trampeln

Verb (Tunwort)

Aussprache

Lautschrift (IPA):[ ˈtʁampl̩n ]

Silbentrennung

trampeln

Definition bzw. Bedeutung

  • mit den Füßen abwechselnd auf den Boden (oder eine andere Unterlage) stampfen

  • Mit schweren, stampfenden Schritten mehr oder weniger geräuschvoll gehen, ohne Rücksicht auf dadurch etwa entstehende Schäden.

Begriffsursprung

Iterativbildung zu trampen (im Sinne von englisch: to tramp, nicht im heutigen Sinne).

Konjugation

  • Präsens: trample/​trampele, du trampelst, er/sie/es trampelt
  • Präteritum: ich tram­pel­te
  • Konjunktiv II: ich tram­pel­te
  • Imperativ: trampel/​trample! (Einzahl), trampelt! (Mehrzahl)
  • Partizip II: ge­tram­pelt
  • Hilfsverben: haben, sein

Anderes Wort für tram­peln (Synonyme)

geräuschvoll gehen
stampfen:
Metall mit einer Hohlform bearbeiten
querseitige Auf- und Ab-Bewegung eines Schiffes oder Boots bei Wellengang
stapfen:
gehen und dabei die Füße höher als normal anheben, zum Beispiel auf weichem Untergrund, in den man geräuschvoll einsinkt
tapsen:
umgangssprachlich: sich unsicher, unbeholfen, plump, dumpfe Geräusche erzeugend, tastend vorwärtsbewegen
trapsen
treten (auf):
begatten
ein Pedalfahrzeug mit den Füßen antreiben

Sinnverwandte Wörter

pol­tern:
durch Rumpeln oder durch Stoßen gegen etwas zu lärmen (lauter als klappern, leiser als donnern)
grob schimpfen
tap­pen:
mit den Füßen dumpf stampfen
sich unsicher, unbeholfen, plump, dumpfe Geräusche erzeugend, tastend vorwärtsbewegen

Gegenteil von tram­peln (Antonyme)

schlei­chen:
lautlos gehen
nur langsam vorankommen
trip­peln:
in kurzen, zügigen Schritten gehen oder laufen

Beispielsätze

  • Wer ist denn hier über die Beete getrampelt?

  • Das Publikum trampelte vor Begeisterung.

  • Kati trampelte mit den Füßen auf dem vereisten Bürgersteig auf der Stelle, um sich aufzuwärmen.

  • Wenn die Nachbarn nachts vom Feiern heimkommen, trampeln sie immer holterdiepolter die Treppe hoch, dass ich aus dem Schlaf gerissen werde.

  • Dieser Ochse trampelt im Obergeschoß herum, dass das ganze Haus bebt.

  • Noch bevor Kunigunde ihren Witz zu Ende erzählen konnte, begann Tom vor Lachen mit den Füßen zu trampeln und zu wiehern wie ein Pferd.

  • Tom trampelte dahin wie ein Elefant.

  • Sie trampelte den Schlamm von ihren Schuhen.

Praktische Beispiele aus der Medienlandschaft

  • Mindestens vier Menschen sind bei einer Massenpanik an einer Universität in Südindien zu Tode getrampelt worden.

  • Die AFD hat ihr rosarotes Wolkenkuckucksheim zerstört, da schmollen sie halt lieber und trampeln mit den Füssen.

  • Über die wahren Herrscher des Waldes wissen wir wenig – wir trampeln aber auf ihnen herum.

  • Die Polizei geht rigoros vor, Menschen werden zu Tote getrampelt.

  • Jährlich trampeln rund 8000 Wanderer über den Pfad, und es wären wohl noch mehr, müsste der Track mittlerweile nicht gebucht werden.

  • Manche Kreise wurden auch schon nachts von Witzbolden in Felder getrampelt.

  • Bei der panischen Flucht durch den einzigen Ausgang waren viele Gäste zu Tode getrampelt worden oder erstickten.

  • "Ich wollte die Miniaturwelt, über die wir trampeln, zeigen", sagte Champ.

  • Wenn sie ihre Jungen bedroht glauben, trampeln sie die vermeintlichen Angreifer in der Regel zu Tode.

  • Mena nahe der heiligen Stadt Mekka 251 Menschen zu Tode getrampelt. versammelt, um den Teufel symbolisch zu steinigen.

  • Wer es darauf anlegt und die italienischen Rösser unter der endlos langen Motorhaube trampeln lässt, erlebt sein automobiles Weltwunder.

  • "In den großen Kliniken trampeln sich die Studenten gegenseitig auf die Füße", berichtet Medizinstudentin Maren Pümpfel.

  • "Die trampeln alles nieder, sorgen für Müllberge und parken ihre Autos so, dass niemand mehr durchkommt", klagt Alan Wilton.

  • Als Tourismusfunktionäre umgehend planten, Reisegruppen durch die historische Stätte trampeln zu lassen, war sein Ärger groß.

  • Auf trockener Erde kann man vor Wut trampeln, bis einem die Füße wehtun (und glauben, es hat der Erde genauso wehgetan).

  • Noch wahnhafter können sie doch gar nicht durchs Leben trampeln.

  • 1979: Im Stadion von Medan/Indonesien werden zwölf Personen zu Tode getrampelt.

  • Im Grips wurde und wird viel gejubelt, getrampelt und gejohlt Beifallsstürme, die man sich in den situierten Theatern längst verboten hat.

  • In Losari bei Brebes wurde ein Mann nach Polizeiangaben von einer Menschenmenge zu Tode getrampelt.

  • Auf der panischen Flucht vor den Flammen wurden viele Pilger zu Tode getrampelt.

Häufige Wortkombinationen

  • jemanden zu Tode trampeln

Wortbildungen

Übergeordnete Begriffe

Übersetzungen

Was reimt sich auf tram­peln?

Wortaufbau

Das zweisilbige Isogramm tram­peln be­steht aus acht Buch­sta­ben und setzt sich wie folgt zu­sammen: 1 × A, 1 × E, 1 × L, 1 × M, 1 × N, 1 × P, 1 × R & 1 × T

  • Vokale: 1 × A, 1 × E
  • Konsonanten: 1 × L, 1 × M, 1 × N, 1 × P, 1 × R, 1 × T

Eine Worttrennung ist nach dem M mög­lich.

Das Alphagramm von tram­peln lautet: AELMNPRT

Buchstabiertafel

Entsprechend der deut­schen Buch­sta­bier­ta­fel für Wirt­schaft und Ver­wal­tung (DIN 5009:​2022-06) wird das Verb fol­gen­der­maßen buch­sta­biert:

  1. Tü­bin­gen
  2. Ros­tock
  3. Aachen
  4. Mün­chen
  5. Pots­dam
  6. Essen
  7. Leip­zig
  8. Nürn­berg

In Deutschland ebenfalls ge­läufig ist die Buch­sta­bie­rung nach dem pos­ta­li­schen Buch­sta­bier­al­pha­bet von 1950:

  1. Theo­dor
  2. Richard
  3. Anton
  4. Martha
  5. Paula
  6. Emil
  7. Lud­wig
  8. Nord­pol

International ist das eng­lischs­spra­chige ICAO-Alpha­bet (kein „ẞ“ und keine Umlaute) an­er­kannt:

  1. Tango
  2. Romeo
  3. Alfa
  4. Mike
  5. Papa
  6. Echo
  7. Lima
  8. Novem­ber

Heute vorwiegend nur noch als Funk­feuer in der Luft- und Schiff­fahrt ge­bräuch­lich ist der Mor­se­code (auch Mor­se­al­pha­bet oder Mor­se­zei­chen genannt):

  1. ▄▄▄▄
  2. ▄ ▄▄▄▄ ▄
  3. ▄ ▄▄▄▄
  4. ▄▄▄▄ ▄▄▄▄
  5. ▄ ▄▄▄▄ ▄▄▄▄ ▄
  6. ▄ ▄▄▄▄ ▄ ▄
  7. ▄▄▄▄ ▄

Scrabble

Beim Scrabble gibt es 14 Punkte für das Wort.

trampeln

Bitte je­doch stets das offi­zielle Scrabble-Regel­werk (z. B. zu Vor- und Nach­silben) beachten!

Worthäufigkeit

Das Tu­wort tram­peln kam im letz­ten Jahr sel­ten in deutsch­spra­chi­gen Tex­ten vor. Die Wort­häu­fig­keit ist un­ge­fähr gleich­blei­bend. Dies hat eine Aus­wer­tung meh­re­rer Mil­lio­nen Bei­spiel­sätze ergeben.

Quellen:
  1. [Allgemeine Datenbasis] Wiktionary-Autoren: trampeln. In: Wiktionary – Das freie Wörterbuch, 2023, [online] de.wiktionary.org, CC BY-SA 3.0
  2. [Thesaurus] OpenThesaurus-User: trampeln. In: OpenThesaurus – Das freie Wörterbuch für Synonyme, 2024, [online] openthesaurus.de, CC BY-SA 4.0
  3. [erweiterte Beispielsätze] User-generated content: Satz-Nr. 12193621, 10675943, 9999749, 5065937, 4166367 & 748675. In: tatoeba.org, CC BY 2.0 FR
  4. [Newskorpus] D. Goldhahn, T. Eckart & U. Quasthoff: Building Large Monolingual Dictionaries at the Leipzig Corpora Collection: From 100 to 200 Languages. In: Proceedings of the 8th International Language Resources and Evaluation (LREC'12), 2012, CC BY 4.0
  1. sn.at, 25.11.2023
  2. focus.de, 07.05.2018
  3. zeit.de, 24.06.2017
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  6. feedproxy.google.com, 16.07.2011
  7. spiegel.de, 09.12.2009
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  9. nzz.ch, 14.09.2007
  10. rundschau-online.de, 13.01.2006
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  13. berlinonline.de, 12.02.2003
  14. Die Zeit (23/2002)
  15. welt.de, 18.08.2002
  16. Junge Welt 2001
  17. jw, 11.05.2001
  18. Berliner Zeitung 1999
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  20. TAZ 1997