Überangebot

Substantiv (Nomen), Neutrum (sächlich)

Aussprache

Lautschrift (IPA): [ˈyːbɐˌʔanɡəboːt]

Silbentrennung

Überangebot (Mehrzahl:Überangebote)

Definition bzw. Bedeutung

Überschuss an etwas (Produkt, Dienstleistungen oder Ähnliches).

Begriffsursprung

Determinativkompositum aus der Präposition über und dem Substantiv Angebot.

Deklination (Fälle)

SingularPlural
Nominativdas Überangebotdie Überangebote
Genitivdes Überangebots/​Überangebotesder Überangebote
Dativdem Überangebot/​Überangeboteden Überangeboten
Akkusativdas Überangebotdie Überangebote

Anderes Wort für Über­an­ge­bot (Synonyme)

Exzess:
maßlose Übertreibung
Statistik: Maß für die Steilheit einer Verteilung im Vergleich zur Normalverteilung
Füllhorn (an):
Altgriechische Sage: das Horn der Nymphe Amalthea, aus dem sich Reichtum und Segen ergießt
Überfluss
Grenzenlosigkeit
Orgie (…orgie) (fig.):
große Feier mit üppigem Essen, die durch ausschweifendes, unsittliches Handeln (oft sexuellen Charakters) geprägt ist
Maßlosigkeit, großes Ausmaß von etwas
Schrankenlosigkeit
Überfluss:
eine Lebenslage, die mehr als das zum Leben Notwendige bietet
eine über den Bedarf vorhandene Menge an etwas
Überfülle
Übermaß:
ein Umfang, eine Menge, Größe, die unangemessen übersteigert ist
Unmaß:
übergroße/zu große Menge
Unmenge (an):
sehr große, übergroße Menge
(ein) Zuviel (an)
Schwemme:
Abteilung eines Warenhauses, in der man billig einkaufen kann
einfaches Lokal, Stehbierhalle
Übersättigung
(ein) Overkill an (engl., fig.)
(ein) Überfluss an
auf keine Kuhhaut gehen (ugs., fig.)
ausufernd (viel)
des Guten zu viel (geh.)
doppelt und dreifach (ugs.)
entschieden zu viel
jenseits von Gut und Böse (ugs.)
mehr als genug
nicht mehr feierlich (ugs.)
noch und nöcher (ugs., scherzhaft)
über und über
überfrachtet mit (geh.)
übergenug:
im Übermaß vorhanden, mehr als ausreichend
überreichlich:
mehr als reichlich
überschießend (viel) (fachspr.)
überzählig:
über das hinausgehend, was gemeint/geplant/notwendig/vorgesehen/gebraucht/normal ist
viel zu viel (ugs.)
zu viel:
so über ein bestimmtes Maß hinaus, dass es schädlich/unbekömmlich/unangenehm wird
zu viel des Guten
(es) ist zu viel (…) auf dem Markt
(es) sind zu viele (…) auf dem Markt
der Markt ist (/ wird) überschwemmt (mit)

Gegenteil von Über­an­ge­bot (Antonyme)

Man­gel:
Fehler bzw. das Fehlen von zugesicherten Eigenschaften einer Sache oder eines Rechts
Fehler, Unvollkommenheit bei einer Sache

Beispielsätze

  • Durch den Transfer von Mario Götze (30) gibt es vor allem hinter der Spitze ein Überangebot.

  • Das Überangebot an Büroflächen bestehe vor allem in der Agglomeration.

  • Auf den Preisen lastete weiter die Sorge, dass die Ausbreitung des Coronvirus zu einem Überangebot am Markt führt.

  • Andere Gegner führten an, das 11er-Tram sei bereits überlastet, und meinten, mit dem Hochhaus entstehe ein Überangebot an Wohnungen.

  • Aus Sorge vor einem möglichen Überangebot ist der Hype um Lithium an der Börse längst vorbei.

  • Bei einem Überangebot wird der Preis massiv sinken.

  • Aber gerade im Niedriglohnsektor wird dies immer schwieriger aufgrund des Überangebots an Geringqualifizierten und fehlender Tarifverträge.

  • Angesichts des Überangebotes an Angreifern der Leipziger für die neue Spielzeit war mit einem Leihgeschäft gerechnet worden.

  • Auch Immobilienmakler Georg Spiegelfeld sieht am High-End-Markt in Wien ein Überangebot.

  • Ab 1995 kam es in Leipzig durch ein Überangebot an Wohnraum zu einem zeitweiligen Rückgang der Mietpreise auf dem privaten Wohnungsmarkt.

  • Es scheint ein Überangebot zu bestehen.

  • Anschliessend führten aber starke Regenfälle wieder zu einer deutlich grösseren Ernte, so dass nunmehr von einem Überangebot die Rede ist.

  • In Deutschland gibt es ein deutliches Überangebot an Strom.

  • Bei den Büros ist laut der Credit Suisse aber ein Überangebot absehbar und bei den Verkaufsflächen sogar "schmerzhafte Marktbereinigungen".

  • Der Milchindustrieverband hält eine solche Umlage in Zeiten des Überangebots für nicht finanzierbar.

  • Die Zuversicht Transcends stützt sich dabei auf die Verringerung des bisher produzierten Überangebots.

  • Vor allem in Berlin hat das Überangebot an Hotelbetten die Preise gedrückt.

  • Dagegen dürfte das Überangebot von vier Torhütern bald der Vergangenheit angehören.

  • Daher kam es in den Folgewochen zu dem Überangebot, von dem Aldi nun profitiert.

  • Einerseits besteht das Überangebot blanken Fleisches, andererseits fehlt jegliches Gefälle.

  • Es geht um Begeisterung, Sehnsüchte und Identifikationsangebote durch Waren-Displays, um die Faszination am Überangebot.

  • Angesichts der kräftigen Bautätigkeit sehen Marktbeobachter vor Ort in den Ballungszentren ein Überangebot.

  • Ein deutliches Überangebot drückt im Ostteil Berlins weiterhin die Preise für Eigentumswohnungen.

  • Umso verwunderlicher ist, dass seit einigen Jahren gerade an diesen Firmen ein beachtliches Überangebot herrscht.

  • Dort gebe es ein Überangebot.

  • Es entsteht ein Überangebot an virtueller Reklamefläche.

  • Dennoch wächst in Berlin das Überangebot an Flächen weiter.

  • Zum einen bestehe ein Überangebot, da mit der Zeit viele Textilgeschäfte auch Ledermode ins Sortiment aufgenommen hätten.

Übergeordnete Begriffe

Wortaufbau

Das viersilbige Substantiv Über­an­ge­bot be­steht aus elf Buch­sta­ben und setzt sich wie folgt zu­sammen: 2 × B, 2 × E, 1 × A, 1 × G, 1 × N, 1 × O, 1 × R, 1 × T & 1 × Ü

  • Vokale: 2 × E, 1 × A, 1 × O, 1 × Ü
  • Konsonanten: 2 × B, 1 × G, 1 × N, 1 × R, 1 × T
  • Umlaute: 1 × Ü

Eine Worttrennung ist nach dem R, N und zwei­ten E mög­lich. Im Plu­ral Über­an­ge­bo­te zu­dem nach dem O.

Das Alphagramm von Über­an­ge­bot lautet: ABBEEGNORTÜ

Buchstabiertafel

Entsprechend der deut­schen Buch­sta­bier­ta­fel für Wirt­schaft und Ver­wal­tung (DIN 5009:​2022-06) wird das Wort fol­gen­der­maßen buch­sta­biert:

  1. Umlaut-Unna
  2. Ber­lin
  3. Essen
  4. Ros­tock
  5. Aachen
  6. Nürn­berg
  7. Gos­lar
  8. Essen
  9. Ber­lin
  10. Offen­bach
  11. Tü­bin­gen

In Deutschland ebenfalls ge­läufig ist die Buch­sta­bie­rung nach dem pos­ta­li­schen Buch­sta­bier­al­pha­bet von 1950:

  1. Über­mut
  2. Berta
  3. Emil
  4. Richard
  5. Anton
  6. Nord­pol
  7. Gus­tav
  8. Emil
  9. Berta
  10. Otto
  11. Theo­dor

International ist das eng­lischs­spra­chige ICAO-Alpha­bet (kein „ẞ“ und keine Umlaute) an­er­kannt:

  1. Uni­form
  2. Echo
  3. Bravo
  4. Echo
  5. Romeo
  6. Alfa
  7. Novem­ber
  8. Golf
  9. Echo
  10. Bravo
  11. Oscar
  12. Tango

Heute vorwiegend nur noch als Funk­feuer in der Luft- und Schiff­fahrt ge­bräuch­lich ist der Mor­se­code (auch Mor­se­al­pha­bet oder Mor­se­zei­chen genannt):

  1. ▄ ▄ ▄▄▄▄ ▄▄▄▄
  2. ▄▄▄▄ ▄ ▄ ▄
  3. ▄ ▄▄▄▄ ▄
  4. ▄ ▄▄▄▄
  5. ▄▄▄▄ ▄
  6. ▄▄▄▄ ▄▄▄▄ ▄
  7. ▄▄▄▄ ▄ ▄ ▄
  8. ▄▄▄▄ ▄▄▄▄ ▄▄▄▄
  9. ▄▄▄▄

Scrabble

Beim Scrabble gibt es 22 Punkte für das Wort Über­an­ge­bot (Sin­gu­lar) bzw. 23 Punkte für Über­an­ge­bo­te (Plural).

Überangebot

Bitte je­doch stets das offi­zielle Scrabble-Regel­werk (z. B. zu Vor- und Nach­silben) beachten!

Worthäufigkeit

Das Nomen Über­an­ge­bot kam im letz­ten Jahr regel­mäßig in deutsch­spra­chi­gen Tex­ten vor. Die Wort­häu­fig­keit ist un­ge­fähr gleich­blei­bend. Dies hat eine Aus­wer­tung meh­re­rer Mil­lio­nen Bei­spiel­sätze ergeben.

Quellen:
  1. [Allgemeine Datenbasis] Wiktionary-Autoren: Überangebot. In: Wiktionary – Das freie Wörterbuch, 2022, [online] de.wiktionary.org, CC BY-SA 3.0
  2. [Thesaurus] OpenThesaurus-User: Überangebot. In: OpenThesaurus – Das freie Wörterbuch für Synonyme, 2023, [online] openthesaurus.de, CC BY-SA 4.0
  3. [Newskorpus] D. Goldhahn, T. Eckart & U. Quasthoff: Building Large Monolingual Dictionaries at the Leipzig Corpora Collection: From 100 to 200 Languages. In: Proceedings of the 8th International Language Resources and Evaluation (LREC'12), 2012, CC BY 4.0
  1. bild.de, 12.07.2022
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  6. salzgitter-zeitung.de, 18.03.2017
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  9. wirtschaftsblatt.at, 13.09.2014
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  20. abendblatt.de, 07.12.2003
  21. welt.de, 16.11.2002
  22. sz, 05.10.2001
  23. Berliner Zeitung 2000
  24. Welt 1999
  25. Berliner Zeitung 1998
  26. Rheinischer Merkur 1997
  27. Süddeutsche Zeitung 1996
  28. Stuttgarter Zeitung 1995