befugt

Adjektiv (Wiewort)

Aussprache

Lautschrift (IPA):[ bəˈfuːkt ]

Silbentrennung

befugt

Definition bzw. Bedeutung

Die Befugnis, das Recht, die Bevollmächtigung zu etwas besitzend.

Anderes Wort für be­fugt (Synonyme)

autorisiert (sein)
berechtigt (sein):
das Recht, die Befugnis zu etwas besitzend
zu Recht bestehend, einen guten Grund habend
(tun) dürfen:
bei Verwendung im Konjunktiv II kann eine Vermutung ausgedrückt werden
Modalverb (mit Infinitiv): die Erlaubnis haben, etwas zu tun
grünes Licht haben (fig.)

Sinnverwandte Wörter

bevollmächtigt

Gegenteil von be­fugt (Antonyme)

un­be­fugt:
keine Befugnis, kein Recht, keine Bevollmächtigung zu etwas besitzend

Beispielsätze

  • Du bist nicht dazu befugt, vor dem Supermarkt zu parken, wenn du gar kein Kunde bist.

  • Ich bin nicht befugt, das zu beantworten.

  • Ich bin nicht befugt, das zu verhandeln.

  • Sind wir befugt es zu tun?

  • Ich bin zu nichts befugt.

  • Ich bin dazu nicht befugt.

  • Wenn Sie diesen Bereich nicht verlassen, sind wir befugt, Sie mit Gewalt zu entfernen.

  • Ich bin nicht befugt.

  • Die Frage bin ich nicht zu beantworten befugt.

  • Ich habe dich nie dazu befugt, dich um meine Angelegenheiten zu kümmern.

  • Ich bin befugt zu erfahren, was geschehen ist.

  • Ihr seid nicht befugt, dort hineinzugehen.

  • Ich bin nicht befugt, Ihnen die Genehmigung zu erteilen.

  • In freien Staaten kann jeder seine Meinung sagen, und jeder andere ist befugt, nicht zuzuhören.

Praktische Beispiele aus der Medienlandschaft

  • Die Glaubenskongregation hatte am Montag klargestellt, dass die Kirche nicht befugt sei, homosexuelle Paare zu segnen.

  • Die Hausbanken sind dazwischen geschaltet und alleine befugt, die Bonität ihrer Kunden zu prüfen.

  • Dieses ist geschult und auch befugt, eine Person bis zum Eintreffen der Beamten festzuhalten.

  • Und rechtlich befugt sind, sich darin dauerhaft aufzuhaltenl Ein Doppelasss verhindert die Integration.

  • Die »Reporter Ohne Grenzen« kritisierten, dass hier die Regierung ein Medium verbiete, wozu sie überhaupt nicht befugt sei.

  • Auf Anfragen aus dem Bundestag sollen die Angestellten nur reagieren, wenn sie „dazu befugt“ sind.

  • Die Organisation ist aber nicht befugt, die dafür Verantwortlichen zu benennen.

  • Der Vertrauensmann ist befugt, die Bücher und Schriften der Bausparkasse einzusehen, die sich auf das Zuteilungsverfahren beziehen.

  • Die Praxis der Vereinten Nationen belegt, dass in Zweifelsfällen die Vollversammlung befugt ist, einen derartigen Status zu verleihen.

  • Sie seien dazu nicht befugt, sagen sie.

  • Der Vorwurf liest sich etwas kryptisch: Das Auktionshaus sei zwar befugt gewesen, die Dinge aus der Neverland Ranch zu entfernen.

  • Allein der Stiftungsrat ist befugt, über die Nachfolge eines Festspielleiters zu entscheiden.

  • Wikipedia hält jeden für gleichermaßen befugt zu erklären, was über ein beliebiges Thema bekannt ist.

  • Fragen zu beantworten, ist sie nicht befugt.

  • Dazu aber sei der Bundestag nicht befugt.

Wortbildungen

  • Unbefugter

Übersetzungen

Wortaufbau

Das zweisilbige Isogramm be­fugt be­steht aus sechs Buch­sta­ben und setzt sich wie folgt zu­sammen: 1 × B, 1 × E, 1 × F, 1 × G, 1 × T & 1 × U

  • Vokale: 1 × E, 1 × U
  • Konsonanten: 1 × B, 1 × F, 1 × G, 1 × T

Eine Worttrennung ist nach dem E mög­lich.

Das Alphagramm von be­fugt lautet: BEFGTU

Buchstabiertafel

Entsprechend der deut­schen Buch­sta­bier­ta­fel für Wirt­schaft und Ver­wal­tung (DIN 5009:​2022-06) wird das Adjektiv fol­gen­der­maßen buch­sta­biert:

  1. Ber­lin
  2. Essen
  3. Frank­furt
  4. Unna
  5. Gos­lar
  6. Tü­bin­gen

In Deutschland ebenfalls ge­läufig ist die Buch­sta­bie­rung nach dem pos­ta­li­schen Buch­sta­bier­al­pha­bet von 1950:

  1. Berta
  2. Emil
  3. Fried­rich
  4. Ulrich
  5. Gus­tav
  6. Theo­dor

International ist das eng­lischs­spra­chige ICAO-Alpha­bet (kein „ẞ“ und keine Umlaute) an­er­kannt:

  1. Bravo
  2. Echo
  3. Fox­trot
  4. Uni­form
  5. Golf
  6. Tango

Heute vorwiegend nur noch als Funk­feuer in der Luft- und Schiff­fahrt ge­bräuch­lich ist der Mor­se­code (auch Mor­se­al­pha­bet oder Mor­se­zei­chen genannt):

  1. ▄▄▄▄ ▄ ▄ ▄
  2. ▄ ▄ ▄▄▄▄ ▄
  3. ▄ ▄ ▄▄▄▄
  4. ▄▄▄▄ ▄▄▄▄ ▄
  5. ▄▄▄▄

Scrabble

Beim Scrabble gibt es 12 Punkte für das Wort.

befugt

Bitte je­doch stets das offi­zielle Scrabble-Regel­werk (z. B. zu Vor- und Nach­silben) beachten!

Worthäufigkeit

Das Wie­wort be­fugt kam im letz­ten Jahr sel­ten in deutsch­spra­chi­gen Tex­ten vor. Die Wort­häu­fig­keit ist un­ge­fähr gleich­blei­bend. Dies hat eine Aus­wer­tung meh­re­rer Mil­lio­nen Bei­spiel­sätze ergeben.

Vorkommnisse im Sprachwörterbuch

Baas:
jemand (in einem Betrieb oder dergleichen), der befugt ist, Anordnungen an Untergebene zu erteilen
ein­bre­chen:
in ein Gebäude (beziehungsweise bei jemandem) eindringen ohne dazu befugt zu sein, oft mit Gewalt und Zerstörung von etwas verbunden
kom­pe­tent:
zuständig, befugt
un­be­ru­fen:
nicht befugt oder berechtigt
Vor­ge­setz­te:
innerhalb einer Hierarchie höher befindliche weibliche Person, die befugt ist, Anordnungen an Untergebene zu erteilen
Vor­ge­setz­ter:
innerhalb einer Hierarchie höher befindliche Person, die befugt ist, Anordnungen an Untergebene zu erteilen
wahl­be­rech­tigt:
befugt an einer Wahl teilzunehmen
wei­sungs­be­rech­tigt:
befugt, jemandem Anordnungen, Anweisungen zu erteilen
Quellen:
  1. [Allgemeine Datenbasis] Wiktionary-Autoren: befugt. In: Wiktionary – Das freie Wörterbuch, 2024, [online] de.wiktionary.org, CC BY-SA 3.0
  2. [Thesaurus] OpenThesaurus-User: befugt. In: OpenThesaurus – Das freie Wörterbuch für Synonyme, 2024, [online] openthesaurus.de, CC BY-SA 4.0
  3. [erweiterte Beispielsätze] User-generated content: Satz-Nr. 10155069, 8314707, 7853127, 7372727, 7339593, 7338789, 7287271, 6999389, 5023059, 3531303, 2480437, 2467453 & 1342322. In: tatoeba.org, CC BY 2.0 FR
  4. [Newskorpus] D. Goldhahn, T. Eckart & U. Quasthoff: Building Large Monolingual Dictionaries at the Leipzig Corpora Collection: From 100 to 200 Languages. In: Proceedings of the 8th International Language Resources and Evaluation (LREC'12), 2012, CC BY 4.0
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  25. Berliner Zeitung 1997
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