orbital

Adjektiv (Wiewort)

 ➠ siehe auch: Or­bi­tal (Substantiv)

Aussprache

Lautschrift (IPA):[ ɔʁbiˈtaːl ]

Silbentrennung

orbital

Definition bzw. Bedeutung

Begriffsursprung

Abgeleitet von lateinisch orbita „Wagenspur, Pfad“, dieses abgeleitet von orbis „Kreis, Rundung, Umkreis, Kreislauf, metonymisch: alles Kreisförmige“; die Bedeutungszuordnung von „Augenhöhle“ zu Orbita – die Fläche, auf welcher der Augapfel sich dreht – geht auf Gerardus Cremonensis (1114–1187), Übersetzer des persischen Arztes Avicenna, zurück; die Neubildung des zugehörigen mittellateinischen Adjektivs orbitalis „zur Augenhöhle gehörig“ erfolgte im Anschluss.

Anderes Wort für or­bi­tal (Synonyme)

den Augapfel betreffend

Sinnverwandte Wörter

kreis­för­mig:
in der Form eines Kreises

Gegenteil von or­bi­tal (Antonyme)

ab­do­mi­nal:
den Bauch des Menschen betreffend
den Hinterleib des Insekts betreffend
anal:
zum After gehörend, den After betreffend
bra­chi­al:
bildungssprachlich: rohe körperliche Gewalt einsetzend, handgreiflich
keine Steigerung, Anatomie: zum Oberarm gehörig, den Arm betreffend
bron­chi­al:
die Bronchien betreffend, zu den Bronchien gehörend
den­tal:
Anatomie: zu den Zähnen gehörig, die Zähne betreffend
Linguistik: mit Zunge und (oberen) Zähnen gebildet
der­mal:
die Haut betreffend, von der Haut abstammend, an der Haut liegend
dermatisch
dor­sal:
Anatomie: die Rückseite eines Organs oder Körperteils betreffend
Linguistik: Artikulation von Lauten mit dem Zungenrücken
gas­t­ral:
Anatomie: den Magen betreffend, zum Magen gehörend
gas­t­ro­en­te­risch:
Magen und Darm betreffend
gas­t­ro­in­tes­ti­nal:
Anatomie: Magen und Darm betreffend
he­pa­tisch:
zur Leber gehörend, die Leber betreffend
infraorbital
in­ter­or­bi­tal:
zwischen den Orbits liegend
in­tes­ti­nal:
zum Darmkanal gehörend
kar­dio­vas­ku­lär:
das Herz und die Gefäße betreffend
Ko­hy­p­o­nym:
Linguistik: eines von mehreren Hyponymen des gleichen Hyperonyms (also einer von mehreren Unterbegriffen zu demselben Oberbegriff)
ko­ro­nar:
die Herzkranzgefäße betreffend, zu den Herzkranzgefäßen gehörend
lumbal
lym­pha­tisch:
zum Lymphsystem gehörig, das Lymphsystem betreffend
mus­ku­lär:
Anatomie: zu den Muskeln gehörig, die Muskulatur betreffend
na­sal:
Artikulationsweise von Nasalkonsonanten und Nasalvokalen, bei der der Luftstrom ganz oder teilweise über den Nasenraum entweicht
die Nase (Nasus) betreffend; via Nase
öso­pha­gisch:
die Speiseröhre (Ösophagus) betreffend; zur Speiseröhre gehörend
oku­lar:
Medizin: das Auge betreffend
ok­zi­pi­tal:
Lagebezeichnung am Hinterhaupt gelegen; sich auf das Hinterhaupt beziehend
oph­thal­misch:
Anatomie: zum Auge gehörend, das Auge betreffend
oral:
den Mund betreffend; mit dem Mund
ein artikulatorisches Merkmal, das diejenigen Laute auszeichnet, bei denen der Luftstrom nur durch den Mundraum und nicht durch den Nasenraum geführt wird
ova­ri­al:
den Eierstock (das Ovarium) betreffend
palpebral
pa­ri­e­tal:
Anatomie, Lagebezeichnung, allgemein: nach der Körper- oder Organwand hingelegen, zur Körper- oder Organwand gehörend
Anatomie, Lagebezeichnung, im Bereich des Kopfes: zum Scheitelbein gehörig (das Scheitelbein bildet in gewisser Weise eine „Wand“ des Schädels)
periorbital
rek­tal:
Medizin: zum Mastdarm zugehörig; durch den Mastdarm; über den Mastdarm
re­nal:
Anatomie: die Nieren betreffend, zur Niere gehörig
spi­nal:
Anatomie: die Wirbelsäule, das Rückenmark betreffend
sub­or­bi­tal:
nicht in eine Umlaufbahn gelangend
supraorbital
tem­po­ral:
Anatomie der Säugetiere: den Temporallappen betreffend, zum Temporallappen gehörig
Anatomie, Lagebezeichnung: schläfenwärts gelegen
va­gi­nal:
die Vagina betreffend
vas­ku­lär:
zu den (kleinen) Blutgefäßen gehörend oder von ihnen ausgehend, allgemein diese betreffend
vas­ku­lar:
die (Blut-)Gefäße betreffend
zerebellar
ze­re­b­ral:
das Zerebrum (Großhirn, Gehirn) betreffend, von Zerebrum ausgehend
den Verstand ansprechend, betonend
zerebrospinal

Beispielsätze

Bei der Optikusneuropathie kommt es zur Kompression des Sehnervs oder seiner Blutversorgung durch geschwollenes orbitales Gewebe.

Praktische Beispiele aus der Medienlandschaft

  • Das ist der Triumph des orbitalen Kapitalismus.

  • Securits Post Kareah – dient der orbitalen Verteidigung und wird als Schauplatz für Ego-Shooter-Gefechte in der Alpha 2.0 dienen.

  • Von orbitalen Geschwindigkeiten ist man damit weit entfernt, dafür müsste die Kapsel über sechsmal so schnell fliegen.

  • Über 600 Einzelteile vermutet die NASA in diesem orbitalen Trümmerfeld, doch das genaue Ausmaß der Schrottwolken steht noch nicht fest.

  • Lediglich China versucht, seine orbitale Autonomie zu wahren und bereitet gerade den Erstflug eines eigenen Kosmonauten vor.

Häufige Wortkombinationen

  • orbitale Entzündung, Region, Verletzung, Zellulitis, orbitaler Fettkörper, Frontalkortex, Kortex, orbitales Gewebe, Stirnhirn; Septum orbitale
  • orbitale Position, Umlaufbahn, orbitaler Flug, Raumflug

Wortbildungen

Übergeordnete Begriffe

Übersetzungen

Was reimt sich auf or­bi­tal?

Wortaufbau

Das dreisilbige Isogramm or­bi­tal be­steht aus sieben Buch­sta­ben und setzt sich wie folgt zu­sammen: 1 × A, 1 × B, 1 × I, 1 × L, 1 × O, 1 × R & 1 × T

  • Vokale: 1 × A, 1 × I, 1 × O
  • Konsonanten: 1 × B, 1 × L, 1 × R, 1 × T

Eine Worttrennung ist nach dem R und I mög­lich.

Das Alphagramm von or­bi­tal lautet: ABILORT

Buchstabiertafel

Entsprechend der deut­schen Buch­sta­bier­ta­fel für Wirt­schaft und Ver­wal­tung (DIN 5009:​2022-06) wird das Adjektiv fol­gen­der­maßen buch­sta­biert:

  1. Offen­bach
  2. Ros­tock
  3. Ber­lin
  4. Ingel­heim
  5. Tü­bin­gen
  6. Aachen
  7. Leip­zig

In Deutschland ebenfalls ge­läufig ist die Buch­sta­bie­rung nach dem pos­ta­li­schen Buch­sta­bier­al­pha­bet von 1950:

  1. Otto
  2. Richard
  3. Berta
  4. Ida
  5. Theo­dor
  6. Anton
  7. Lud­wig

International ist das eng­lischs­spra­chige ICAO-Alpha­bet (kein „ẞ“ und keine Umlaute) an­er­kannt:

  1. Oscar
  2. Romeo
  3. Bravo
  4. India
  5. Tango
  6. Alfa
  7. Lima

Heute vorwiegend nur noch als Funk­feuer in der Luft- und Schiff­fahrt ge­bräuch­lich ist der Mor­se­code (auch Mor­se­al­pha­bet oder Mor­se­zei­chen genannt):

  1. ▄▄▄▄ ▄▄▄▄ ▄▄▄▄
  2. ▄ ▄▄▄▄ ▄
  3. ▄▄▄▄ ▄ ▄ ▄
  4. ▄ ▄
  5. ▄▄▄▄
  6. ▄ ▄▄▄▄
  7. ▄ ▄▄▄▄ ▄ ▄

Scrabble

Beim Scrabble gibt es 11 Punkte für das Wort.

orbital

Bitte je­doch stets das offi­zielle Scrabble-Regel­werk (z. B. zu Vor- und Nach­silben) beachten!

Worthäufigkeit

Das Wie­wort or­bi­tal kam im letz­ten Jahr äußerst sel­ten in deutsch­spra­chi­gen Tex­ten vor. Dies hat eine Aus­wer­tung meh­re­rer Mil­lio­nen Bei­spiel­sätze ergeben.

Quellen:
  1. [Allgemeine Datenbasis] Wiktionary-Autoren: orbital. In: Wiktionary – Das freie Wörterbuch, 2024, [online] de.wiktionary.org, CC BY-SA 3.0
  2. [Thesaurus] OpenThesaurus-User: orbital. In: OpenThesaurus – Das freie Wörterbuch für Synonyme, 2024, [online] openthesaurus.de, CC BY-SA 4.0
  3. [Newskorpus] D. Goldhahn, T. Eckart & U. Quasthoff: Building Large Monolingual Dictionaries at the Leipzig Corpora Collection: From 100 to 200 Languages. In: Proceedings of the 8th International Language Resources and Evaluation (LREC'12), 2012, CC BY 4.0
  1. Josef Maria Stowasser, Michael Petschenig, Franz Skutsch: Stowasser. Lateinisch-deutsches Schulwörterbuch. Oldenbourg, München 1994, ISBN 3-486-13405-1
  2. sueddeutsche.de, 25.07.2021
  3. pcgames.de, 13.10.2015
  4. golem.de, 25.11.2015
  5. br-online.de, 12.02.2009
  6. bz, 17.03.2001