verticken

Verb (Tunwort)

Aussprache

Lautschrift (IPA): [fɛɐ̯ˈtɪkn̩]

Silbentrennung

verticken

Definition bzw. Bedeutung

Eine Ware gegen Bezahlung abgeben, etwas zu Geld machen.

Konjugation

  • Präsens: verticke, du vertickst, er/sie/es ver­tickt
  • Präteritum: ich ver­tick­te
  • Konjunktiv II: ich ver­tick­te
  • Imperativ: vertick/​verticke! (Einzahl), ver­tickt! (Mehrzahl)
  • Partizip II: ver­tickt
  • Hilfsverb: haben

Anderes Wort für ver­ti­cken (Synonyme)

abgeben (ugs.):
bei Ballspielen den Ball einem Mitspieler zukommen lassen
einen Satz (zum Beispiel im Tennis) oder ein gesamtes Spiel verlieren
absetzen:
(sich) entfernen
aus einer Position oder einem Amt entlassen
abstoßen:
biologische Schutzreaktion des Körpers, der als Schutzreaktion Teile von sich absondert
etwas (oft mit Verlust oder eilig) verkaufen oder loswerden (wobei der Aspekt betont wird, dass man es danach nicht mehr hat)
an den Mann bringen (männl.)
an die Frau bringen (weibl.)
losschlagen:
als erster mit Kampfhandlungen beginnen, angreifen
mit einem Schlagwerkzeug lösen
(an jemanden) loswerden (ugs.):
etwas aussprechen/sagen
etwas verkaufen
raushauen (ugs., salopp)
(jemandem) unterjubeln (ugs., salopp):
jemandem unauffällig (und oft gegen den Willen des Empfängers) zuschieben
veräußern:
gegen Geld abgeben, verkaufen
verhökern (ugs., salopp):
abwertend: zu billig verkaufen, zu Geld machen
verkaufen (Hauptform):
als Ware Absatz finden
einen Gegenstand, eine Ware gegen Geld abgeben
verklopfen (ugs.)
verkloppen (ugs., norddeutsch, salopp):
jemandem eine Tracht Prügel verpassen, eine Person (nicht sehr brutal) schlagen (auf sie kloppen)
ohne viele Umstände (an privat) und nicht unbedingt zum vollen Wert verkaufen; etwas zu Geld machen
verramschen (ugs., negativ):
eine Sache weit unter dem üblichen Preis verkaufen
verschachern (ugs., negativ):
transitiv; abwertend: in schachernder, feilschender Weise verkaufen
verscheppern (ugs., salopp)
verscherbeln (ugs., salopp):
billig verkaufen
verscheuern (ugs., salopp):
(unter dem Wert, auf die Schnelle, zu einem geringen Preis) verkaufen
versilbern (ugs.):
mit einer metallenen Schicht (aus Silber) überziehen
zu Geld machen; auch unter Wert oder an nicht professionelle Abnehmer verkaufen
vertickern (ugs.):
eine Ware gegen Bezahlung abgeben, etwas zu Geld machen
zu Geld machen

Gegenteil von ver­ti­cken (Antonyme)

er­wer­ben:
etwas durch eigene Arbeit verdienen
etwas gegen Bezahlung in Besitz nehmen; etwas kaufen
kau­fen:
ein Verpflichtungsgeschäft zum Erwerb eines Gegenstands eingehen, das von dem Erfüllungsgeschäft (Übertragung des Eigentums) zu unterscheiden ist.
eine Person bestechen

Beispielsätze

Er vertickte nach und nach die Briefmarkensammlung seines Opas im Internet.

Praktische Beispiele aus der Medienlandschaft

  • Es gibt ja die wahre Geschichte des Maximilian S., der Drogen aus seinem Kinderzimmer vertickt hat.

  • So einfach kommt man in Aarau zum Joint: «Bahnhof ist ideal, um Gras zu verticken»

  • Aber warum, bitte schön, vertickt Köster seinen Paradevogel nach Taiwan?

  • Rund zwanzig süsse Hundebabys aus Portugal haben die skrupellosen Tierhändler für je 1800 Franken vertickt, schreibt Le Matin.

  • War Marlon da und hat dir das falsche Zeug vertickt?

  • GamersGate vertickt Just Cause 2 und Lara Croft and the Guardian of Light für jeweils 3,74 Euro.

  • TopWare vertickt einen virtuellen Adventskalender für 24 Euro, der euch somit täglich eine Download-Vollversion für 1 Euro beschert.

  • Steam vertickt Binary Domain für 9,99 Euro und die Zusatzpakete für 78 Cent. GameStop haut Assassin's Creed Complete für 40,78 Euro heraus.

  • An die Nachbarn verschenken, im Internet verticken?

  • Hier vertickte er es im "Straßenverkauf" an andere Süchtige.

  • Inzwischen ist der Anbieter denn auch dazu übergegangen, statt der Rundum-Sorglos-Pakete auch Einzelspiele zu verticken.

  • Nein, einer wie er hat nie einfach Waffen vertickt.

  • "In 19 Jahren", sagt er, "hab' ich mehr als 300 000 Mark vertickt."

Was reimt sich auf ver­ti­cken?

Wortaufbau

Das dreisilbige Verb ver­ti­cken be­steht aus neun Buch­sta­ben und setzt sich wie folgt zu­sammen: 2 × E, 1 × C, 1 × I, 1 × K, 1 × N, 1 × R, 1 × T & 1 × V

  • Vokale: 2 × E, 1 × I
  • Konsonanten: 1 × C, 1 × K, 1 × N, 1 × R, 1 × T, 1 × V

Eine Worttrennung ist nach dem R und I mög­lich.

Das Alphagramm von ver­ti­cken lautet: CEEIKNRTV

Buchstabiertafel

Entsprechend der deut­schen Buch­sta­bier­ta­fel für Wirt­schaft und Ver­wal­tung (DIN 5009:​2022-06) wird das Wort fol­gen­der­maßen buch­sta­biert:

  1. Völk­lingen
  2. Essen
  3. Ros­tock
  4. Tü­bin­gen
  5. Ingel­heim
  6. Chem­nitz
  7. Köln
  8. Essen
  9. Nürn­berg

In Deutschland ebenfalls ge­läufig ist die Buch­sta­bie­rung nach dem pos­ta­li­schen Buch­sta­bier­al­pha­bet von 1950:

  1. Vik­tor
  2. Emil
  3. Richard
  4. Theo­dor
  5. Ida
  6. Cäsar
  7. Kauf­mann
  8. Emil
  9. Nord­pol

International ist das eng­lischs­spra­chige ICAO-Alpha­bet (kein „ẞ“ und keine Umlaute) an­er­kannt:

  1. Vic­tor
  2. Echo
  3. Romeo
  4. Tango
  5. India
  6. Char­lie
  7. Kilo
  8. Echo
  9. Novem­ber

Heute vorwiegend nur noch als Funk­feuer in der Luft- und Schiff­fahrt ge­bräuch­lich ist der Mor­se­code (auch Mor­se­al­pha­bet oder Mor­se­zei­chen genannt):

  1. ▄ ▄ ▄ ▄▄▄▄
  2. ▄ ▄▄▄▄ ▄
  3. ▄▄▄▄
  4. ▄ ▄
  5. ▄▄▄▄ ▄ ▄▄▄▄ ▄
  6. ▄▄▄▄ ▄ ▄▄▄▄
  7. ▄▄▄▄ ▄

Scrabble

Beim Scrabble gibt es 20 Punkte für das Wort.

verticken

Bitte je­doch stets das offi­zielle Scrabble-Regel­werk (z. B. zu Vor- und Nach­silben) beachten!

Worthäufigkeit

Das Tu­wort ver­ti­cken kam im letz­ten Jahr sel­ten in deutsch­spra­chi­gen Tex­ten vor. Die Wort­häu­fig­keit ist un­ge­fähr gleich­blei­bend. Dies hat eine Aus­wer­tung meh­re­rer Mil­lio­nen Bei­spiel­sätze ergeben.

Quellen:
  1. [Allgemeine Datenbasis] Wiktionary-Autoren: verticken. In: Wiktionary – Das freie Wörterbuch, 2022, [online] de.wiktionary.org, CC BY-SA 3.0
  2. [Thesaurus] OpenThesaurus-User: verticken. In: OpenThesaurus – Das freie Wörterbuch für Synonyme, 2023, [online] openthesaurus.de, CC BY-SA 4.0
  3. [Newskorpus] D. Goldhahn, T. Eckart & U. Quasthoff: Building Large Monolingual Dictionaries at the Leipzig Corpora Collection: From 100 to 200 Languages. In: Proceedings of the 8th International Language Resources and Evaluation (LREC'12), 2012, CC BY 4.0
  1. landeszeitung.de, 19.07.2020
  2. provinz.bz.it, 29.03.2017
  3. sz.de, 20.01.2015
  4. blick.ch, 24.02.2015
  5. ka-news.de, 11.07.2014
  6. gbase.de, 16.05.2012
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  10. express.de, 27.07.2007
  11. fr-aktuell.de, 06.04.2006
  12. Die Zeit (10/2000)
  13. Welt 1997