unchristlich

Adjektiv (Wiewort)

Aussprache

Lautschrift (IPA):[ ˈʊnˌkʁɪstlɪç ]

Silbentrennung

unchristlich

Definition bzw. Bedeutung

Nicht dem christlichen Glauben entsprechend, entgegen der christlichen Nächstenliebe.

Begriffsursprung

Derivation (Ableitung) des Adjektivs christlich mit dem Derivatem (Präfix) un-.

Steigerung (Komparation)

  1. unchristlich (Positiv)
  2. unchristlicher (Komparativ)
  3. am unchristlichsten (Superlativ)

Gegenteil von un­christ­lich (Antonyme)

christ­lich:
dem Christentum entsprechend
vom Christentum geprägt

Beispielsätze

Wer in Glaubenssachen den Verstand befragt, kriegt unchristliche Antworten.

Praktische Beispiele aus der Medienlandschaft

  • Wie kann man sich als Christ bezeichnen und gleichzeitig Mitglied solch eines unchristlichen Vereins sein?

  • Wir müssen uns nicht vorwerfen lassen, unchristlich zu sein

  • Sie stellte sich eine Frage, von der sie weiß, dass sie sich unchristlich anhört, aber die in ihr war und rausmusste: „Warum gerade ich?

  • Die extreme Rechte war, ist und bleibt unchristlich.

  • Dies sei »unchristlich und eine Schande für unser Land.«

  • Die katholische Kirche zeigt sich angesichts dieser unchristlichen Haltung der Clubs gelassen.

  • Eine unchristliche Zeit – nicht für Seefahrer, aber für Redakteure.

  • Die missbrauchen christliche Lieder für ihre unchristlichen Parolen.

  • Deshalb sollte man diese Gruppierng schnellstmöglich auslöschen; auch mit unchristlichen Massnahmen!

  • Mit diesem unchristlich agierenden schwarzen Haufen will ich nicht in Verbindung gebracht werden.

  • Insgesamt ist mir Die Linke als gezähmter Bettvorleger immer noch lieber als die unchristliche Union oder die leistungslose FDP.

  • Die Dienstzeiten allerdings sind unchristlich: Wenn morgens um sechs der Tagesrhythmus beginnt, ist auch für Dunja die Nacht zu Ende.

  • Christliches Radio zu so unchristlicher Zeit.

  • Weil die Preise rund um Karfreitag in unchristliche Höhen sausen, zumindest für Berliner Begriffe.

  • Dafür sei er dankbar, denn: Berlin ist eine unchristliche Stadt.

  • Die Insignien von Macht und Pracht hält er nämlich für "zutiefst unchristlich".

  • Sie ist unmenschlich und unchristlich.

  • Kundenfang galt als unsittlich, unchristlich.

  • Was macht ein katholischer Anleger, der mit seinem Geld keine "unchristlichen" Unternehmen unterstützen will?

  • Das fand ich ganz und gar unchristlich.

Übersetzungen

Wortaufbau

Das dreisilbige Adjektiv un­christ­lich be­steht aus zwölf Buch­sta­ben und setzt sich wie folgt zu­sammen: 2 × C, 2 × H, 2 × I, 1 × L, 1 × N, 1 × R, 1 × S, 1 × T & 1 × U

  • Vokale: 2 × I, 1 × U
  • Konsonanten: 2 × C, 2 × H, 1 × L, 1 × N, 1 × R, 1 × S, 1 × T

Eine Worttrennung ist nach dem N und T mög­lich.

Das Alphagramm von un­christ­lich lautet: CCHHIILNRSTU

Buchstabiertafel

Entsprechend der deut­schen Buch­sta­bier­ta­fel für Wirt­schaft und Ver­wal­tung (DIN 5009:​2022-06) wird das Wort fol­gen­der­maßen buch­sta­biert:

  1. Unna
  2. Nürn­berg
  3. Chem­nitz
  4. Ham­burg
  5. Ros­tock
  6. Ingel­heim
  7. Salz­wedel
  8. Tü­bin­gen
  9. Leip­zig
  10. Ingel­heim
  11. Chem­nitz
  12. Ham­burg

In Deutschland ebenfalls ge­läufig ist die Buch­sta­bie­rung nach dem pos­ta­li­schen Buch­sta­bier­al­pha­bet von 1950:

  1. Ulrich
  2. Nord­pol
  3. Cäsar
  4. Hein­reich
  5. Richard
  6. Ida
  7. Samuel
  8. Theo­dor
  9. Lud­wig
  10. Ida
  11. Cäsar
  12. Hein­reich

International ist das eng­lischs­spra­chige ICAO-Alpha­bet (kein „ẞ“ und keine Umlaute) an­er­kannt:

  1. Uni­form
  2. Novem­ber
  3. Char­lie
  4. Hotel
  5. Romeo
  6. India
  7. Sierra
  8. Tango
  9. Lima
  10. India
  11. Char­lie
  12. Hotel

Heute vorwiegend nur noch als Funk­feuer in der Luft- und Schiff­fahrt ge­bräuch­lich ist der Mor­se­code (auch Mor­se­al­pha­bet oder Mor­se­zei­chen genannt):

  1. ▄ ▄ ▄▄▄▄
  2. ▄▄▄▄ ▄
  3. ▄▄▄▄ ▄ ▄▄▄▄ ▄
  4. ▄ ▄ ▄ ▄
  5. ▄ ▄▄▄▄ ▄
  6. ▄ ▄
  7. ▄ ▄ ▄
  8. ▄▄▄▄
  9. ▄ ▄▄▄▄ ▄ ▄
  10. ▄ ▄
  11. ▄▄▄▄ ▄ ▄▄▄▄ ▄
  12. ▄ ▄ ▄ ▄

Scrabble

Beim Scrabble gibt es 21 Punkte für das Wort.

unchristlich

Bitte je­doch stets das offi­zielle Scrabble-Regel­werk (z. B. zu Vor- und Nach­silben) beachten!

Worthäufigkeit

Das Wie­wort un­christ­lich kam im letz­ten Jahr sel­ten in deutsch­spra­chi­gen Tex­ten vor. Die Wort­häu­fig­keit ist un­ge­fähr gleich­blei­bend. Dies hat eine Aus­wer­tung meh­re­rer Mil­lio­nen Bei­spiel­sätze ergeben.

Quellen:
  1. [Allgemeine Datenbasis] Wiktionary-Autoren: unchristlich. In: Wiktionary – Das freie Wörterbuch, 2024, [online] de.wiktionary.org, CC BY-SA 3.0
  2. [erweiterte Beispielsätze] User-generated content: Satz-Nr. 1293283. In: tatoeba.org, CC BY 2.0 FR
  3. [Newskorpus] D. Goldhahn, T. Eckart & U. Quasthoff: Building Large Monolingual Dictionaries at the Leipzig Corpora Collection: From 100 to 200 Languages. In: Proceedings of the 8th International Language Resources and Evaluation (LREC'12), 2012, CC BY 4.0
  1. queer.de, 11.10.2019
  2. focus.de, 15.06.2018
  3. bergedorfer-zeitung.de, 22.09.2018
  4. zeit.de, 28.05.2017
  5. finanztreff.de, 01.06.2017
  6. rbb-online.de, 24.03.2016
  7. sputniknews.com, 13.06.2016
  8. main-netz.de, 19.01.2015
  9. blick.ch, 29.08.2014
  10. derstandard.at, 08.10.2014
  11. zeit.de, 02.03.2010
  12. abendblatt.de, 22.06.2007
  13. archiv.tagesspiegel.de, 20.09.2004
  14. archiv.tagesspiegel.de, 07.04.2004
  15. sueddeutsche.de, 30.12.2003
  16. sueddeutsche.de, 27.02.2003
  17. spiegel.de, 29.08.2003
  18. Die Zeit (39/2002)
  19. DIE WELT 2001
  20. FREITAG 2000
  21. Berliner Zeitung 2000
  22. Welt 1998
  23. BILD 1998
  24. Berliner Zeitung 1998
  25. Süddeutsche Zeitung 1996
  26. Die Zeit 1995
  27. Berliner Zeitung 1995