Worttrennung ist nach dem F mög­lich.

Das Alphagramm von »schlüpf­rig« lautet: CFGHILPRSÜ

Buchstabiertafel

Entsprechend der deut­schen Buch­sta­bier­ta­fel für Wirt­schaft und Ver­wal­tung (DIN 5009:​2022-06) wird das Wort fol­gen­der­maßen buch­sta­biert:

  1. Salz­wedel
  2. Chem­nitz
  3. Ham­burg
  4. Leip­zig
  5. Umlaut-Unna
  6. Pots­dam
  7. Frank­furt
  8. Ros­tock
  9. Ingel­heim
  10. Gos­lar

In Deutschland ebenfalls ge­läufig ist die Buch­sta­bie­rung nach dem pos­ta­li­schen Buch­sta­bier­al­pha­bet von 1950:

  1. Samuel
  2. Cäsar
  3. Hein­reich
  4. Lud­wig
  5. Über­mut
  6. Paula
  7. Fried­rich
  8. Richard
  9. Ida
  10. Gus­tav

International ist das eng­lischs­spra­chige ICAO-Alpha­bet (kein „ẞ“ und keine Umlaute) an­er­kannt:

  1. Sierra
  2. Char­lie
  3. Hotel
  4. Lima
  5. Uni­form
  6. Echo
  7. Papa
  8. Fox­trot
  9. Romeo
  10. India
  11. Golf

Heute vorwiegend nur noch als Funk­feuer in der Luft- und Schiff­fahrt ge­bräuch­lich ist der Mor­se­code (auch Mor­se­al­pha­bet oder Mor­se­zei­chen genannt):

  1. ▄ ▄ ▄
  2. ▄▄▄▄ ▄ ▄▄▄▄ ▄
  3. ▄ ▄ ▄ ▄
  4. ▄ ▄▄▄▄ ▄ ▄
  5. ▄ ▄ ▄▄▄▄ ▄▄▄▄
  6. ▄ ▄▄▄▄ ▄▄▄▄ ▄
  7. ▄ ▄ ▄▄▄▄ ▄
  8. ▄ ▄▄▄▄ ▄
  9. ▄ ▄
  10. ▄▄▄▄ ▄▄▄▄ ▄

Scrabble

Beim Scrabble gibt es 27 Punkte für das Wort.

schlüpfrig

Bitte je­doch stets das offi­zielle Scrabble-Regel­werk (z. B. zu Vor- und Nach­silben) beachten!

Worthäufigkeit

Das Wie­wort »schlüpf­rig« kam im letz­ten Jahr äußerst sel­ten in deutsch­spra­chi­gen Tex­ten vor. Dies hat eine Aus­wer­tung meh­re­rer Mil­lio­nen Bei­spiel­sätze ergeben.

Vorkommnisse im Sprachwörterbuch

aal­glatt:
von der oberflächlichen Beschaffenheit her wie eine Aalhaut; schleimig-glatt, schlüpfrig
ska­b­rös:
heikel, schlüpfrig
Quellen:
  1. [Allgemeine Datenbasis] Wiktionary-Autoren: schlüpfrig. In: Wiktionary – Das freie Wörterbuch, 2022, [online] de.wiktionary.org, CC BY-SA 3.0
  2. [Synonyme] OpenThesaurus-User: schlüpfrig. In: OpenThesaurus – Das freie Wörterbuch für Synonyme, 2023, [online] openthesaurus.de, CC BY-SA 4.0
  3. [Newskorpus] D. Goldhahn, T. Eckart & U. Quasthoff: Building Large Monolingual Dictionaries at the Leipzig Corpora Collection: From 100 to 200 Languages. In: Proceedings of the 8th International Language Resources and Evaluation (LREC'12), 2012, CC BY 4.0
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  16. sueddeutsche.de, 06.05.2003
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  19. Süddeutsche Zeitung 1996