Runzel

Substantiv (Nomen), feminin (weiblich)

Aussprache

Lautschrift (IPA): [ˈʁʊnt͡sl̩]

Silbentrennung

Runzel (Mehrzahl:Runzeln)

Definition bzw. Bedeutung

Falte in der Haut

Begriffsursprung

Mittelhochdeutsch runzel, althochdeutsch runzil(a), belegt seit dem 10. Jahrhundert

Deklination (Fälle)

SingularPlural
Nominativdie Runzeldie Runzeln
Genitivdie Runzelder Runzeln
Dativder Runzelden Runzeln
Akkusativdie Runzeldie Runzeln

Anderes Wort für Run­zel (Synonyme)

Fältchen:
eine leichte, kleine Falte
Falte:
längliche Unebenheit in ebenen, glatten Oberflächen insbesondere bei textilen Stoffen, Papier, Haut und Ähnlichem
Hautfalte:
längliche Vertiefung (Falte) in der Haut

Beispielsätze

  • Zwischen Augen und Mundpartie gespritzt, lähmt das Gift die umliegende Muskulatur und glättet dadurch Falten und Runzeln der Haut.

  • Dabei bilden die Fotografen auch die Runzeln der älteren Generation ab und stellen sie in die Reihen der Schönen.

  • Statt dessen kleine Runzel Möhrchen, Bio-Krumpel-Äpfel und sündhaft teure ?Teigtäschchen? statt der billig Maultschen für 75 Cent.

  • Die Marke ist positiv besetzt, hat aber auch Runzeln und Fältchen.

  • Aber Großmama, ihr Gesicht ist ja voller Runzeln!

  • Matte Oberfläche und viele Runzeln verraten hohes Alter und Fasern im Innern.

  • Ein ununterbrochener Tränenfluß strömte aus ihren gealterten, mit Runzeln umgebenen Augen.

Wortbildungen

  • runzelig
  • runzlig

Übergeordnete Begriffe

Übersetzungen

Was reimt sich auf Run­zel?

Anagramme

Wortaufbau

Das zweisilbige Isogramm Run­zel be­steht aus sechs Buch­sta­ben und setzt sich wie folgt zu­sammen: 1 × E, 1 × L, 1 × N, 1 × R, 1 × U & 1 × Z

  • Vokale: 1 × E, 1 × U
  • Konsonanten: 1 × L, 1 × N, 1 × R, 1 × Z

Eine Worttrennung ist nach dem N mög­lich. Im Plu­ral Run­zeln nach dem ers­ten N.

Das Alphagramm von Run­zel lautet: ELNRUZ

Buchstabiertafel

Entsprechend der deut­schen Buch­sta­bier­ta­fel für Wirt­schaft und Ver­wal­tung (DIN 5009:​2022-06) wird das Substantiv fol­gen­der­maßen buch­sta­biert:

  1. Ros­tock
  2. Unna
  3. Nürn­berg
  4. Zwickau
  5. Essen
  6. Leip­zig

In Deutschland ebenfalls ge­läufig ist die Buch­sta­bie­rung nach dem pos­ta­li­schen Buch­sta­bier­al­pha­bet von 1950:

  1. Richard
  2. Ulrich
  3. Nord­pol
  4. Zacharias
  5. Emil
  6. Lud­wig

International ist das eng­lischs­spra­chige ICAO-Alpha­bet (kein „ẞ“ und keine Umlaute) an­er­kannt:

  1. Romeo
  2. Uni­form
  3. Novem­ber
  4. Zulu
  5. Echo
  6. Lima

Heute vorwiegend nur noch als Funk­feuer in der Luft- und Schiff­fahrt ge­bräuch­lich ist der Mor­se­code (auch Mor­se­al­pha­bet oder Mor­se­zei­chen genannt):

  1. ▄ ▄▄▄▄ ▄
  2. ▄ ▄ ▄▄▄▄
  3. ▄▄▄▄ ▄
  4. ▄▄▄▄ ▄▄▄▄ ▄ ▄
  5. ▄ ▄▄▄▄ ▄ ▄

Scrabble

Beim Scrabble gibt es 9 Punkte für das Wort Run­zel (Sin­gu­lar) bzw. 10 Punkte für Run­zeln (Plural).

Runzel

Bitte je­doch stets das offi­zielle Scrabble-Regel­werk (z. B. zu Vor- und Nach­silben) beachten!

Worthäufigkeit

Das Nomen Run­zel kam im letz­ten Jahr äußerst sel­ten in deutsch­spra­chi­gen Tex­ten vor. Dies hat eine Aus­wer­tung meh­re­rer Mil­lio­nen Bei­spiel­sätze ergeben.

Vorkommnisse im Sprachwörterbuch

fal­tig:
Runzeln habend
hut­ze­lig:
(altersbedingt) viele Falten und Runzeln aufweisend (und von geschrumpfter Statur)
run­zeln:
in Falten legen, Runzeln entwickeln
ver­hut­zelt:
voller Falten und Runzeln
ver­run­zelt:
mit Runzeln bedeckt, voll von Runzeln
ver­schrum­peln:
faltig, schrumpelig werden; sich in Falten, Runzeln legen
Quellen:
  1. [Allgemeine Datenbasis] Wiktionary-Autoren: Runzel. In: Wiktionary – Das freie Wörterbuch, 2022, [online] de.wiktionary.org, CC BY-SA 3.0
  2. [Thesaurus] OpenThesaurus-User: Runzel. In: OpenThesaurus – Das freie Wörterbuch für Synonyme, 2023, [online] openthesaurus.de, CC BY-SA 4.0
  3. [Newskorpus] D. Goldhahn, T. Eckart & U. Quasthoff: Building Large Monolingual Dictionaries at the Leipzig Corpora Collection: From 100 to 200 Languages. In: Proceedings of the 8th International Language Resources and Evaluation (LREC'12), 2012, CC BY 4.0
  1. Friedrich Kluge, bearbeitet von Elmar Seebold: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. 24., durchgesehene und erweiterte Auflage. Walter de Gruyter, Berlin/New York 2001, ISBN 978-3-11-017473-1, DNB 965096742
  2. feedsportal.com, 17.03.2012
  3. rp-online.de, 22.09.2008
  4. jetzt.sueddeutsche.de, 27.09.2007
  5. sueddeutsche.de, 11.01.2003
  6. Berliner Zeitung 1998
  7. Die Zeit (33/1998)
  8. Die Zeit 1996