Kriegsdienst

Substantiv (Nomen), maskulin (männlich)

Aussprache

Lautschrift (IPA):[ ˈkʁiːksˌdiːnst ]

Silbentrennung

Einzahl:Kriegsdienst
Mehrzahl:Kriegsdienste

Definition bzw. Bedeutung

Wahrnehmung bestimmter Aufgaben in einer kriegerischen Auseinandersetzung.

Begriffsursprung

Determinativkompositum aus dem Substantiv Krieg, dem Fugenelement -s und dem Substantiv Dienst.

Deklination (Fälle)

SingularPlural
Nominativder Kriegsdienstdie Kriegsdienste
Genitivdes Kriegsdiensts/​Kriegsdienstesder Kriegsdienste
Dativdem Kriegsdienst/​Kriegsdiensteden Kriegsdiensten
Akkusativden Kriegsdienstdie Kriegsdienste

Anderes Wort für Kriegs­dienst (Synonyme)

Dienst am Vaterland (ugs.)
Dienst an der Waffe
Kommiss (ugs.):
Militärdienst
Konskription (veraltet):
Aufforderung, mit der Waffe sein Land zu verteidigen
übersichtliche, umfassende Erfassung der Gebäude einer Ortschaft
Militärdienst (Hauptform):
Dienst in den Streitkräften eines Staates

Beispielsätze

Ich glaube, dass nur international organisierte Verweigerung von Militärdienst und Kriegsdienst ernsthafte Fortschritte bringen kann.

Praktische Beispiele aus der Medienlandschaft

  • Davon gab die Hälfte an, sich auch freiwillig zum Kriegsdienst zu melden.

  • Er konnte das Gymnasium in Berndorf bis zur siebenten Klasse besuchen, dann wurde er zum Kriegsdienst eingezogen.

  • Gerade Männer fürchten, für den Kriegsdienst eingezogen zu werden und suchen daher ihr Glück in anderen Ländern.

  • Wigald Boning: „Heute würde ich den Kriegsdienst nicht mehr verweigern

  • Der verweigerte kurz vor dem Ersten Weltkrieg den Kriegsdienst, über Belgien und Frankreich entwich er in die Schweiz.

  • Er war lediglich Leiter des örtlichen Fernmeldeamtes und damit nicht zum Kriegsdienst eingezogen worden.

  • Ich war 18 und wurde zum Kriegsdienst eingezogen.

  • Um der Kritik den Wind aus den Segeln zu nehmen, hat Serbien den Kriegsdienst im Ausland 2014 für illegal erklärt.

  • Wäre ich ein Mann, hätte ich den Kriegsdienst verweigert.

  • Nach Jurastudium und Kriegsdienst bei der Marine entschied sich Ford 1948 für die Politik.

  • Die Sternheims wohnten damals in mondänen Verhältnissen bei Brüssel, Dr. med. Benn absolvierte in der Nähe seinen Kriegsdienst.

  • Darin wetterte der brillante Rhetoriker gegen den Kriegsdienst und sprach sich für Pazifismus und Reisefreiheit aus.

  • Doch sie wurde unter den Nazis gezwungen, "Kriegsdienst in der Heimat" zu leisten und in der Rüstungsindustrie arbeiten.

  • Im März 1943 schließlich erklärte er in der Kaserne sein "Nichteinrücken zum Kriegsdienst".

  • Deutschland muss sich dem Kriegsdienst verweigern!

  • Den Kriegsdienst in Vietnam verweigerte er, als Konsequenz verlor er den Weltmeister-Gürtel.

  • Sein Aufruf am 18. Januar, den Kriegsdienst in den besetzten Gebieten zu verweigern, schlug deshalb ein wie eine echte Bombe.

  • Im Alter von 20 Jahren wird Noelte zum Kriegsdienst eingezogen.

  • Die gläubigen Tiroler Bauern sollten sich fortan als Südbayern verstehen und ihre Burschen sechs Jahre zum Kriegsdienst schicken.

  • Minderjährige werden zum Kriegsdienst gezwungen.

Wortbildungen

Übergeordnete Begriffe

Übersetzungen

Wortaufbau

Das zweisilbige Substantiv Kriegs­dienst be­steht aus zwölf Buch­sta­ben und setzt sich wie folgt zu­sammen: 2 × E, 2 × I, 2 × S, 1 × D, 1 × G, 1 × K, 1 × N, 1 × R & 1 × T

  • Vokale: 2 × E, 2 × I
  • Konsonanten: 2 × S, 1 × D, 1 × G, 1 × K, 1 × N, 1 × R, 1 × T

Eine Worttrennung ist nach dem ers­ten S mög­lich. Im Plu­ral Kriegs­diens­te zu­dem nach dem zwei­ten S.

Das Alphagramm von Kriegs­dienst lautet: DEEGIIKNRSST

Buchstabiertafel

Entsprechend der deut­schen Buch­sta­bier­ta­fel für Wirt­schaft und Ver­wal­tung (DIN 5009:​2022-06) wird das Wort fol­gen­der­maßen buch­sta­biert:

  1. Köln
  2. Ros­tock
  3. Ingel­heim
  4. Essen
  5. Gos­lar
  6. Salz­wedel
  7. Düssel­dorf
  8. Ingel­heim
  9. Essen
  10. Nürn­berg
  11. Salz­wedel
  12. Tü­bin­gen

In Deutschland ebenfalls ge­läufig ist die Buch­sta­bie­rung nach dem pos­ta­li­schen Buch­sta­bier­al­pha­bet von 1950:

  1. Kauf­mann
  2. Richard
  3. Ida
  4. Emil
  5. Gus­tav
  6. Samuel
  7. Dora
  8. Ida
  9. Emil
  10. Nord­pol
  11. Samuel
  12. Theo­dor

International ist das eng­lischs­spra­chige ICAO-Alpha­bet (kein „ẞ“ und keine Umlaute) an­er­kannt:

  1. Kilo
  2. Romeo
  3. India
  4. Echo
  5. Golf
  6. Sierra
  7. Delta
  8. India
  9. Echo
  10. Novem­ber
  11. Sierra
  12. Tango

Heute vorwiegend nur noch als Funk­feuer in der Luft- und Schiff­fahrt ge­bräuch­lich ist der Mor­se­code (auch Mor­se­al­pha­bet oder Mor­se­zei­chen genannt):

  1. ▄▄▄▄ ▄ ▄▄▄▄
  2. ▄ ▄▄▄▄ ▄
  3. ▄ ▄
  4. ▄▄▄▄ ▄▄▄▄ ▄
  5. ▄ ▄ ▄
  6. ▄▄▄▄ ▄ ▄
  7. ▄ ▄
  8. ▄▄▄▄ ▄
  9. ▄ ▄ ▄
  10. ▄▄▄▄

Scrabble

Beim Scrabble gibt es 16 Punkte für das Wort Kriegs­dienst (Sin­gu­lar) bzw. 17 Punkte für Kriegs­diens­te (Plural).

Kriegsdienst

Bitte je­doch stets das offi­zielle Scrabble-Regel­werk (z. B. zu Vor- und Nach­silben) beachten!

Worthäufigkeit

Das Nomen Kriegs­dienst ent­spricht dem Sprach­niveau C2 (Sprach­ni­veau­stu­fen nach dem Ge­mein­sa­men euro­pä­ischen Re­fe­renz­rah­men für Sprachen ) und kam im letz­ten Jahr regel­mäßig in deutsch­spra­chi­gen Tex­ten vor. Die Wort­häu­fig­keit ist un­ge­fähr gleich­blei­bend. Dies hat eine Aus­wer­tung meh­re­rer Mil­lio­nen Bei­spiel­sätze ergeben.

Vorkommnisse im Sprachwörterbuch

de­mo­bi­li­sie­ren:
(Streitkräfte, Truppen und so weiter) aus dem Zustand der Mobilisierung entlassen und wieder mit ihren zu Friedenszeiten üblichen Tätigkeiten betrauen; nach dem Ende eines Krieges wieder aus dem Kriegsdienst entlassen
Heer­bann:
Aufruf eines Königs oder Herzogs zum Kriegsdienst
Strafe, die gezahlt werden musste, wenn dem Aufruf zum Kriegsdienst nicht nachgekommen wurde
Kriegs­dienst­flücht­ling:
Person, die ihre Heimat verlässt, weil sie ansonsten Kriegsdienst leisten müsste
Kriegs­dienst­geg­ner:
eine Person, die Kriegsdienst ablehnt
Kriegs­dienst­ver­wei­ge­rer:
Person, die den Kriegsdienst verweigert
Kriegs­dienst­ver­wei­ge­rin:
weibliche Person, die den Kriegsdienst verweigert
Kriegs­dienst­ver­wei­ge­rung:
Verweigerung, am Kriegsdienst (obligatorische Arbeit im Militär) teilzunehmen
Rit­ter:
historisch, Mittelalter: ein bewaffneter, militärisch ausgebildeter und ausgerüsteter Adliger, der einem Lehnsherrn zu Kriegsdiensten und Treue verpflichtet ist
sol­den:
Lohn (Sold) für Kriegsdienste zahlen
Quellen:
  1. [Allgemeine Datenbasis] Wiktionary-Autoren: Kriegsdienst. In: Wiktionary – Das freie Wörterbuch, 2023, [online] de.wiktionary.org, CC BY-SA 3.0
  2. [Thesaurus] OpenThesaurus-User: Kriegsdienst. In: OpenThesaurus – Das freie Wörterbuch für Synonyme, 2024, [online] openthesaurus.de, CC BY-SA 4.0
  3. [erweiterte Beispielsätze] User-generated content: Satz-Nr. 2426864. In: tatoeba.org, CC BY 2.0 FR
  4. [Newskorpus] D. Goldhahn, T. Eckart & U. Quasthoff: Building Large Monolingual Dictionaries at the Leipzig Corpora Collection: From 100 to 200 Languages. In: Proceedings of the 8th International Language Resources and Evaluation (LREC'12), 2012, CC BY 4.0
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  25. Berliner Zeitung 1996
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  27. Süddeutsche Zeitung 1995