Alltäglichkeit

Substantiv (Nomen), feminin (weiblich)

Aussprache

Lautschrift (IPA): [alˈtɛːklɪçkaɪ̯t]

Silbentrennung

Alltäglichkeit (Mehrzahl:Alltäglichkeiten)

Definition bzw. Bedeutung

Zustand, dass etwas jeden Tag gemacht oder erlebt wird; nichts Besonderes mehr.

Begriffsursprung

Ableitung des Substantivs vom Adjektiv alltäglich mit dem Derivatem (Ableitungsmorphem) -keit.

Deklination (Fälle)

SingularPlural
Nominativdie Alltäglichkeitdie Alltäglichkeiten
Genitivdie Alltäglichkeitder Alltäglichkeiten
Dativder Alltäglichkeitden Alltäglichkeiten
Akkusativdie Alltäglichkeitdie Alltäglichkeiten

Anderes Wort für All­täg­lich­keit (Synonyme)

Banalität:
das leere, inhaltslose Gerede, die oberflächliche Aussage
die Alltäglichkeit, die Selbstverständlichkeit
Tagtäglichkeit:
Eigenschaft, die durch nichts Besonderes/Ungewöhnliches gekennzeichnet ist, sowie etwas, auf das dies zutrifft

Sinnverwandte Wörter

Durch­schnitt:
Elemente, die zu allen Ausgangsmengen gehören
Summe der Eigenschaften verschiedener Dinge, geteilt durch deren Anzahl
Ein­fach­heit:
die Eigenschaft, einfach zu sein
Fadheit
Gewöhnlichkeit
Gleich­för­mig­keit:
Gleichheit, Unterschiedslosigkeit von etwas; (ermüdende, langweilige) Eintönigkeit
Mo­no­to­nie:
ermüdende Einförmigkeit; langweilige, ständige Wiederholung
ständiges Steigen oder Fallen von Funktionen oder Folgen
Nor­ma­li­tät:
Chemie, veraltet: Äquivalentkonzentration
Zustand ohne außergewöhnliche Umstände
Stumpfsinn
Tret­müh­le:
ein immer gleicher Tagesablauf, die Tagesroutine oder eine monotone Arbeit
Mühle, die über ein Tretwerk, ein Tretrad oder eine Tretscheibe von menschlicher oder tierischer Muskelkraft betrieben wurde
Tris­tesse:
ästhetischer Eindruck der Langeweile, Geistlosigkeit oder Mangel an Abwechslung beschreibt
Gefühl der Traurigkeit, der Trübseligkeit, des Jammers oder der Ödnis
Tri­vi­a­li­tät:
eine nicht sehr geistreiche Äußerung oder Idee
etwas nicht Bedeutendes, etwas Gewöhnliches

Gegenteil von All­täg­lich­keit (Antonyme)

Außergewöhnlichkeit

Beispielsätze

  • Nur die verdrängten Alltäglichkeiten der DDR lassen sie heute in einem rosaroten Licht erscheinen.

  • Sowohl Sieg wie Niederlage sind für einen Soldaten nur Alltäglichkeiten.

  • Erdbeben sind in Japan eine Alltäglichkeit.

  • Die kleinen Alltäglichkeiten sehen nach nichts aus, aber sie geben Frieden.

Praktische Beispiele aus der Medienlandschaft

  • Auch in Fleigs Werk ist die Auseinandersetzung mit der Welt, ihren Wechselfällen und Alltäglichkeiten Programm.

  • Aber zurück zur mitteleuropäischen politischen Alltäglichkeit.

  • Aber Quentin Dupieux gelingt es dennoch, diesen Alltäglichkeiten etwas Besonderes zu verleihen.

  • Solche und ähnliche Eskapaden sind leider Alltäglichkeiten in der CH und haben mit Fussball wenig zu tun.

  • Junge wie alte Menschen wollen, kommen sie nach Locarno, herausgerissen werden aus der Alltäglichkeit.

  • Doch das gehört alles dazu: Prominenz und Alltäglichkeit nah beieinander, Professionalität und Dilettantismus Hand in Hand.

  • In der Alltäglichkeit des Daseins wird das meiste durch das, von dem wir sagen müssen, keiner war es.

  • Dessen großes Thema sei der Mensch in seiner Archaik und Alltäglichkeit "zwischen Himmel und Erde".

  • Doch entwickelt "Contagion" von Anfang an einen Sog. Gerade die Alltäglichkeit macht die Bilder zuweilen gespenstisch.

  • Es ist keine Alltäglichkeit, Zutritt zu einem Harry-Potter-Dreh zu erhalten, und für den Fan ein entsprechend erhebendes Ereignis.

  • Anders in Italien, wo die Alltäglichkeit voller Hindernisse und Wunder sein kann.

  • Das schlimme an ihnen ist dabei auch noch ihre Alltäglichkeit.

  • Denn im wundersamen Gefährt sassen uninteressante asiatische Touristen, in Bern eine Alltäglichkeit.

  • Die letzte große Erregung vor der Alltäglichkeit war die Wende.

  • Wie die "Bild"-Zeitung berichtet, hatte es schon früher Streit wegen Alltäglichkeiten gegeben.

  • Die Alltäglichkeit der Handlung weckt beim Zuhörer Verständnis für die tiefere Bedeutung der Heiligen Nacht.

  • Die Republik ist nicht reich an Gestalten, die sich herausheben aus dem Grau der Alltäglichkeit.

  • Weltläufigkeit ist zur Alltäglichkeit geworden.

  • Eine Alltäglichkeit im Profifußball, wo alle prominenten Spieler persönliche Verträge mit Sportartikelherstellern schließen.

  • Es ist diese Ruhe und Alltäglichkeit, die zu verteidigen die USA versprechen.

  • Eine andere damalige Alltäglichkeit scheint allerdings beim Lauf durch die letzten zwei Jahrtausende unter den Tisch gefallen zu sein.

  • Wie ein Kind kann der Yeti über kleine Dinge staunen, wie ein Außerirdischer wundert er sich über Alltäglichkeiten aus unserem Leben.

  • Weil wir uns dem Höheren zugewandt und die Alltäglichkeit sich selbst überlassen haben.

  • Man nutzt das Sujet gern, um den Schrecken der Alltäglichkeit zu demonstrieren oder die Brüchigkeit des Gewohnten.

  • Die Exposition dokumentiert die erschreckende Normalität und Alltäglichkeit, in der Verbrechen begangen werden.

  • Doch Fotos können weder den Umfang noch die Alltäglichkeit des Verbrechens belegen.

  • Eine Sozialberaterin hilft auf Wunsch, die Alltäglichkeiten des Lebens wieder Schritt für Schritt zu ordnen.

  • Für Rieckert Alltäglichkeiten: "Turbulenzen sind normale Vorkommnisse in der Natur."

Häufige Wortkombinationen

  • mit Adjektiv: banale Alltäglichkeit, lapidare Alltäglichkeit, profane Alltäglichkeit, triviale Alltäglichkeit

Wortbildungen

Was reimt sich auf All­täg­lich­keit?

Wortaufbau

Das viersilbige Substantiv All­täg­lich­keit be­steht aus 14 Buch­sta­ben und setzt sich wie folgt zu­sammen: 3 × L, 2 × I, 2 × T, 1 × A, 1 × Ä, 1 × C, 1 × E, 1 × G, 1 × H & 1 × K

  • Vokale: 2 × I, 1 × A, 1 × Ä, 1 × E
  • Konsonanten: 3 × L, 2 × T, 1 × C, 1 × G, 1 × H, 1 × K
  • Umlaute: 1 × Ä

Eine Worttrennung ist nach dem zwei­ten L, G und H mög­lich. Im Plu­ral All­täg­lich­kei­ten zu­dem nach dem zwei­ten I.

Das Alphagramm von All­täg­lich­keit lautet: AÄCEGHIIKLLLTT

Buchstabiertafel

Entsprechend der deut­schen Buch­sta­bier­ta­fel für Wirt­schaft und Ver­wal­tung (DIN 5009:​2022-06) wird das Wort fol­gen­der­maßen buch­sta­biert:

  1. Aachen
  2. Leip­zig
  3. Leip­zig
  4. Tü­bin­gen
  5. Umlaut-Aachen
  6. Gos­lar
  7. Leip­zig
  8. Ingel­heim
  9. Chem­nitz
  10. Ham­burg
  11. Köln
  12. Essen
  13. Ingel­heim
  14. Tü­bin­gen

In Deutschland ebenfalls ge­läufig ist die Buch­sta­bie­rung nach dem pos­ta­li­schen Buch­sta­bier­al­pha­bet von 1950:

  1. Anton
  2. Lud­wig
  3. Lud­wig
  4. Theo­dor
  5. Ärger
  6. Gus­tav
  7. Lud­wig
  8. Ida
  9. Cäsar
  10. Hein­reich
  11. Kauf­mann
  12. Emil
  13. Ida
  14. Theo­dor

International ist das eng­lischs­spra­chige ICAO-Alpha­bet (kein „ẞ“ und keine Umlaute) an­er­kannt:

  1. Alfa
  2. Lima
  3. Lima
  4. Tango
  5. Alfa
  6. Echo
  7. Golf
  8. Lima
  9. India
  10. Char­lie
  11. Hotel
  12. Kilo
  13. Echo
  14. India
  15. Tango

Heute vorwiegend nur noch als Funk­feuer in der Luft- und Schiff­fahrt ge­bräuch­lich ist der Mor­se­code (auch Mor­se­al­pha­bet oder Mor­se­zei­chen genannt):

  1. ▄ ▄▄▄▄
  2. ▄ ▄▄▄▄ ▄ ▄
  3. ▄ ▄▄▄▄ ▄ ▄
  4. ▄▄▄▄
  5. ▄ ▄▄▄▄ ▄ ▄▄▄▄
  6. ▄▄▄▄ ▄▄▄▄ ▄
  7. ▄ ▄▄▄▄ ▄ ▄
  8. ▄ ▄
  9. ▄▄▄▄ ▄ ▄▄▄▄ ▄
  10. ▄ ▄ ▄ ▄
  11. ▄▄▄▄ ▄ ▄▄▄▄
  12. ▄ ▄
  13. ▄▄▄▄

Scrabble

Beim Scrabble gibt es 30 Punkte für das Wort All­täg­lich­keit (Sin­gu­lar) bzw. 32 Punkte für All­täg­lich­kei­ten (Plural).

Alltäglichkeit

Bitte je­doch stets das offi­zielle Scrabble-Regel­werk (z. B. zu Vor- und Nach­silben) beachten!

Worthäufigkeit

Das Nomen All­täg­lich­keit kam im letz­ten Jahr sel­ten in deutsch­spra­chi­gen Tex­ten vor. Die Wort­häu­fig­keit ist un­ge­fähr gleich­blei­bend. Dies hat eine Aus­wer­tung meh­re­rer Mil­lio­nen Bei­spiel­sätze ergeben.

Quellen:
  1. [Allgemeine Datenbasis] Wiktionary-Autoren: Alltäglichkeit. In: Wiktionary – Das freie Wörterbuch, 2023, [online] de.wiktionary.org, CC BY-SA 3.0
  2. [Thesaurus] OpenThesaurus-User: Alltäglichkeit. In: OpenThesaurus – Das freie Wörterbuch für Synonyme, 2023, [online] openthesaurus.de, CC BY-SA 4.0
  3. [erweiterte Beispielsätze] User-generated content: Satz-Nr. 8239868, 4381607 & 2391613. In: tatoeba.org, CC BY 2.0 FR
  4. [Newskorpus] D. Goldhahn, T. Eckart & U. Quasthoff: Building Large Monolingual Dictionaries at the Leipzig Corpora Collection: From 100 to 200 Languages. In: Proceedings of the 8th International Language Resources and Evaluation (LREC'12), 2012, CC BY 4.0
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