schmauchen

Verb (Tunwort)

Aussprache

Lautschrift (IPA): [ˈʃmaʊ̯xn̩]

Silbentrennung

schmauchen

Definition bzw. Bedeutung

(etwas) gemütlich/genussvoll rauchen

Begriffsursprung

Frühneuhochdeutsch „schmauchen“, eine Ableitung (durch Konversion) zu „Schmauch“ „Rauch“, mittelhochdeutsch smouch. Das Wort ist seit dem 17. Jahrhundert belegt.

Konjugation

  • Präsens: schmauche, du schmauchst, er/sie/es schmaucht
  • Präteritum: ich schmauch­te
  • Konjunktiv II: ich schmauch­te
  • Imperativ: schmauch/​schmauche! (Einzahl), schmaucht! (Mehrzahl)
  • Partizip II: ge­schmaucht
  • Hilfsverb: haben

Anderes Wort für schmau­chen (Synonyme)

(s)ein Pfeifchen schmauchen (ugs.)
(sich) eine anstecken (ugs.)
(sich) eine rauchen gehen (ugs.)
(sich) eine Zigarette anstecken
(sich) gemütlich eine rauchen (ugs.)
eine (Zigarette) durchziehen (ugs.)
genussrauchen
paffen (ugs.):
in Stößen rauchen ohne zu inhalieren
rauchen
qualmen (ugs.):
durch Verbrennung Qualm erzeugen und abgeben
eine Zigarette rauchen
quarzen (ugs.):
eine Zigarette oder andere Tabakware rauchen
rauchen:
etwas anzünden und den Rauch einatmen
Qualm in die Luft abgeben oder ausstoßen
schmöken (ugs., norddeutsch):
norddeutsch: genüsslich rauchen

Beispielsätze

  • Von Hannah Arendt, Virgina Woolf und Frida Kahlo wissen wir, dass sie selbstbewusst und emanzipiert geschmaucht haben.

  • Nur die Kohlemeiler schmauchen weiter, denn die kann man eigentlich nicht ausschalten.

Wortbildungen

  • geschmaucht
  • schmauchend

Übergeordnete Begriffe

Übersetzungen

  • Bosnisch: пушити (pušiti)
  • Englisch:
    • puff away
    • puff on
  • Französisch: fumer
  • Italienisch:
    • fumare
    • tranquillamente
  • Mazedonisch: пуши (puši)
  • Polnisch:
    • kurzyć
    • cmoktać
  • Serbisch: пушити (pušiti)
  • Serbokroatisch: пушити (pušiti)
  • Slowenisch: kaditi

Was reimt sich auf schmau­chen?

Wortaufbau

Das zweisilbige Verb schmau­chen be­steht aus zehn Buch­sta­ben und setzt sich wie folgt zu­sammen: 2 × C, 2 × H, 1 × A, 1 × E, 1 × M, 1 × N, 1 × S & 1 × U

  • Vokale: 1 × A, 1 × E, 1 × U
  • Konsonanten: 2 × C, 2 × H, 1 × M, 1 × N, 1 × S

Eine Worttrennung ist nach dem U mög­lich.

Das Alphagramm von schmau­chen lautet: ACCEHHMNSU

Buchstabiertafel

Entsprechend der deut­schen Buch­sta­bier­ta­fel für Wirt­schaft und Ver­wal­tung (DIN 5009:​2022-06) wird das Wort fol­gen­der­maßen buch­sta­biert:

  1. Salz­wedel
  2. Chem­nitz
  3. Ham­burg
  4. Mün­chen
  5. Aachen
  6. Unna
  7. Chem­nitz
  8. Ham­burg
  9. Essen
  10. Nürn­berg

In Deutschland ebenfalls ge­läufig ist die Buch­sta­bie­rung nach dem pos­ta­li­schen Buch­sta­bier­al­pha­bet von 1950:

  1. Samuel
  2. Cäsar
  3. Hein­reich
  4. Martha
  5. Anton
  6. Ulrich
  7. Cäsar
  8. Hein­reich
  9. Emil
  10. Nord­pol

International ist das eng­lischs­spra­chige ICAO-Alpha­bet (kein „ẞ“ und keine Umlaute) an­er­kannt:

  1. Sierra
  2. Char­lie
  3. Hotel
  4. Mike
  5. Alfa
  6. Uni­form
  7. Char­lie
  8. Hotel
  9. Echo
  10. Novem­ber

Heute vorwiegend nur noch als Funk­feuer in der Luft- und Schiff­fahrt ge­bräuch­lich ist der Mor­se­code (auch Mor­se­al­pha­bet oder Mor­se­zei­chen genannt):

  1. ▄ ▄ ▄
  2. ▄▄▄▄ ▄ ▄▄▄▄ ▄
  3. ▄ ▄ ▄ ▄
  4. ▄▄▄▄ ▄▄▄▄
  5. ▄ ▄▄▄▄
  6. ▄ ▄ ▄▄▄▄
  7. ▄▄▄▄ ▄ ▄▄▄▄ ▄
  8. ▄ ▄ ▄ ▄
  9. ▄▄▄▄ ▄

Scrabble

Beim Scrabble gibt es 20 Punkte für das Wort.

schmauchen

Bitte je­doch stets das offi­zielle Scrabble-Regel­werk (z. B. zu Vor- und Nach­silben) beachten!

Worthäufigkeit

Das Tu­wort schmau­chen kam im letz­ten Jahr äußerst sel­ten in deutsch­spra­chi­gen Tex­ten vor. Dies hat eine Aus­wer­tung meh­re­rer Mil­lio­nen Bei­spiel­sätze ergeben.

Quellen:
  1. [Allgemeine Datenbasis] Wiktionary-Autoren: schmauchen. In: Wiktionary – Das freie Wörterbuch, 2022, [online] de.wiktionary.org, CC BY-SA 3.0
  2. [Thesaurus] OpenThesaurus-User: schmauchen. In: OpenThesaurus – Das freie Wörterbuch für Synonyme, 2023, [online] openthesaurus.de, CC BY-SA 4.0
  3. [Newskorpus] D. Goldhahn, T. Eckart & U. Quasthoff: Building Large Monolingual Dictionaries at the Leipzig Corpora Collection: From 100 to 200 Languages. In: Proceedings of the 8th International Language Resources and Evaluation (LREC'12), 2012, CC BY 4.0
  1. Friedrich Kluge, bearbeitet von Elmar Seebold: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. 24., durchgesehene und erweiterte Auflage. Walter de Gruyter, Berlin/New York 2001, ISBN 978-3-11-017473-1, DNB 965096742
  2. freitag.de, 04.03.2019
  3. l-iz.de, 14.09.2015