rattern

Verb (Tunwort)

Aussprache

Lautschrift (IPA):[ ˈʁatɐn ]

Silbentrennung

rattern

Definition bzw. Bedeutung

Begriffsursprung

Lautmalerische Bildung des 17. Jahrhunderts

Konjugation

  • Präsens: rattere, du ratterst, er/sie/es rattert
  • Präteritum: ich rat­ter­te
  • Konjunktiv II: ich rat­ter­te
  • Imperativ: rattere/​ratter! (Einzahl), rattert! (Mehrzahl)
  • Partizip II: ge­rat­tert
  • Hilfsverb: haben

Anderes Wort für rat­tern (Synonyme)

holpern:
meist über ein Fahrzeug: sich ruckartig, unruhig bewegen, weil der Untergrund uneben ist
nicht flüssig reden (Person) oder nicht reibungslos funktionieren (zum Beispiel Motor)
klackern:
ein kurzes, hartes Geräusch von sich geben
klappern:
intransitiv, Hilfsverb haben: wiederholt helle harte Geräusche durch Aneinanderschlagen fester Gegenstände von sich geben
intransitiv, Hilfsverb sein: sich unter Abgabe von hellen harten Geräuschen bewegen
knappen (ugs., regional)
knattern:
ein knallendes Geräusch stoßartig und in kurzen Intervallen erzeugen
prasseln (Regen, Hagel):
mit dem Hilfsverb haben: über längere Zeit kurz aufeinanderfolgend knackende Geräusche von sich geben
mit dem Hilfsverb sein oder haben: beim längere Zeit aufeinanderfolgenden Aufprallen von mehreren Einzelteilen hintereinander knackende Geräusche von sich geben
rasseln:
ein Geräusch von aneinanderschlagenden Teilen (aus Metall) von sich geben
mit dem Hilfsverb sein: fallen, zum Beispiel durch die Prüfung, aber auch von einem Baum
ruckeln (fahren):
EDV, bei einem Video oder einer bewegten Grafik: mit kurzen Unterbrechungen angezeigt werden; nicht flüssig dargestellt werden
sich in heftigen, abgehackten Bewegungen meist hin- und herbewegen oder wackeln
rumpeln:
kräftig abreiben
mit Hilfsverb haben: ein dumpfes, polterndes Geräusch von sich geben
scheppern:
in kurzer Folge blecherne helle Töne verursachen oder erzeugen
unruhig fahren (Hauptform)

Beispielsätze

  • Die Maschine rattert so vor sich hin.

  • Die will ich rattern.

  • Der Zug rattert über die Brücke.

  • Ein leerer Karren rattert lauter.

Praktische Beispiele aus der Medienlandschaft

  • Dutzende Züge rattern tagein tagaus über die Gleise, die sich zwischen Sandsteinfelsen und Elbe in Richtung Tschechien winden.

  • Betonmischer rattern, es wird gehämmert und gebohrt.

  • Ihre europapolitischen Vorstellungen rattern die Kandidaten wie bei einer Pflichtübung herunter.

  • Vor dem Fenster rattern die Züge in den Bahnhof Jannowitzbrücke ein.

  • Nun aber rattern detailliert entlastende Aussagen Binalshibhs und Mohammeds aus dem Faxgerät des Hamburger Gerichts.

  • An allen Ecken rattern Baumaschinen, Straßen und Gehwege sind aufgerissen.

  • "Wick Blau Aktiv" steht auf den Plastikbeuteln, die mit ohrenbetäubendem Lärm durch die Abfüllanlage rattern.

  • Getötet wird auf einer Kabelrolle, Beischlaf abgehalten im Halbdunkel, während als Projektion Kolben und Laufräder rattern.

  • Höchstens in Neubrandenburg, wo du bei der NVA warst. " Er dachte daran, wie sein Name durch die Computer der Stasibehörde gerattert war.

  • Durchschnittlich 36 000 Flaschen rattern dort stündlich über die Bänder.

  • In den Wohnungen rattern die Rechenmaschinen.

  • Erstmals rattern die Spielautomaten im neuen Casino.

Untergeordnete Begriffe

  • durchrattern
  • wegrattern

Übersetzungen

Was reimt sich auf rat­tern?

Wortaufbau

Das zweisilbige Verb rat­tern be­steht aus sieben Buch­sta­ben und setzt sich wie folgt zu­sammen: 2 × R, 2 × T, 1 × A, 1 × E & 1 × N

  • Vokale: 1 × A, 1 × E
  • Konsonanten: 2 × R, 2 × T, 1 × N

Eine Worttrennung ist nach dem ers­ten T mög­lich.

Das Alphagramm von rat­tern lautet: AENRRTT

Buchstabiertafel

Entsprechend der deut­schen Buch­sta­bier­ta­fel für Wirt­schaft und Ver­wal­tung (DIN 5009:​2022-06) wird das Wort fol­gen­der­maßen buch­sta­biert:

  1. Ros­tock
  2. Aachen
  3. Tü­bin­gen
  4. Tü­bin­gen
  5. Essen
  6. Ros­tock
  7. Nürn­berg

In Deutschland ebenfalls ge­läufig ist die Buch­sta­bie­rung nach dem pos­ta­li­schen Buch­sta­bier­al­pha­bet von 1950:

  1. Richard
  2. Anton
  3. Theo­dor
  4. Theo­dor
  5. Emil
  6. Richard
  7. Nord­pol

International ist das eng­lischs­spra­chige ICAO-Alpha­bet (kein „ẞ“ und keine Umlaute) an­er­kannt:

  1. Romeo
  2. Alfa
  3. Tango
  4. Tango
  5. Echo
  6. Romeo
  7. Novem­ber

Heute vorwiegend nur noch als Funk­feuer in der Luft- und Schiff­fahrt ge­bräuch­lich ist der Mor­se­code (auch Mor­se­al­pha­bet oder Mor­se­zei­chen genannt):

  1. ▄ ▄▄▄▄ ▄
  2. ▄ ▄▄▄▄
  3. ▄▄▄▄
  4. ▄▄▄▄
  5. ▄ ▄▄▄▄ ▄
  6. ▄▄▄▄ ▄

Scrabble

Beim Scrabble gibt es 7 Punkte für das Wort.

rattern

Bitte je­doch stets das offi­zielle Scrabble-Regel­werk (z. B. zu Vor- und Nach­silben) beachten!

Worthäufigkeit

Das Tu­wort rat­tern kam im letz­ten Jahr sel­ten in deutsch­spra­chi­gen Tex­ten vor. Die Wort­häu­fig­keit ist un­ge­fähr gleich­blei­bend. Dies hat eine Aus­wer­tung meh­re­rer Mil­lio­nen Bei­spiel­sätze ergeben.

Quellen:
  1. [Allgemeine Datenbasis] Wiktionary-Autoren: rattern. In: Wiktionary – Das freie Wörterbuch, 2023, [online] de.wiktionary.org, CC BY-SA 3.0
  2. [Thesaurus] OpenThesaurus-User: rattern. In: OpenThesaurus – Das freie Wörterbuch für Synonyme, 2024, [online] openthesaurus.de, CC BY-SA 4.0
  3. [erweiterte Beispielsätze] User-generated content: Satz-Nr. 5207965. In: tatoeba.org, CC BY 2.0 FR
  4. [Newskorpus] D. Goldhahn, T. Eckart & U. Quasthoff: Building Large Monolingual Dictionaries at the Leipzig Corpora Collection: From 100 to 200 Languages. In: Proceedings of the 8th International Language Resources and Evaluation (LREC'12), 2012, CC BY 4.0
  1. Friedrich Kluge, bearbeitet von Elmar Seebold: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. 24., durchgesehene und erweiterte Auflage. Walter de Gruyter, Berlin/New York 2001, ISBN 978-3-11-017473-1, DNB 965096742
  2. dnn.de, 19.03.2022
  3. echo-online.de, 02.02.2013
  4. faz.net, 04.05.2007
  5. welt.de, 08.01.2005
  6. archiv.tagesspiegel.de, 13.08.2004
  7. lvz.de, 22.08.2003
  8. f-r.de, 04.10.2002
  9. Die Welt 2001
  10. Berliner Zeitung 2000
  11. Berliner Zeitung 1998
  12. Berliner Zeitung 1996
  13. Stuttgarter Zeitung 1995