Abschaum

Substantiv (Nomen), maskulin (männlich)

Aussprache

Lautschrift (IPA):[ ˈapˌʃaʊ̯m ]

Silbentrennung

Abschaum

Definition bzw. Bedeutung

Begriffsursprung

Rückbildung im 15. Jahrhundert zum Verb abschäumen „den Schaum entfernen“

Deklination (Fälle)

SingularPlural
Nominativder Abschaum
Genitivdes Abschaums/​Abschaumes
Dativdem Abschaum/​Abschaume
Akkusativden Abschaum

Anderes Wort für Ab­schaum (Synonyme)

Asis (derb)
Asoziale (derb):
meist abwertend: weibliche Person, die sich in die Gesellschaft nicht einfügt und zum Zusammenleben in der Gemeinschaft nicht fähig oder nicht willens ist
Bagage (ugs.):
Gruppe von Personen, die wenig geschätzt werden
Menge von Gegenständen, die man unterwegs mit sich führt
Bodensatz (geh., fig., literarisch):
allgemein: feste Bestandteile in einer Flüssigkeit, die sich auf dem Boden derselben abgesetzt haben
speziell Weinbau: das dunkelgelbe Depot am Boden eines Weinfasses, das aus toten Hefezellen, Weinsäure und anderen, nach der Gärung verbliebenen Feststoffen besteht
Brut (derb):
Gelege und Nachkommenschaft von Vögeln, Fischen, Reptilien und Insekten
Vorgang des Brütens
Gelichter (lit.) (geh., veraltet):
dubiose/zweifelhafte Leute
Geschmeiß (derb):
den Menschen belästigende Insekten
Ornithologie: der Kot von Raubvögeln
Gesindel (derb):
abwertend: heruntergekommene, kriminelle Menschen
Gesocks (derb):
umgangssprachlich: abwertende Beleidigung für eine Gruppe von Menschen, denen man nicht traut
Gschleaf (ugs., bayr.)
Gschwerl (ugs., bayr.):
Gruppe von Menschen, die wenig geschätzt werden
Kanaken (derb)
Kroppzeug (derb, norddeutsch):
abwertend für soziale Gruppen, die als kriminell oder asozial angesehen werden; Pack
unnützes Zeug, nutzloser Kram, minderwertige Dinge
Lumpenpack (derb):
verächtliche Gruppe von Personen
Mischpoke (derb, jiddisch):
salopp, abwertend
Mob (derb):
aufgewiegelte, aufrührerische Volksmenge
kriminelle Bande
niederes Volk
Pack (derb):
abwertend: heruntergekommene, (teils kriminelle) Menschen; Gesindel
Paselacken (derb, ruhrdt.)
Plebs (geh., bildungssprachlich):
das gemeine Volk im antiken Rom
Pöbel (geh., abwertend):
abwertend: unterste Gesellschaftsschicht
randalierende, unkontrollierbare Menschenmenge
Sippschaft:
alle Angehörigen des weiteren Verwandtenkreises
Volks (ugs., abwertend, regional)
White trash (derb, engl.)

Beispielsätze

  • Beim Kochen von Rinderbrühe muss mehrmals der Abschaum entfernt werden, damit die Suppe nicht trüb wird.

  • Über den mag ich gar nicht mehr reden, er ist doch der letzte Abschaum.

  • Ihr seid alle Abschaum!

  • Tom gehört nicht zum Abschaum der Gesellschaft.

  • So ungepflegt sind sie der Abschaum der Gesellschaft.

Praktische Beispiele aus der Medienlandschaft

  • Dabei sollen angeblich Worte wie »Abschaum« gefallen sein.

  • So hatte er bei Twitter 2021 Journalisten als „gesellschaftlichen Abschaum“ beschimpft.

  • Die beiden Verurteilten wurden aus dem Publikum in aufgeheizter Stimmung mit «Bastard» oder «Abschaum» verabschiedet.

  • Es wird Zeit, diesen braunen Abschaum zur Strecke zu bringen.

  • Diese Kolumbianer sind für mich seit gestern nur mehr Abschaum.

  • Ob er Abschaum ist oder nicht kann ich nicht beurteilen.

  • Ein nordkoreanischer Sprecher bezeichnete Bolton daraufhin als "menschlichen Abschaum und Blutsauger".

  • Unvergessen ist Nicolas Sarkozys Wort „racaille (Abschaum), das er bei den Unruhen 2005 prägte.

  • Hoffe, man erwischt diesen Abschaum.

  • Im Zuge neue Attentate, Bomben und Entführungen, weil einmal Blut geleckt und Erfolg gehabt, wird es dieser Abschaum nicht dabei belassen.

  • Abschaum ist nicht auf ein Land fixiert.

  • Sie sind der Abschaum der Gesellschaft.

  • Deutschland sollte konsequent sein, anstelle nun wieder einmal den Schwanz einzukneifen, und diesem Abschaum Asyl anbieten!

  • Dass der Abschaum noch eine Plattform bekommt, um seine Taten zu rechtfertigen, spricht Bände über den Zustand der Demokratie.

  • Da hilft nur wegkärchern, den Abschaum.

  • Er ist, wie ein Song auf seinem neuen Album Sound of Silver es kokett will, nordamerikanischer Abschaum ("North American Scum").

  • Anders gesagt, sie sind der Abschaum des Menschengeschlechts.

  • Die Deutschen, die damals nach Auschwitz-Birkenau verbracht wurden und hier gestorben sind, wurden als Abschaum der Nation hingestellt.

  • So eine Tat begeht nur der Abschaum der Menschheit.

  • Zuvor hatten ihn die Angehörigen der Opfer als "Monster", "Abschaum" und "Inbegriff des Bösen" bezeichnet.

Häufige Wortkombinationen

  • Abschaum der Menschheit

Übergeordnete Begriffe

Übersetzungen

Wortaufbau

Das zweisilbige Substantiv Ab­schaum be­steht aus acht Buch­sta­ben und setzt sich wie folgt zu­sammen: 2 × A, 1 × B, 1 × C, 1 × H, 1 × M, 1 × S & 1 × U

  • Vokale: 2 × A, 1 × U
  • Konsonanten: 1 × B, 1 × C, 1 × H, 1 × M, 1 × S

Eine Worttrennung ist nach dem B mög­lich.

Das Alphagramm von Ab­schaum lautet: AABCHMSU

Buchstabiertafel

Entsprechend der deut­schen Buch­sta­bier­ta­fel für Wirt­schaft und Ver­wal­tung (DIN 5009:​2022-06) wird das Wort fol­gen­der­maßen buch­sta­biert:

  1. Aachen
  2. Ber­lin
  3. Salz­wedel
  4. Chem­nitz
  5. Ham­burg
  6. Aachen
  7. Unna
  8. Mün­chen

In Deutschland ebenfalls ge­läufig ist die Buch­sta­bie­rung nach dem pos­ta­li­schen Buch­sta­bier­al­pha­bet von 1950:

  1. Anton
  2. Berta
  3. Samuel
  4. Cäsar
  5. Hein­reich
  6. Anton
  7. Ulrich
  8. Martha

International ist das eng­lischs­spra­chige ICAO-Alpha­bet (kein „ẞ“ und keine Umlaute) an­er­kannt:

  1. Alfa
  2. Bravo
  3. Sierra
  4. Char­lie
  5. Hotel
  6. Alfa
  7. Uni­form
  8. Mike

Heute vorwiegend nur noch als Funk­feuer in der Luft- und Schiff­fahrt ge­bräuch­lich ist der Mor­se­code (auch Mor­se­al­pha­bet oder Mor­se­zei­chen genannt):

  1. ▄ ▄▄▄▄
  2. ▄▄▄▄ ▄ ▄ ▄
  3. ▄ ▄ ▄
  4. ▄▄▄▄ ▄ ▄▄▄▄ ▄
  5. ▄ ▄ ▄ ▄
  6. ▄ ▄▄▄▄
  7. ▄ ▄ ▄▄▄▄
  8. ▄▄▄▄ ▄▄▄▄

Scrabble

Beim Scrabble gibt es 16 Punkte für das Wort.

Abschaum

Bitte je­doch stets das offi­zielle Scrabble-Regel­werk (z. B. zu Vor- und Nach­silben) beachten!

Worthäufigkeit

Das Nomen Ab­schaum kam im letz­ten Jahr sel­ten in deutsch­spra­chi­gen Tex­ten vor. Die Wort­häu­fig­keit ist un­ge­fähr gleich­blei­bend. Dies hat eine Aus­wer­tung meh­re­rer Mil­lio­nen Bei­spiel­sätze ergeben.

Quellen:
  1. [Allgemeine Datenbasis] Wiktionary-Autoren: Abschaum. In: Wiktionary – Das freie Wörterbuch, 2023, [online] de.wiktionary.org, CC BY-SA 3.0
  2. [Thesaurus] OpenThesaurus-User: Abschaum. In: OpenThesaurus – Das freie Wörterbuch für Synonyme, 2024, [online] openthesaurus.de, CC BY-SA 4.0
  3. [erweiterte Beispielsätze] User-generated content: Satz-Nr. 11504227, 1973194 & 1244467. In: tatoeba.org, CC BY 2.0 FR
  4. [Newskorpus] D. Goldhahn, T. Eckart & U. Quasthoff: Building Large Monolingual Dictionaries at the Leipzig Corpora Collection: From 100 to 200 Languages. In: Proceedings of the 8th International Language Resources and Evaluation (LREC'12), 2012, CC BY 4.0
  1. Friedrich Kluge, bearbeitet von Elmar Seebold: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. 24., durchgesehene und erweiterte Auflage. Walter de Gruyter, Berlin/New York 2001, ISBN 978-3-11-017473-1, DNB 965096742
  2. spiegel.de, 21.12.2023
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  4. bnn.de, 06.09.2019
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  9. fr-online.de, 13.05.2015
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  11. zeit.de, 27.05.2014
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  13. n-tv.de, 08.03.2012
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  16. suedkurier.de, 28.08.2008
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  29. Berliner Zeitung 1997