Instrumentenflug

Substantiv (Nomen), maskulin (männlich)

Aussprache

Lautschrift (IPA): [ɪnstʁuˈmɛntn̩ˌfluːk]

Silbentrennung

Instrumentenflug (Mehrzahl:Instrumentenflüge)

Definition bzw. Bedeutung

Flug, bei dem der Pilot ohne Bezug auf äußere optisch wahrnehmbare Anhaltspunkte nur mit Hilfe der Bordinstrumente das Flugzeug steuert.

Begriffsursprung

Determinativkompositum aus den Substantiven Instrument und Flug sowie dem Fugenelement -en.

Deklination (Fälle)

SingularPlural
Nominativder Instrumentenflugdie Instrumentenflüge
Genitivdes Instrumentenfluges/​Instrumentenflugsder Instrumentenflüge
Dativdem Instrumentenflugden Instrumentenflügen
Akkusativden Instrumentenflugdie Instrumentenflüge

Anderes Wort für In­s­t­ru­men­ten­flug (Synonyme)

Blindfliegen (ugs.)
Blindflug (ugs.):
(zu): ohne Strategie, richtungslos (beispielsweise beim Führen einer Organisation)
Flug, bei dem über längere Zeit ohne Sicht zur Erde (beispielsweise in den Wolken) geflogen wird; in den Anfängen der Luftfahrt ging damit häufig die Orientierung verloren; heute ist der Blindflug nur nach Bordinstrumenten die Regel; Verwendung: heute auch auf andere Fahrzeugtypen (beispielsweise Autos, Schiffe) angewendet

Gegenteil von In­s­t­ru­men­ten­flug (Antonyme)

Sicht­flug:
Flug, bei dem der Pilot sich auf seine Sicht verlässt und auf diese Weise orientiert

Beispielsätze

  • Er geht vom Instrumentenflug in den Sichtflug über – der Flugsicherung zufolge nicht ungewöhnlich.

  • F/A-18-Pilot Pierre de Goumoëns erklärt, welche Rolle die Skyguide im Falle eines Instrumentenflugs spielt.

  • Das bedeutet, dass im gesperrten Luftraum kein Instrumentenflug erlaubt ist.

  • Ausnahmen sind Polizei und Rettungsflieger, angemeldete Instrumentenflüge und Anflüge auf die innerstädtischen Airports Tegel und Tempelhof.

  • Bei Starts und Landungen versagt der Instrumentenflug, dann fliegt Brunzema mit seiner Maschine auf Sicht.

Übergeordnete Begriffe

Übersetzungen

Wortaufbau

Das siebensilbige Substantiv In­s­t­ru­men­ten­flug be­steht aus 16 Buch­sta­ben und setzt sich wie folgt zu­sammen: 3 × N, 2 × E, 2 × T, 2 × U, 1 × F, 1 × G, 1 × I, 1 × L, 1 × M, 1 × R & 1 × S

  • Vokale: 2 × E, 2 × U, 1 × I
  • Konsonanten: 3 × N, 2 × T, 1 × F, 1 × G, 1 × L, 1 × M, 1 × R, 1 × S

Eine Worttrennung ist nach dem ers­ten N, S, ers­ten T, ers­ten U, zwei­ten N und drit­ten N mög­lich. Im Plu­ral In­s­t­ru­men­ten­flü­ge zu­dem nach dem Ü.

Das Alphagramm von In­s­t­ru­men­ten­flug lautet: EEFGILMNNNRSTTUU

Buchstabiertafel

Entsprechend der deut­schen Buch­sta­bier­ta­fel für Wirt­schaft und Ver­wal­tung (DIN 5009:​2022-06) wird das Wort fol­gen­der­maßen buch­sta­biert:

  1. Ingel­heim
  2. Nürn­berg
  3. Salz­wedel
  4. Tü­bin­gen
  5. Ros­tock
  6. Unna
  7. Mün­chen
  8. Essen
  9. Nürn­berg
  10. Tü­bin­gen
  11. Essen
  12. Nürn­berg
  13. Frank­furt
  14. Leip­zig
  15. Unna
  16. Gos­lar

In Deutschland ebenfalls ge­läufig ist die Buch­sta­bie­rung nach dem pos­ta­li­schen Buch­sta­bier­al­pha­bet von 1950:

  1. Ida
  2. Nord­pol
  3. Samuel
  4. Theo­dor
  5. Richard
  6. Ulrich
  7. Martha
  8. Emil
  9. Nord­pol
  10. Theo­dor
  11. Emil
  12. Nord­pol
  13. Fried­rich
  14. Lud­wig
  15. Ulrich
  16. Gus­tav

International ist das eng­lischs­spra­chige ICAO-Alpha­bet (kein „ẞ“ und keine Umlaute) an­er­kannt:

  1. India
  2. Novem­ber
  3. Sierra
  4. Tango
  5. Romeo
  6. Uni­form
  7. Mike
  8. Echo
  9. Novem­ber
  10. Tango
  11. Echo
  12. Novem­ber
  13. Fox­trot
  14. Lima
  15. Uni­form
  16. Golf

Heute vorwiegend nur noch als Funk­feuer in der Luft- und Schiff­fahrt ge­bräuch­lich ist der Mor­se­code (auch Mor­se­al­pha­bet oder Mor­se­zei­chen genannt):

  1. ▄ ▄
  2. ▄▄▄▄ ▄
  3. ▄ ▄ ▄
  4. ▄▄▄▄
  5. ▄ ▄▄▄▄ ▄
  6. ▄ ▄ ▄▄▄▄
  7. ▄▄▄▄ ▄▄▄▄
  8. ▄▄▄▄ ▄
  9. ▄▄▄▄
  10. ▄▄▄▄ ▄
  11. ▄ ▄ ▄▄▄▄ ▄
  12. ▄ ▄▄▄▄ ▄ ▄
  13. ▄ ▄ ▄▄▄▄
  14. ▄▄▄▄ ▄▄▄▄ ▄

Scrabble

Beim Scrabble gibt es 23 Punkte für das Wort In­s­t­ru­men­ten­flug (Sin­gu­lar) bzw. 29 Punkte für In­s­t­ru­men­ten­flü­ge (Plural).

Instrumentenflug

Bitte je­doch stets das offi­zielle Scrabble-Regel­werk (z. B. zu Vor- und Nach­silben) beachten!

Worthäufigkeit

Das Nomen In­s­t­ru­men­ten­flug kam im letz­ten Jahr äußerst sel­ten in deutsch­spra­chi­gen Tex­ten vor. Dies hat eine Aus­wer­tung meh­re­rer Mil­lio­nen Bei­spiel­sätze ergeben.

Quellen:
  1. [Allgemeine Datenbasis] Wiktionary-Autoren: Instrumentenflug. In: Wiktionary – Das freie Wörterbuch, 2022, [online] de.wiktionary.org, CC BY-SA 3.0
  2. [Thesaurus] OpenThesaurus-User: Instrumentenflug. In: OpenThesaurus – Das freie Wörterbuch für Synonyme, 2023, [online] openthesaurus.de, CC BY-SA 4.0
  3. [Newskorpus] D. Goldhahn, T. Eckart & U. Quasthoff: Building Large Monolingual Dictionaries at the Leipzig Corpora Collection: From 100 to 200 Languages. In: Proceedings of the 8th International Language Resources and Evaluation (LREC'12), 2012, CC BY 4.0
  1. welt.de, 01.04.2019
  2. nzz.ch, 06.09.2016
  3. diepresse.com, 30.08.2014
  4. welt.de, 30.07.2005
  5. spiegel.de, 28.07.2005