Wählerwille

Substantiv (Nomen), maskulin (männlich)

Aussprache

Lautschrift (IPA): [ˈvɛːlɐˌvɪlə]

Silbentrennung

Wählerwille

Definition bzw. Bedeutung

Der wirkliche oder vermeintliche politische Willen des Wählers.

Begriffsursprung

Determinativkompositum aus den Substantiven Wähler und Wille.

Alternative Schreibweise

  • Wählerwillen (Nbf.)

Deklination (Fälle)

SingularPlural
Nominativder Wählerwille
Genitivdes Wählerwillens
Dativdem Wählerwillen
Akkusativden Wählerwillen

Beispielsätze

  • Von einer Verkennung des Wählerwillens kann überhaupt keine Rede sein.

  • Und es fand einen Weg, um in der Regierung den Wählerwillen der allermeisten Schweizerinnen und Schweizer abzubilden.

  • Alles andere wäre ein Eingriff in den Wählerwillen.

  • Das ist arrogant und respektlos gegenüber dem Wählerwillen", sagt Kramp-Karrenbauer.

  • Dabei ist deren Verhalten, gegen den Wählerwillen die Ciudadanos an die Macht zu bringen, nur konsequent.

  • Das wird dann als Wählerwille bezeichnet werden.

  • «Der Wählerwille ist zu akzeptieren», stellte der Abgeordnete Thomas Jung für seine Fraktion klar.

  • Es gibt Streit darüber, ob der Kommissionspräsident wirklich nach dem Wählerwillen bestimmt werden soll.

  • Das Wahlergebnis entspreche nach Überzeugung der USA nicht dem Wählerwillen, erklärte US-Außenminister John Kerry in Washington.

  • Deutschland braucht viel eher Parteien, die sich weniger mit sich selbst beschäftigen, als mit dem Wählerwillen.

  • Den Realitäten des Wählerwillens.

  • Kein Geld in der Kasse aber trotzdem fette Party machen und ordentlich auf die Schaukel hauen - das entspricht genau meinem Wählerwillen!

  • Denn dies führe zu "willkürlichen Ergebnissen“, so die Richter, und bewirke, "dass der Wählerwille in sein Gegenteil verkehrt wird“.

  • Das iranische Innenministerium warf Oppositionsführer Mussawi vor, den Wählerwillen nicht zu akzeptieren.

  • Demokratie ist, wenn der Unterlegene den Sieg des andern anerkennt und nicht versucht mit Wortbrüchen den Wählerwillen zu beugen.

  • "Wenn Koch einfach im Amt bliebe - das widerspräche nun wirklich Verfassung und Wählerwillen", sagte er.

  • Die Vorsitzende der Kommunistischen Partei, Marie-Georges Buffet, sprach von einem Affront gegen den Wählerwillen.

  • Wie die neue Regierung jetzt mit diesem Wählerwillen umgehen wird, ist noch völlig offen.

  • Gorillas, die ihren Wählerwillen mit einem tiefen Grunzlaut kundtun, beenden ihre Siesta mit knapper Zweidrittelmehrheit.

  • Wohin mit dem Resultat des Wählerwillens, wenn das Mandat nicht ausgeführt werden kann?

  • Müssten Sie nicht eigentlich dann den Wählerwillen akzeptieren?

  • Man kann den Wählerwillen im Ostteil der Stadt nicht einfach beiseite schieben.

  • Auch führte die Betonung des "subjektiven Faktors" mit Notwendigkeit irgendwann zur Anerkennung des Wählerwillens.

  • Das Abbrechen von Kontakten nütze niemandem, außerdem müsse der Wählerwillen respektiert werden.

  • Es muß endlich Schluß sein mit der These, der Wählerwille müsse erst durch mehrere Siebe gefiltert werden, bevor er zum Tragen kommt.

  • Man werde die UDR im Parlament fragen, warum sie durch ihre Wende den Wählerwillen verfälsche, sagte Berlusconi.

  • Wahlen sollen durch den Wählerwillen und nicht bei der Auszählung durch die höhere Mathematik entschieden werden.

  • Doch sein Argument, daß Dinis Kabinettsliste nicht den Wählerwillen repräsentiere, ist nicht von der Hand zu weisen.

Wortaufbau

Das viersilbige Substantiv Wäh­ler­wil­le be­steht aus elf Buch­sta­ben und setzt sich wie folgt zu­sammen: 3 × L, 2 × E, 2 × W, 1 × Ä, 1 × H, 1 × I & 1 × R

  • Vokale: 2 × E, 1 × Ä, 1 × I
  • Konsonanten: 3 × L, 2 × W, 1 × H, 1 × R
  • Umlaute: 1 × Ä

Eine Worttrennung ist nach dem H, R und zwei­ten L mög­lich.

Das Alphagramm von Wäh­ler­wil­le lautet: ÄEEHILLLRWW

Buchstabiertafel

Entsprechend der deut­schen Buch­sta­bier­ta­fel für Wirt­schaft und Ver­wal­tung (DIN 5009:​2022-06) wird das Wort fol­gen­der­maßen buch­sta­biert:

  1. Wupper­tal
  2. Umlaut-Aachen
  3. Ham­burg
  4. Leip­zig
  5. Essen
  6. Ros­tock
  7. Wupper­tal
  8. Ingel­heim
  9. Leip­zig
  10. Leip­zig
  11. Essen

In Deutschland ebenfalls ge­läufig ist die Buch­sta­bie­rung nach dem pos­ta­li­schen Buch­sta­bier­al­pha­bet von 1950:

  1. Wil­helm
  2. Ärger
  3. Hein­reich
  4. Lud­wig
  5. Emil
  6. Richard
  7. Wil­helm
  8. Ida
  9. Lud­wig
  10. Lud­wig
  11. Emil

International ist das eng­lischs­spra­chige ICAO-Alpha­bet (kein „ẞ“ und keine Umlaute) an­er­kannt:

  1. Whis­key
  2. Alfa
  3. Echo
  4. Hotel
  5. Lima
  6. Echo
  7. Romeo
  8. Whis­key
  9. India
  10. Lima
  11. Lima
  12. Echo

Heute vorwiegend nur noch als Funk­feuer in der Luft- und Schiff­fahrt ge­bräuch­lich ist der Mor­se­code (auch Mor­se­al­pha­bet oder Mor­se­zei­chen genannt):

  1. ▄ ▄▄▄▄ ▄▄▄▄
  2. ▄ ▄▄▄▄ ▄ ▄▄▄▄
  3. ▄ ▄ ▄ ▄
  4. ▄ ▄▄▄▄ ▄ ▄
  5. ▄ ▄▄▄▄ ▄
  6. ▄ ▄▄▄▄ ▄▄▄▄
  7. ▄ ▄
  8. ▄ ▄▄▄▄ ▄ ▄
  9. ▄ ▄▄▄▄ ▄ ▄

Scrabble

Beim Scrabble gibt es 24 Punkte für das Wort.

Wählerwille

Bitte je­doch stets das offi­zielle Scrabble-Regel­werk (z. B. zu Vor- und Nach­silben) beachten!

Worthäufigkeit

Das Nomen Wäh­ler­wil­le kam im letz­ten Jahr sel­ten in deutsch­spra­chi­gen Tex­ten vor. Die Wort­häu­fig­keit ist un­ge­fähr gleich­blei­bend. Dies hat eine Aus­wer­tung meh­re­rer Mil­lio­nen Bei­spiel­sätze ergeben.

Quellen:
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