intransitiv

Adjektiv (Wiewort)

Aussprache

Lautschrift (IPA):[ ˈɪntʁanziˌtiːf ]

Silbentrennung

intransitiv

Definition bzw. Bedeutung

  • als Verb kein Akkusativobjekt benötigend und unfähig zum persönlichen Passiv

  • Aus der Gültigkeit einer Relation zwischen zwei beliebigen Elementen a und b einer Menge und der Gültigkeit dieser Relation für das gleiche Element b und ein drittes Element c nicht unbedingt die Gültigkeit für a und c begründend.

Begriffsursprung

Von spätlateinisch intransitivus; aus verneinender Vorsilbe in- und transitivus = „(auf ein Objekt) übergehend“; abgeleitet vom Verb transire = hinübergehen; aus trans- = über, durch und ire = gehen

Abkürzungen

  • intr.
  • intrans.
  • itr.

Anderes Wort für in­tran­si­tiv (Synonyme)

nicht zielend
nichtzielend

Gegenteil von in­tran­si­tiv (Antonyme)

tran­si­tiv:
ein Akkusativobjekt mit sich ziehend (bei Verben)
eine zweistellige Relation R heißt transitiv, wenn aus a Rb und b Rc stets a Rc folgt.

Beispielsätze

  • Und das hier ist ein Zweiwortsatz, weil das Verb intransitiv ist.

  • „lieben“ ist wie „leben“ ein intransitives Verb.

  • An Verben gibt es intransitive, die kein Objekt bei sich haben, und transitive, die eines bei sich haben.

Häufige Wortkombinationen

  • intransitive Relation
  • intransitives Verb

Wortbildungen

Übergeordnete Begriffe

Übersetzungen

Wortaufbau

Das viersilbige Adjektiv in­tran­si­tiv be­steht aus elf Buch­sta­ben und setzt sich wie folgt zu­sammen: 3 × I, 2 × N, 2 × T, 1 × A, 1 × R, 1 × S & 1 × V

  • Vokale: 3 × I, 1 × A
  • Konsonanten: 2 × N, 2 × T, 1 × R, 1 × S, 1 × V

Eine Worttrennung ist nach dem ers­ten N, zwei­ten N und zwei­ten I mög­lich.

Das Alphagramm von in­tran­si­tiv lautet: AIIINNRSTTV

Buchstabiertafel

Entsprechend der deut­schen Buch­sta­bier­ta­fel für Wirt­schaft und Ver­wal­tung (DIN 5009:​2022-06) wird das Wort fol­gen­der­maßen buch­sta­biert:

  1. Ingel­heim
  2. Nürn­berg
  3. Tü­bin­gen
  4. Ros­tock
  5. Aachen
  6. Nürn­berg
  7. Salz­wedel
  8. Ingel­heim
  9. Tü­bin­gen
  10. Ingel­heim
  11. Völk­lingen

In Deutschland ebenfalls ge­läufig ist die Buch­sta­bie­rung nach dem pos­ta­li­schen Buch­sta­bier­al­pha­bet von 1950:

  1. Ida
  2. Nord­pol
  3. Theo­dor
  4. Richard
  5. Anton
  6. Nord­pol
  7. Samuel
  8. Ida
  9. Theo­dor
  10. Ida
  11. Vik­tor

International ist das eng­lischs­spra­chige ICAO-Alpha­bet (kein „ẞ“ und keine Umlaute) an­er­kannt:

  1. India
  2. Novem­ber
  3. Tango
  4. Romeo
  5. Alfa
  6. Novem­ber
  7. Sierra
  8. India
  9. Tango
  10. India
  11. Vic­tor

Heute vorwiegend nur noch als Funk­feuer in der Luft- und Schiff­fahrt ge­bräuch­lich ist der Mor­se­code (auch Mor­se­al­pha­bet oder Mor­se­zei­chen genannt):

  1. ▄ ▄
  2. ▄▄▄▄ ▄
  3. ▄▄▄▄
  4. ▄ ▄▄▄▄ ▄
  5. ▄ ▄▄▄▄
  6. ▄▄▄▄ ▄
  7. ▄ ▄ ▄
  8. ▄ ▄
  9. ▄▄▄▄
  10. ▄ ▄
  11. ▄ ▄ ▄ ▄▄▄▄

Scrabble

Beim Scrabble gibt es 16 Punkte für das Wort.

intransitiv

Bitte je­doch stets das offi­zielle Scrabble-Regel­werk (z. B. zu Vor- und Nach­silben) beachten!

Worthäufigkeit

Das Wie­wort in­tran­si­tiv kam im letz­ten Jahr äußerst sel­ten in deutsch­spra­chi­gen Tex­ten vor. Dies hat eine Aus­wer­tung meh­re­rer Mil­lio­nen Bei­spiel­sätze ergeben.

Vorkommnisse im Sprachwörterbuch

aus­schla­gen:
intransitiv, meist auf Pferde bezogen: (mit Hufen) nach jemandem treten, schlagen
intransitiv, veraltet: den ersten Schlag ausführen
intransitiv, veraltet: einen Kampf zu Ende bringen
intransitiv: mit dem Schlagen aufhören
ba­jo­net­tie­ren:
intransitiv: mit dem Bajonett kämpfen
fin­den:
intransitiv, mit in und Akkusativ, nach oder zu: kommen, gelangen
gut­ach­ten:
intransitiv, meist im Infinitiv oder im Partizip Präsens: ein Gutachten abgeben
gut­tun:
intransitiv, mit Dativ: eine gute/positive Wirkung auf jemanden oder etwas haben, jemandem oder etwas zuträglich sein
hin­zie­hen:
intransitiv: an einem bestimmten Ort seinen Wohnsitz einrichten; seinen Wohnsitz zu einem bestimmten Ort hin wechseln
intransitiv; gehoben: sich an einen bestimmten Ort oder in eine bestimmte Richtung bewegen
kun­geln:
intransitiv, umgangssprachlich, abwertend: heimlich unsaubere Geschäfte abschließen oder geheime Absprachen treffen
su­chen:
intransitiv, mit Infinitiv mit zu, gehoben: etwas versuchen
weg­zie­hen:
intransitiv den Wohnsitz wechseln
zu­schla­gen:
intransitiv: jemanden plötzlich zu schlagen beginnen
intransitiv: plötzlich handeln, plötzlich bei etwas eingreifen
Quellen:
  1. [Allgemeine Datenbasis] Wiktionary-Autoren: intransitiv. In: Wiktionary – Das freie Wörterbuch, 2024, [online] de.wiktionary.org, CC BY-SA 3.0
  2. [Thesaurus] OpenThesaurus-User: intransitiv. In: OpenThesaurus – Das freie Wörterbuch für Synonyme, 2024, [online] openthesaurus.de, CC BY-SA 4.0
  3. [erweiterte Beispielsätze] User-generated content: Satz-Nr. 7967307, 3404665 & 3104112. In: tatoeba.org, CC BY 2.0 FR
  1. Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Das Herkunftswörterbuch. Etymologie der deutschen Sprache. In: Der Duden in zwölf Bänden. 4. Auflage. Band 7, Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2006, ISBN 978-3-411-04074-2
  2. Friedrich Kluge, bearbeitet von Elmar Seebold: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. 24., durchgesehene und erweiterte Auflage. Walter de Gruyter, Berlin/New York 2001, ISBN 978-3-11-017473-1, DNB 965096742