wüstenhaft

Adjektiv (Wiewort)

Aussprache

Lautschrift (IPA): [ˈvyːstn̩ˌhaft]

Silbentrennung

wüstenhaft

Definition bzw. Bedeutung

Die Merkmale einer Wüste zeigend, beispielsweise Trockenheit, ohne oder mit wenig Vegetation, sandig oder steinig, sehr geringe Niederschläge.

Begriffsursprung

Ableitung vom Substantiv Wüste mit dem Fugenelement -n und dem Derivatem (Ableitungsmorphem) -haft.

Steigerung (Komparation)

  1. wüstenhaft (Positiv)
  2. wüstenhafter (Komparativ)
  3. am wüstenhaftesten (Superlativ)

Anderes Wort für wüs­ten­haft (Synonyme)

arid:
Geografie, bezogen auf Landschaften oder Klima: im jährlichen Durchschnitt eine höhere Verdunstung als die Niederschlagsmenge aufweisend
dürr:
dünn, mager (Person)
im übertragenen Sinn: (geistig) unfruchtbar (Argumentation, Erläuterung)
nicht feucht
niederschlagsarm:
wenig Niederschlag aufweisend
trocken (Hauptform):
(nach Alkoholproblem) keinen Alkohol mehr trinkend
dürr, verdorrt, verdörrt
wasserarm:
für ein bestimmtes Gebiet oder Land: ohne ausreichende Wasserversorgung, einen Wassermangel aufweisend
wüstenartig:
die Merkmale einer Wüste zeigend, beispielsweise Trockenheit, ohne oder mit wenig Vegetation, sandig oder steinig, sehr geringe Niederschläge

Sinnverwandte Wörter

Baum:
aus Wurzel, Stamm, Krone, Rinde, Ast, Zweig, Blatt, Laub bestehende Gehölzpflanze
waagerechte Stange am (meist unteren) Ende eines Segels
karg:
bezogen auf eine Menge (beispielsweise Nahrung, Lohn): (sehr) knapp, gering, wenig
ertragsarm
oh­ne:
mit Akkusativ: etwas oder jemanden ausschließend
re­gen­arm:
mit wenig Regen
stei­nig:
mit Steinen übersät, voll von Steinen
übertragen: hart, schwierig, mühevoll
Strauch:
niedriges Gehölz ohne Hauptstamm (Wuchsform von Pflanzen ohne zentralen Stamm)
Strauchwerk
vertrocknet

Gegenteil von wüs­ten­haft (Antonyme)

be­wal­det:
mit Bäumen bewachsen sein
feucht:
mit ein wenig Wasser (seltener mit einer anderen Flüssigkeit)
frucht­bar:
so dass es viele Früchte hervorbringt
übertragen: mit Erfolg
moo­rig:
einen aus Moor bestehenden Boden aufweisend; in der Art eines Moores
sump­fig:
mit Wasser durchfeuchtet; in der Art eines Sumpfes, wie ein Sumpf

Beispielsätze

  • Der wüstenhafte Norden Malis ist das Rückzugsgebiet mehrerer mit Al-Kaida verbundener islamistischer Terrororganisationen.

  • Der Australier sieht Mahagonny eher als Ort für eine biblische Burleske, eine offene, wüstenhafte Landschaft.

  • Es ist eine Kombination aus Freude am Brumm-Brumm und dieser wüstenhaften Parkplatzleere in der Münchner Innenstadt (DAS IST IRONIE!).

  • Ehemalige, quirlige Hafenorte sind heute Geisterstädte in einer wüstenhaften Umgebung, die von Sand und Salz geprägt ist.

  • Starre, leblose Figuren tauchen wie tote Wesen auf in einer wüstenhaften, futuristischen Landschaft.

Häufige Wortkombinationen

  • mit Substantiv: wüstenhafte Gegend/​Landschaft/​Steppe, wüstenhaftes Hochland/​Land
  • mit Substantiv: wüstenhaftes Klima

Wortaufbau

Das dreisilbige Adjektiv wüs­ten­haft be­steht aus zehn Buch­sta­ben und setzt sich wie folgt zu­sammen: 2 × T, 1 × A, 1 × E, 1 × F, 1 × H, 1 × N, 1 × S, 1 × Ü & 1 × W

  • Vokale: 1 × A, 1 × E, 1 × Ü
  • Konsonanten: 2 × T, 1 × F, 1 × H, 1 × N, 1 × S, 1 × W
  • Umlaute: 1 × Ü

Eine Worttrennung ist nach dem S und N mög­lich.

Das Alphagramm von wüs­ten­haft lautet: AEFHNSTTÜW

Buchstabiertafel

Entsprechend der deut­schen Buch­sta­bier­ta­fel für Wirt­schaft und Ver­wal­tung (DIN 5009:​2022-06) wird das Wort fol­gen­der­maßen buch­sta­biert:

  1. Wupper­tal
  2. Umlaut-Unna
  3. Salz­wedel
  4. Tü­bin­gen
  5. Essen
  6. Nürn­berg
  7. Ham­burg
  8. Aachen
  9. Frank­furt
  10. Tü­bin­gen

In Deutschland ebenfalls ge­läufig ist die Buch­sta­bie­rung nach dem pos­ta­li­schen Buch­sta­bier­al­pha­bet von 1950:

  1. Wil­helm
  2. Über­mut
  3. Samuel
  4. Theo­dor
  5. Emil
  6. Nord­pol
  7. Hein­reich
  8. Anton
  9. Fried­rich
  10. Theo­dor

International ist das eng­lischs­spra­chige ICAO-Alpha­bet (kein „ẞ“ und keine Umlaute) an­er­kannt:

  1. Whis­key
  2. Uni­form
  3. Echo
  4. Sierra
  5. Tango
  6. Echo
  7. Novem­ber
  8. Hotel
  9. Alfa
  10. Fox­trot
  11. Tango

Heute vorwiegend nur noch als Funk­feuer in der Luft- und Schiff­fahrt ge­bräuch­lich ist der Mor­se­code (auch Mor­se­al­pha­bet oder Mor­se­zei­chen genannt):

  1. ▄ ▄▄▄▄ ▄▄▄▄
  2. ▄ ▄ ▄▄▄▄ ▄▄▄▄
  3. ▄ ▄ ▄
  4. ▄▄▄▄
  5. ▄▄▄▄ ▄
  6. ▄ ▄ ▄ ▄
  7. ▄ ▄▄▄▄
  8. ▄ ▄ ▄▄▄▄ ▄
  9. ▄▄▄▄

Scrabble

Beim Scrabble gibt es 21 Punkte für das Wort.

wüstenhaft

Bitte je­doch stets das offi­zielle Scrabble-Regel­werk (z. B. zu Vor- und Nach­silben) beachten!

Worthäufigkeit

Das Wie­wort wüs­ten­haft kam im letz­ten Jahr äußerst sel­ten in deutsch­spra­chi­gen Tex­ten vor. Dies hat eine Aus­wer­tung meh­re­rer Mil­lio­nen Bei­spiel­sätze ergeben.

Quellen:
  1. [Allgemeine Datenbasis] Wiktionary-Autoren: wüstenhaft. In: Wiktionary – Das freie Wörterbuch, 2022, [online] de.wiktionary.org, CC BY-SA 3.0
  2. [Thesaurus] OpenThesaurus-User: wüstenhaft. In: OpenThesaurus – Das freie Wörterbuch für Synonyme, 2023, [online] openthesaurus.de, CC BY-SA 4.0
  3. [Newskorpus] D. Goldhahn, T. Eckart & U. Quasthoff: Building Large Monolingual Dictionaries at the Leipzig Corpora Collection: From 100 to 200 Languages. In: Proceedings of the 8th International Language Resources and Evaluation (LREC'12), 2012, CC BY 4.0
  1. wz.de, 29.07.2018
  2. derwesten.de, 16.01.2008
  3. welt.de, 06.11.2004
  4. Spektrum der Wissenschaft 1999
  5. Stuttgarter Zeitung 1996