beschwipsen

Verb (Tunwort)

Aussprache

Lautschrift (IPA): [bəˈʃvɪpsn̩]

Silbentrennung

beschwipsen

Definition bzw. Bedeutung

Alkohol trinken, bis erste Anzeichen einer Beeinträchtigung (Schwips) zu bemerken sind.

Begriffsursprung

Ableitung vom Substantiv Schwips

Konjugation

  • Präsens: beschwipse, du be­schwipst, er/sie/es be­schwipst
  • Präteritum: ich be­schwips­te
  • Konjunktiv II: ich be­schwips­te
  • Imperativ: beschwips/​beschwipse! (Einzahl), be­schwipst! (Mehrzahl)
  • Partizip II: be­schwipst
  • Hilfsverb: haben

Anderes Wort für be­schwip­sen (Synonyme)

(jemanden) benebeln:
so beeinflussen (zum Beispiel durch Alkohol), dass eine Person nicht mehr richtig klar denken kann
berauschen:
einen die Sinne verwirrenden Zustand (Rausch) schaffen/erlangen
sich nicht satt sehen können und mehr von etwas haben wollen, weil es starke positive Gefühle schafft
betrunken machen (aufgrund des Alkoholgehalts) (Hauptform)
knallen (ugs.):
Ärger geben
brennen, wenn die Sonne stark scheint
reinhauen (ugs.):
ein Tor erzielen
eine große Portion schnell essen

Sinnverwandte Wörter

andröhnen
an­säu­seln:
geringe Mengen Alkohol konsumieren; sich so in einen leichten Rauschzustand bringen
jemanden leise und unverständlich ansprechen aber auch: barsch und lautstark anreden
ansüffeln
an­trin­ken:
Alkohol trinken und dadurch seinen Gemütszustand verändern
eine geringe Menge trinken
be­du­deln:
Alkohol trinken
Klängen (Dudelei, Gedudel) aussetzen
be­du­seln:
Alkohol trinken, bis erste Anzeichen einer Beeinträchtigung zu bemerken sind, auch allgemeiner: benommen machen
be­säu­seln:
so viel Alkohol trinken, dass man leicht angetrunken ist
be­sau­fen:
Alkohol zu sich nehmen
be­trin­ken:
größere Mengen von Alkohol zu sich nehmen und sich dadurch berauschen
be­tü­tern:
jemanden oder etwas übertrieben umsorgen
sich leicht betrinken
be­ze­chen:
alkoholische Getränke zu sich nehmen bis man (stark) betrunken ist
sich einen Schwips antrinken
süf­feln:
Alkohol trinken
voller Genuss und in kleinen Schlückchen ein (alkoholisches) Getränk zu sich nehmen

Gegenteil von be­schwip­sen (Antonyme)

am:
Angabe der geographischen Lage (einer Stadt)
Angabe eines Zeitpunkts - wann?
Ko­ma­sau­fen:
exzessives Trinken von Alkohol (auch bis zum Verlust des Bewusstseins)
teil­neh­men:
dabei sein, beiwohnen
mitfühlen

Beispielsätze

  • Er flaniert an den Schaufensterscheiben vorbei und beschwipst sich an der Geschmeidigkeit der eigenen Bewegung.

  • Schon der erste Schluck Sekt schien sie zu beschwipsen.

  • Tom wird wahrscheinlich beschwipst sein.

  • Ich bin bereits etwas beschwipst.

  • Tom war nicht beschwipst.

  • Maria war beschwipst.

  • Tom war beschwipst.

  • Tom war leicht beschwipst.

  • Maria war leicht beschwipst.

  • Tut mir leid, ich bin ein bisschen beschwipst, da rede ich vielleicht dummes Zeug daher.

  • Sie war eine Frau mit einer angenehmen Stimme, interessant, voller Begeisterung, doch leicht beschwipst.

  • Sie ist etwas beschwipst.

  • Er ist etwas beschwipst.

  • Ich bin etwas beschwipst.

  • Ich bin beschwipst.

  • Dieses Paar ist allabendlich beschwipst.

Praktische Beispiele aus der Medienlandschaft

  • Eine (beschwipste) Reise ins oberfränkische Bamberg, der Bierhauptstadt der Welt.

  • Harry habe dann einen Freund gebeten, die erkennbar beschwipste Ex-Freundin nach Hause zu fahren.

  • Nach Mitternacht hebt immer öfter ein hemmungsloses Monster sein beschwipste Haupt: das Duzen im Rausch.

  • Einmal eine vom Sekt beschwipste Runde, ein andermal fünf ältere Semester beim Tee.

Übergeordnete Begriffe

Was reimt sich auf be­schwip­sen?

Wortaufbau

Das dreisilbige Verb be­schwip­sen be­steht aus elf Buch­sta­ben und setzt sich wie folgt zu­sammen: 2 × E, 2 × S, 1 × B, 1 × C, 1 × H, 1 × I, 1 × N, 1 × P & 1 × W

  • Vokale: 2 × E, 1 × I
  • Konsonanten: 2 × S, 1 × B, 1 × C, 1 × H, 1 × N, 1 × P, 1 × W

Eine Worttrennung ist nach dem ers­ten E und P mög­lich.

Das Alphagramm von be­schwip­sen lautet: BCEEHINPSSW

Buchstabiertafel

Entsprechend der deut­schen Buch­sta­bier­ta­fel für Wirt­schaft und Ver­wal­tung (DIN 5009:​2022-06) wird das Wort fol­gen­der­maßen buch­sta­biert:

  1. Ber­lin
  2. Essen
  3. Salz­wedel
  4. Chem­nitz
  5. Ham­burg
  6. Wupper­tal
  7. Ingel­heim
  8. Pots­dam
  9. Salz­wedel
  10. Essen
  11. Nürn­berg

In Deutschland ebenfalls ge­läufig ist die Buch­sta­bie­rung nach dem pos­ta­li­schen Buch­sta­bier­al­pha­bet von 1950:

  1. Berta
  2. Emil
  3. Samuel
  4. Cäsar
  5. Hein­reich
  6. Wil­helm
  7. Ida
  8. Paula
  9. Samuel
  10. Emil
  11. Nord­pol

International ist das eng­lischs­spra­chige ICAO-Alpha­bet (kein „ẞ“ und keine Umlaute) an­er­kannt:

  1. Bravo
  2. Echo
  3. Sierra
  4. Char­lie
  5. Hotel
  6. Whis­key
  7. India
  8. Papa
  9. Sierra
  10. Echo
  11. Novem­ber

Heute vorwiegend nur noch als Funk­feuer in der Luft- und Schiff­fahrt ge­bräuch­lich ist der Mor­se­code (auch Mor­se­al­pha­bet oder Mor­se­zei­chen genannt):

  1. ▄▄▄▄ ▄ ▄ ▄
  2. ▄ ▄ ▄
  3. ▄▄▄▄ ▄ ▄▄▄▄ ▄
  4. ▄ ▄ ▄ ▄
  5. ▄ ▄▄▄▄ ▄▄▄▄
  6. ▄ ▄
  7. ▄ ▄▄▄▄ ▄▄▄▄ ▄
  8. ▄ ▄ ▄
  9. ▄▄▄▄ ▄

Scrabble

Beim Scrabble gibt es 22 Punkte für das Wort.

beschwipsen

Bitte je­doch stets das offi­zielle Scrabble-Regel­werk (z. B. zu Vor- und Nach­silben) beachten!

Worthäufigkeit

Das Tu­wort be­schwip­sen kam im letz­ten Jahr äußerst sel­ten in deutsch­spra­chi­gen Tex­ten vor. Dies hat eine Aus­wer­tung meh­re­rer Mil­lio­nen Bei­spiel­sätze ergeben.

Quellen:
  1. [Allgemeine Datenbasis] Wiktionary-Autoren: beschwipsen. In: Wiktionary – Das freie Wörterbuch, 2022, [online] de.wiktionary.org, CC BY-SA 3.0
  2. [Thesaurus] OpenThesaurus-User: beschwipsen. In: OpenThesaurus – Das freie Wörterbuch für Synonyme, 2023, [online] openthesaurus.de, CC BY-SA 4.0
  3. [erweiterte Beispielsätze] User-generated content: Satz-Nr. 10788428, 10058220, 9996367, 8500815, 7759395, 7697289, 7450072, 5487424, 3531043, 1918711, 1918710, 1918709, 1849170 & 1661065. In: tatoeba.org, CC BY 2.0 FR
  4. [Newskorpus] D. Goldhahn, T. Eckart & U. Quasthoff: Building Large Monolingual Dictionaries at the Leipzig Corpora Collection: From 100 to 200 Languages. In: Proceedings of the 8th International Language Resources and Evaluation (LREC'12), 2012, CC BY 4.0
  1. swr.de, 12.07.2016
  2. sat1.de, 01.07.2006
  3. welt.de, 08.06.2002
  4. Stuttgarter Zeitung 1996