kniffen

Verb (Tunwort)

Aussprache

Lautschrift (IPA): [ˈknɪfn̩]

Silbentrennung

kniffen

Definition bzw. Bedeutung

Veraltend: scharf umbiegen und plattdrücken.

Begriffsursprung

Seit dem 19. Jahrhundert vom Substantiv Kniff, welches wiederum im 18. Jahrhundert aus dem Verb kneifen gebildet wurde.

Konjugation

  • Präsens: kniffe, du kniffst, er/sie/es knifft
  • Präteritum: ich kniff­te
  • Konjunktiv II: ich kniff­te
  • Imperativ: kniff/​kniffe! (Einzahl), knifft! (Mehrzahl)
  • Partizip II: ge­knifft
  • Hilfsverb: haben

Anderes Wort für knif­fen (Synonyme)

falten:
umbiegen und zusammenlegen
verschränken
falzen:
mit einem Falz versehen
Tierhäute durch spiralförmig angeordnete Messer auf der Fleischseite in passende Stärke bringen
fügen:
am Ende einer Entwicklung sich ergeben, geschehen
Dinge so aneinandersetzen, miteinander in einen Zusammenhang bringen, dass daraus ein Ganzes wird
knicken:
etwas scharf biegen
etwas vergessen, nicht mehr bei weiteren Überlegungen berücksichtigen

Beispielsätze

  • Valentina kann sich stundenlang damit beschäftigen, aus großen Papierbögen Schiffchen zu kniffen.

  • Tom kniff ihm in die Wange.

  • Tom kniff sich in die Wange.

  • Sie kniff seine Nippel.

  • Er kniff die Augen zu.

  • Tom kniff mich in den Arm.

  • Ich kniff mich, um sicher zu sein, dass ich nicht träumte.

  • Er kniff mich in den Arm.

  • Mit ihren Fingern kniff sie die Haut ihrer Schwester.

  • Tom kniff fest die Augen zu und ertrug den Schmerz.

Praktische Beispiele aus der Medienlandschaft

Nur die Hockey-Senioren (ab 40 Jahre) kniffen.

Übersetzungen

  • Italienisch: piegare
  • Schwedisch: vika
  • Serbisch:
    • пресавити (presaviti)
    • сложити (složiti)
    • набрати (nabrati)
    • згужвати (zgužvati)

Was reimt sich auf knif­fen?

Wortaufbau

Das zweisilbige Verb knif­fen be­steht aus sieben Buch­sta­ben und setzt sich wie folgt zu­sammen: 2 × F, 2 × N, 1 × E, 1 × I & 1 × K

  • Vokale: 1 × E, 1 × I
  • Konsonanten: 2 × F, 2 × N, 1 × K

Eine Worttrennung ist nach dem ers­ten F mög­lich.

Das Alphagramm von knif­fen lautet: EFFIKNN

Buchstabiertafel

Entsprechend der deut­schen Buch­sta­bier­ta­fel für Wirt­schaft und Ver­wal­tung (DIN 5009:​2022-06) wird das Wort fol­gen­der­maßen buch­sta­biert:

  1. Köln
  2. Nürn­berg
  3. Ingel­heim
  4. Frank­furt
  5. Frank­furt
  6. Essen
  7. Nürn­berg

In Deutschland ebenfalls ge­läufig ist die Buch­sta­bie­rung nach dem pos­ta­li­schen Buch­sta­bier­al­pha­bet von 1950:

  1. Kauf­mann
  2. Nord­pol
  3. Ida
  4. Fried­rich
  5. Fried­rich
  6. Emil
  7. Nord­pol

International ist das eng­lischs­spra­chige ICAO-Alpha­bet (kein „ẞ“ und keine Umlaute) an­er­kannt:

  1. Kilo
  2. Novem­ber
  3. India
  4. Fox­trot
  5. Fox­trot
  6. Echo
  7. Novem­ber

Heute vorwiegend nur noch als Funk­feuer in der Luft- und Schiff­fahrt ge­bräuch­lich ist der Mor­se­code (auch Mor­se­al­pha­bet oder Mor­se­zei­chen genannt):

  1. ▄▄▄▄ ▄ ▄▄▄▄
  2. ▄▄▄▄ ▄
  3. ▄ ▄
  4. ▄ ▄ ▄▄▄▄ ▄
  5. ▄ ▄ ▄▄▄▄ ▄
  6. ▄▄▄▄ ▄

Scrabble

Beim Scrabble gibt es 16 Punkte für das Wort.

kniffen

Bitte je­doch stets das offi­zielle Scrabble-Regel­werk (z. B. zu Vor- und Nach­silben) beachten!

Worthäufigkeit

Das Tu­wort knif­fen kam im letz­ten Jahr äußerst sel­ten in deutsch­spra­chi­gen Tex­ten vor. Dies hat eine Aus­wer­tung meh­re­rer Mil­lio­nen Bei­spiel­sätze ergeben.

Quellen:
  1. [Allgemeine Datenbasis] Wiktionary-Autoren: kniffen. In: Wiktionary – Das freie Wörterbuch, 2023, [online] de.wiktionary.org, CC BY-SA 3.0
  2. [Thesaurus] OpenThesaurus-User: kniffen. In: OpenThesaurus – Das freie Wörterbuch für Synonyme, 2023, [online] openthesaurus.de, CC BY-SA 4.0
  3. [erweiterte Beispielsätze] User-generated content: Satz-Nr. 11497809, 11497808, 9053178, 8597833, 7636299, 7010854, 6046602, 5731731 & 5221016. In: tatoeba.org, CC BY 2.0 FR
  4. [Newskorpus] D. Goldhahn, T. Eckart & U. Quasthoff: Building Large Monolingual Dictionaries at the Leipzig Corpora Collection: From 100 to 200 Languages. In: Proceedings of the 8th International Language Resources and Evaluation (LREC'12), 2012, CC BY 4.0
  1. Wolfgang Pfeifer et al.: Etymologisches Wörterbuch des Deutschen. 8. Auflage. Deutscher Taschenbuch Verlag, München 2005, ISBN 3-423-32511-9
  2. DIE WELT 2000